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Nietzsche

Biographie seines Denkens

Rüdiger Safranski

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Beschreibung

Die intellektuelle Biographie eines Philosophen, der wie kaum ein zweiter weit über die akademischen Grenzen hinaus wirksam war und ist - als feinhöriger Interpret der Tradition, Seismograph der Moderne in all Ihren Facetten, entschiedener Rhetoriker und veritabler »Psycholog«. Rüdiger Safranski verfolgt den Denk- und Lebensweg dieses Autors und zieht die Bilanz seiner Wirkungen. Bildlegende: »Wer überhaupt das Denken für eine Angelegenheit des Lebens hält – was heutzutage nicht selbstverständlich ist –, wird um Nietzsche nicht herumkommen und nicht mit ihm fertig werden können.» Rüdiger Safranski
Rüdiger Safranksi, geboren 1945, lebt als Autor und Privatgelehrter in Berlin. Er wurde mit dem Friedrich-Märker-Preis, dem Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik und dem
Friedrich-Nietzsche-Preis ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.11.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-15181-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,3/2,8 cm
Gewicht 292 g
Auflage 8. Auflage
Verkaufsrang 35509

Kundenbewertungen

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Werde, der du bist !
von Jérôme aus Bad Eilsen am 21.12.2013

Wer diese Biographie über Friedrich Nietzsches Denken zu lesen beginnt, den erwartet eine Reise in die Vergangenheit, zu jener Zeit als sich die Natur in Nietzsche ein Bewusstsein aufschlug und damit die Entfaltung eines Lebewesens einleitete, welches von sich später sagen würde, er sei Dynamit. Safranski beschreibt nun dies... Wer diese Biographie über Friedrich Nietzsches Denken zu lesen beginnt, den erwartet eine Reise in die Vergangenheit, zu jener Zeit als sich die Natur in Nietzsche ein Bewusstsein aufschlug und damit die Entfaltung eines Lebewesens einleitete, welches von sich später sagen würde, er sei Dynamit. Safranski beschreibt nun diese Explosivität eines sich zerberstenden Bewusstseins und lässt den Leser in diese Welt eintauchen, um ihn Schritt für Schritt Nietzsches gedankliche Entfaltung nachvollziehen zu lassen. Eine Entfaltung, welche sich ständig zwischen dem dionysischen und dem apollinischen Lebensprozess bewegt, wobei das erste Prinzip für ihn einen essentiellen Bereich des Lebens darstellt, den er durch das wissenschaftliche Zeitalter bedeckt sieht. Beeinflusst durch Schoppenhauer, der eine Art Urwille in allen Lebewesen walten sieht, baut auch Nietzsche sein Fundament auf einer allem zugrundeliegenden Macht auf. Das Dionysische sieht er als die Quelle allen Lebens, ein Wechselspiel von Werden und Vergehen. Dieses tragische Wechselspiel, wie es Nietzsche in " Die Geburt der Tragödie " darstellte, findet im Apollinischen seinen Gegenpart, welches dem Individuum wieder Gestalt und Form verleiht. Mit Sokrates sieht Nietzsche diese Formverleihung am stärksten ausgeprägt, wodurch sich das Leben von seinem Urgrund immer weiter entfernte und den Beginn der Wissenschaften einleitete. Doch gerade diese Gier nach Wissen lässt das eigentliche Leben verkümmern. Speziell Nietzsches Zeitalter war von einer Expansion des Wissens geprägt, die den Menschen unter dieser Flut an neuen Erkenntnissen regelrecht versinken ließ. Halt suchte Nietzsche daher in der Musik, bei der er das wahre Sein glaubt gefunden zu haben, speziell die Wagnerische, die es vermag den Prozess der Selbstreflexion aufzuheben, um in einem Rauschzustand der kollektiven Entgrenzung das wahre Leben wieder zu spüren. Doch wie lässt sich das Leben vor der Überflutung des Wissens retten, fragt sich Nietztsche. Gerade er, der schon viel zu tief in die Welt des Wissens eingedrungen ist, sieht sich vor der unmöglichen Aufgabe " den Stachel des Wissens gegen sich selbst zu kehren " . Dabei stellt für Nietzsche jede Art von Wissen eine Täuschung des Menschen gegen sich selbst dar. Religion, Gesellschaft, Wissenschaft und Moral stellen für Nietzsche lediglich Versuche dar, mithilfe der Selbsttäuschung den dunklen triebhaften Willen zu sublimieren. Nietzsche will sie nicht beseitigen, aber er will dem Menschen seine selbstgeschaffenen Trugbilder aufzeigen und ihm einen Perspektivwechsel seines Denkes aufzeigen. Es geht Nietzsche um das Ja zur Täuschung. Wir sollen Dichter unseres eigenen Lebens werden und die Welt als ein Kunstwerk betrachten, zu welchem wir unseren Beitrag leisten. Lebe so, als würdest du jeden Augenblick noch einmal genauso leben wollen. Doch dieser pathetische Ton wird sich ändern, er wird von Wille zur Macht, vom Recht des Starken über den Schwachen reden. Viele Theorien, die später vom Nationalsozialismus wieder aufgenommen wurden. Rüdiger Safranski führt uns Schritt für Schritt durch das abenteuerliche Denken Nietzsches, beschreibt aber auch seine fürchterliche Leidensgeschichte. Eine Biographie, für die man sich Zeit nehmen sollte, um Safranski bei der Analysierung Nietzsches auch zu verstehen. Es geht ihm in erster Linie nicht um eine Lebensbeschreibung, sondern um das Denken, wobei denken für Nietzsche leben war.

erhellend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 12.02.2013

Für mich ein extrem erhellendes Buch. Die ganze Tragödie Nietzsches und damit ein Grossteil auch unserer Zivilisation bis heute, wird hier äusserst subtil aufgezeigt. Es ist nicht leichte Kost, es lohnt sich, aufmerksam zu lesen. Schon das Heidegger-Buch von Safranski hat mich hellhörig gemacht auf diesen Autor. Safranski schaff... Für mich ein extrem erhellendes Buch. Die ganze Tragödie Nietzsches und damit ein Grossteil auch unserer Zivilisation bis heute, wird hier äusserst subtil aufgezeigt. Es ist nicht leichte Kost, es lohnt sich, aufmerksam zu lesen. Schon das Heidegger-Buch von Safranski hat mich hellhörig gemacht auf diesen Autor. Safranski schafft es, anhand der Schriften aus der Distanz eine erweiterte Sicht auf unsere Kultur(en) zu eröffnen, wie ich sie selten finde in solchen "Biografien".

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