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Othello

Englisch/Deutsch

Reclams Universal-Bibliothek Band 9830

'Othello', eine der großen Tragödien Shakespeares, war schon bei der Uraufführung (vermutlich im Jahre 1604) ein großer Erfolg und ist unverändert aktuell. Wir heute sehen in dem Stück Bezüge, die Shakespeares Zeitgenossen aufgrund eines völlig anderen Weltbildes noch entgingen.
Diese Ausgabe enthält den englischen Text, eine genaue deutsche Prosaübersetzung, einen Anmerkungsteil und ein Nachwort.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Dieter Hamblock
Seitenzahl 333
Erscheinungsdatum 1986
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-15-009830-1
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 14,9/9,9/1,6 cm
Gewicht 148 g
Übersetzer Dieter Hamblock
Verkaufsrang 20265
Buch (Taschenbuch)
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Im Haß wie in der Liebe
von Polar aus Aachen am 10.09.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eifersucht, Lügen, Intrigen, Leidenschaft, Mord und Vergeltung: wir sind bei Shakespeare. Bei wem sonst? In Othello erweitert er seine Palette um das Thema Rassismus. Wie Menschen, die abgrundtief hassen, der Neid sie zerfrißt, sie sich zurückgestellt fühlen, imstande sind, ein Umfeld so zu beeinflussen, daß es sich gegen einen... Eifersucht, Lügen, Intrigen, Leidenschaft, Mord und Vergeltung: wir sind bei Shakespeare. Bei wem sonst? In Othello erweitert er seine Palette um das Thema Rassismus. Wie Menschen, die abgrundtief hassen, der Neid sie zerfrißt, sie sich zurückgestellt fühlen, imstande sind, ein Umfeld so zu beeinflussen, daß es sich gegen einen richtet, wird uns in unserer Mediengesellschaft immer wieder vorgeführt. Erst frißt sich ein Gerücht in den Verstand und ins Herz, dann folgen erste zarte Anschuldigung, schließlich die massenhafte Verurteilung. Shakespeare zieht bei Othello eine feinere Linie. Er verpflanzt den Haß, setzt Mißtrauen frei, verblendet denjenigen, der beneidet wird, so daß er durch sich selbst zu Fall kommt. Jago benutzt sich der Eifersucht, der Hetze und all der Niedertracht, derer Menschen imstande sind, wenn die Verbitterung in ihnen so tief sitzt, daß ihnen jedes Mittel recht ist, zu diffamieren, zu töten, zu vernichten. Doch Shakespeare ist ein zu kluger Autor, als daß er nicht auch Othello an den Pranger stellt. Warum läßt er es mit sich machen, warum ist er so krankhaft eifersüchtig, warum beraubt er sich dessen, was er am meisten liebt? Shakespeares Antwort ist einfach. Weil er ein Mensch ist. Weil es kein schwarz und weiß gibt. Kein gut und böse.