Die Tagebücher der Anne Frank

Vollständige, textkrit., komment. Ausg. Hrsg.: Niederländ. Staatl. Inst. f. Kriegsdokumentation

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Im März 1945 starb Anne Frank im Alter von fünfzehn Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Gut zwei Jahre später wurde Het Achterhuis. Dagboekbrieven (Das Hinterhaus. Tagebuchbriefe) veröffentlicht. 1950 erschien die deutsche Ausgabe unter dem Titel ›Das Tagebuch der Anne Frank‹; Übersetzungen in Englisch und Französisch folgten. Inzwischen ist das Buch in mehr als dreißig Ländern erschienen und wurde in über sechzehn Millionen Exemplaren verbreitet. Ein Theaterstück stützt sich auf das Tagebuch, das Buch wurde verfilmt.

Mit der neuen textkritischen Ausgabe der Tagebücher der Anne Frank wird erstmals eine vollständige und getreue Wiedergabe dessen vorgelegt, was Anne Frank über mehr als zwei Jahre als Tagebuch niederschrieb. Von diesem Tagebuch gibt es eine erste und eine spätere, von ihr selbst umgeschriebene Version. Um einen Vergleich zu ermöglichen, folgt diesen beiden Versionen der 1950 publizierte Text von ›Das Tagebuch der Anne Frank‹.

Das Niederländische Staatliche Institut für Kriegsdokumentation hat diese Ausgabe mit einer ausführlichen Einleitung versehen, in der auf die Familie Frank eingegangen wird, auf Verhaftung, Verrat, Gefangenschaft und Deportation, auf Anne und ihr Tagebuch, das Zustandekommen von Het Achterhuis und der Übersetzungen. Das Gerichtslaboratorium des Justizministeriums untersuchte Handschriften, Papiere, Leime, Tinten u.ä. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in das Buch aufgenommen, sie weisen überzeugend nach, dass beide Versionen des Tagebuchs von Anne Frank in den Jahren 1942 bis 1944 von ihr selbst geschrieben wurden. Die Anschuldigungen, der Text sei von jemand anderen (vielleicht sogar nach dem Krieg) verfasst worden, sind somit unzweifelhaft widerlegt.

Die vollständigen Texte Anne Franks vermitteln ein detailliertes Bild, sowohl von ihrer Entwicklung vom dreizehnjährigen zum fünfzehnjährigen Mädchen, als auch von ihrer Gedankenwelt und ihrer Entwicklung zur Schriftstellerin. Anne Franks Tagebücher liegen jetzt als gesichertes historisches Dokument vor. Der Niederländische Staat, der die Ausgabe erarbeiten ließ, begründete durch den Minister für Unterricht und Wissenschaften Dr. A. Pais die Herausgabe mit den Worten: 'Die Publikation des Tagebuchs betrachte ich ganz entschieden als eine Ehrenbezeugung für Anne Frank und die mehr als eine Million jüdischer Kinder, die im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden.'
Portrait
Anne Frank, am 12. Juni 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren, flüchtete 1933 mit ihren Eltern nach Amsterdam. Nachdem die deutsche Wehrmacht 1940 die Niederlande überfiel und besetzte, 1942 außerdem Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung in Kraft traten, versteckte sich die Familie Frank in einem Hinterhaus an der Prinsengracht. Die Familie und ihre Mitbewohner wurden im August 1944 verraten und nach Auschwitz verschleppt. Anne Frank und ihre Schwester Margot starben infolge von Entkräftung und Typhus im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr genauer Todestag ist nicht bekannt.

Mirjam Pressler, geboren 1940 in Darmstadt, besuchte die Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main und lebt heute als Übersetzerin und Schriftstellerin in der Nähe von München. Sie ist die Übersetzerin des Tagebuchs der Anne Frank, hat eine Biographie Anne Franks veröffentlicht (›Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank‹) und mit großem Erfolg insgesamt fast vierzig Bücher publiziert. Mirjam Pressler ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, so u.a. 1995 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für ›Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen‹, 2001 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache, 2002 mit dem Deutschen Bücherpreis (Kinderbuch) für ›Malka Mai‹, 2004 mit dem Deutschen Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk, 2010 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis Sonderpreis Gesamtwerk und 2015 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse sowie dem Internationalen Literaturpreis in der Kategorie Übersetzung.

Literaturpreise:

Shortlist Hans Christian-Andersen-Preis 2016

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber H. J. J. Hardy
Seitenzahl 892
Erscheinungsdatum 01.09.1988
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-076710-3
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 27,6/18,4/5,5 cm
Gewicht 1551 g
Originaltitel xxx
Abbildungen 1988. mit 110 Abbildungen und Dokumenten. 27,5 cm
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Mirijam Pressler
Verkaufsrang 94.788
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