Petrowitsch

Roman.

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Der junge Geschichtslehrer Kolja gerät auf der Suche nach den geheimen Tagebüchern des ukrainischen Vorzeigedichters Taras Schewtschenko in die kasachische Wüste, wo er bei einem Sandsturm fast umkommt. Ein alter Kasache und seine beiden Töchter retten ihm das Leben. Doch das ist erst der Anfang einer langen Reise – und einer zarten Liebesgeschichte.
Portrait
Andrej Kurkow wurde am 23.4.1961 in St. Petersburg (Leningrad) geboren, lebt aber seit seiner Kindheit in Kiew. Schon als Siebzehnjähriger wurde er mit seinen Kurzgeschichten zum Vorlesen bei Hochzeiten und anderen Festen eingeladen. Er absolvierte das Kiewer Fremdspracheninstitut (neben Englisch und Japanisch spricht er noch 9 weitere Sprachen) und wollte Diplomat werden, was ihm aber mangels Beziehungen nicht gelang. Als Student hatte er eine Kakteenzucht mit einigen hundert verschiedenen Pflanzen - die ihm aber alle eingingen, als er sich verliebte. Nach dem Studium arbeitete er kurz als Herausgeber einer Ingenieurszeitschrift, bis er den Chefredakteur bei einem Plagiat erwischte. Es folgte der Militärdienst, den er als Gefängniswärter im Gefängnis von Odessa ableistete. Danach wurde er Kameramann und begann, Drehbücher zu schreiben. Seit 1996 ist er freier Mitarbeiter bei Radio und Fernsehen und freier Schriftsteller. Nach seinen Drehbüchern wurden bisher 17 Filme gedreht, neben vielen Erzählungen, die in Literaturzeitschriften abgedruckt waren, hat er bisher 4 Kinderbücher und 4 Romane veröffentlicht.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 443
Erscheinungsdatum 30.08.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23322-3
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18/11,6/2,5 cm
Gewicht 327 g
Originaltitel Dobryi angel smerti
Auflage 3
Übersetzer Christa Vogel
Verkaufsrang 42.363
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Wundervoll
von Markus Riedelsheimer aus Ingolstadt am 10.02.2010

Inhaltlich geht es nun um den ehemaligen Geschichtslehrer Kolja, wohnhaft in Kiew, der bei seinem Umzug in eine Einzimmerwohnung Aufzeichnungen des ukrainischen Dichters Taras Schewtschenko findet. Jene deuten auf einen „Schatz“ hin, den dieser während seiner Militärzeit in der kasachischen Wüste vergraben hätte. Kolja, der gebbürtiger Russe ist, macht... Inhaltlich geht es nun um den ehemaligen Geschichtslehrer Kolja, wohnhaft in Kiew, der bei seinem Umzug in eine Einzimmerwohnung Aufzeichnungen des ukrainischen Dichters Taras Schewtschenko findet. Jene deuten auf einen „Schatz“ hin, den dieser während seiner Militärzeit in der kasachischen Wüste vergraben hätte. Kolja, der gebbürtiger Russe ist, macht sich daraufhin auf die abenteuerliche Suche. Nach einer absurden Hinreise kommt Kolja fast in der Wüste um und wird von einem kasachischen Nomaden gerettet, dessen Tochter er schließlich zur Frau nimmt. Gemeinsam erreichen sie die Überreste der Festung, müssen sich aber mit ukrainischen „Geheimagenten“ und sonstigen unsympathischen Zeitgenossen herumschlagen. Schließlich kann man sich doch einigen und mit Hilfe des „Obersts“, Pjotr und Galina gelingt es Ihnen doch den „Schatz“ in die Ukraine zu transportieren. Die Rückreise verläuft ähnlich wie die Hinreise sehr chaotisch und aufregend. Kurkow geht es meiner Meinung nach in diesem Roman jedoch nicht wirklich um die Rahmenhandlung. Vielmehr ist dieser Roman ein Aufruf zur Menschlichkeit und eine klare Absage an jede Form des übertriebenen Nationalismus. Zunächst könnte der Leser geneigt sein, das fantastische Element dieser Erzählung (der „Schatz“ entpuppt sich als Wüstensand mit Zimtgeruch, der alle nationalen Differenzen der Menschen untereinander beseitigt) als einfaches Stilelement, um die Botschaft der Menschlichkeit zu tragen, abzuwerten. Im Verlauf des Romans verliert eben dieser Sand jedoch immer mehr an Bedeutung. An seine Stelle tritt das Verhältnis der fünf Hauptpersonen zueinander. Dabei unterstützt Kurkow dies immer wieder durch Nebenhandlungen, die den satirischen, gesellschaftskritischen Teil seiner Erzählung verdeutlichen. Kolja ist eigentlich auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens, den er am Ende am ehesten in der Liebe findet, doch das Buch endet und eigentlich sind alle Fragen immer noch offen (Was ist das Geheimnis des Sandes ? Welche Rolle spielt der ukrainische „Geheimdienst“ ? Und so weiter). Es wird nicht geklärt, welchen Sinn diese Reise eigentlich hatte. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für zeitgenössische russische Literatur oder für satirische Romane mit einem Hauch von Phantastik interessiert. Weiter so Herr Kurkow !!