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Buddenbrooks. Sonderausgabe

Verfall einer Familie

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»Es ist eine hervorragende Arbeit, redlich, positiv und reich«, urteilte S. Fischers Lektor Moritz Heimann nach der Lektüre des Manuskripts über Thomas Manns, ersten Roman, seinen wohl am meisten gelesenen, am meisten verbreiteten. ›Verfall einer Familie‹ - sein Untertitel scheint ihn einzureihen in eine bestimmte Gattung, aber »der Zug zum Satirischen und Grottesken«, der darin steckt, hebt ihn zugleich davon ab, gibt ihm einen eigenen Charakter, eigene Wirkung bis in die Gegenwart. Thomas Mann erzählt nur wenig verschlüsselt die Geschichte seiner Familie und ihrer Stellung in der Vaterstadt Lübeck, soweit er sie nachvollziehen, in Einzelheiten überblicken konnte, ja sogar noch miterlebt hat. Verwandte, Honoratioren und markante Persönlichkeiten seiner Jugend werden integriert. Den meisten Raum nimmt das Leben Thomas Buddenbrooks ein - »ein modernes Heldenleben«; sein Sohn Hanno wird einen langen Strich unter die Genealogie der Familie setzen und sich rechtfertigen mit den Worten: »Ich glaubte ... ich glaubte ... es käme nichts mehr ...« In den mehr als hundert Jahren seit seinem ersten Erscheinen hat der Roman unzählige Menschen in seinen Bann gezogen und hat bis heute nichts an Charme und Aktualität eingebüßt.
Portrait
Mann, Thomas
Thomas Mann, 1875 - 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 758
Erscheinungsdatum 01.10.1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-348124-2
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 19,6/13,4/5 cm
Gewicht 730 g
Auflage 13. Auflage
Verkaufsrang 53.049
Buch (gebundene Ausgabe)
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In Lübeck und um Lübeck herum
von Polar aus Aachen am 05.01.2008

Der Deutschen liebstes Kind. Wenn von Literatur geschwärmt, Lieblingsbücher genannt werden sollen, taucht auf vielen Listen Thomas Manns Buddenbrooks auf. Oftmals ist das Erfolgskonzept dieses Familienromans kopiert worden, ohne jedoch jenen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen, den Thomas Mann mit dem Erscheinen zu Anfang des 19. Jahrhunderts erzielte. Nicht nur... Der Deutschen liebstes Kind. Wenn von Literatur geschwärmt, Lieblingsbücher genannt werden sollen, taucht auf vielen Listen Thomas Manns Buddenbrooks auf. Oftmals ist das Erfolgskonzept dieses Familienromans kopiert worden, ohne jedoch jenen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen, den Thomas Mann mit dem Erscheinen zu Anfang des 19. Jahrhunderts erzielte. Nicht nur zur rechten Zeit, am richtigen Ort angesiedelt auch von jener leichten Hand erzählt, die seinen späteren Romanen abhanden kommt. Der Verfall einer Familie, wie er es nennt, spiegelt die deutsche Seele von Standesbewusstsein, Aufbegehren und bürgerlicher Sicht auf die Welt, die Politik, die Gesellschaft, die Liebe. Wie leichtfertig wird das alles verspielt, wenn man nicht auf sich achtet. Dass dies nicht mal der Familie Buddenbrook gelingt, macht sie für uns so sympathisch. Die erste Generation baut auf, die zweite sichert, die dritte verspielt. Auch die Anfänge des 19. Jahrhunderts litten unter den globalen, wirtschaftlichen Veränderungen ihrer Zeit. Ein Fakt, dem sich jede Generation immer wieder stellen muß. so dass die Geschichte der Buddenbrooks hochaktuell bleibt, zumal Thomas Mann sie in Gesichter kleidet, die facettenreich und unterhaltsam sind. Ob die zwanziger, die fünfziger, die achtziger Jahre oder gleich das neue Jahrtausend, die Leser finden sich in einer der Personen wieder und gleiten an ihrer Hand durch den Roman. Wenn man sich fragt, was ein Buch braucht, um den Tod seines Autors zu überleben, darf man es hier ruhig immer wieder nachlesen.