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Top Dogs

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Widmers Königsdrama über die Kündigungskultur wird in aller Welt gespielt.

"Das Thema könnte brisanter gar nicht sein: Es heißt: strukturelle Arbeitslosigkeit – es ist das Dilemma der westlichen Industrie- und Wohlstandsgesellschaft. Doch anders als sonst wird das Thema ganz vom Kopf her aufgezäumt. Nicht um Underdogs geht es hier, sondern um TOP DOGS. Um Spitzenmanager also, die im Zuge global bedingter Umstrukturierungen entlassen wurden und die sich jetzt, zwecks Schockabfederung, Enttäuschungsverarbeitung und späterer beruflicher Reintegration, in einem Züricher Outplacement-Büro zusammengefunden haben.
Wichtig ist der Perspektivenwechsel. Präsentiert wird ein Königsdrama der Wirtschaft, nicht ein Kleine-Leute-Stück. Das bugsiert das Spiel aus den Grauzonen der üblichen Sozialreportage heraus, sichert ihm überraschende Einsichten – und Witz: Ein klein wenig Schadenfreude, natürlich, ist auch dabei – schon tröstlich zu wissen, dass es auch `die da oben´ jederzeit treffen kann. Lachend, bestens unterhalten, aber immer wieder auch in Beklommenheit begreifen wird: Da ist etwas faul, nicht nur im Staate Helvetia; da bahnt sich weltweit ein ziemlich wölfischer Kapitalismus seinen Weg – in seiner Inhumanität notdürftig getarnt hinter den phraseologischen Fassaden eines dynamischen Neoliberalismus; da wird der Mensch, sofern er nicht gerade als Verbraucher benötigt wird, zunehmend überflüssig; da müssen Manager nicht nur ihre Untergebenen, sondern am Schluss auch sich selbst entlassen – das ist die groteske Logik der Ökonomie. Die Globalisierung frisst ihre Kinder." (Gerhard Jörders Preisrede auf TOP DOGS beim Berliner Theatertreffen 1997)
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 90
Erscheinungsdatum 06.12.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-88661-189-8
Reihe Theaterbibliothek
Verlag Verlag der Autoren
Maße (L/B/H) 18,5/11,3/1,2 cm
Gewicht 130 g
Auflage 25. Auflage
Verkaufsrang 1.348
Buch (Taschenbuch)
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Auch Topmanager kann es treffen: die Arbeitslosigkeit. Ein Wirtschaftstheaterstück von Herrn Widmer, beeindruckend und so wahr. Auch Topmanager kann es treffen: die Arbeitslosigkeit. Ein Wirtschaftstheaterstück von Herrn Widmer, beeindruckend und so wahr.

Kundenbewertungen

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Alles bestens
von einer Kundin/einem Kunden aus Griesheim am 23.03.2018

Eine online Einkauf, den man sich besser nicht wünschen kann! Schnell, reibungslos und unkompliziert, sehr gerne wieder. Und das Buch ist sowieso lesenswert, keine Frage!

"Schenken Sie Ihre Krawatte dem nächsten Obdachlosen"
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„Es ist vorbei mit den fetten Jahren“ heißt es auf der „Gipfeli-Konferenz“ der „New Challenge Company“, die entlassene Top Dogs aus dem Management zur optimalen Replatzierung coacht und jedem über seiner Verzweiflung, Wut und Tränen ein neues Verständnis des „Lead, follow or get out of the way“ einprägt. –... „Es ist vorbei mit den fetten Jahren“ heißt es auf der „Gipfeli-Konferenz“ der „New Challenge Company“, die entlassene Top Dogs aus dem Management zur optimalen Replatzierung coacht und jedem über seiner Verzweiflung, Wut und Tränen ein neues Verständnis des „Lead, follow or get out of the way“ einprägt. – Die mit betriebswirtschaftlichem Vokabular gespickten Szenen aus dem Hinterraum der Businesswelt sind teils zum Schreien komisch dargestellt, auch wenn im „Theater“ mitunter die Realität anklopft!

Kastensturz
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Vermutet haben wir es schon lange, auch wenn wir es nicht gerne wahrhaben wollen. Immer dann wenn uns ein Kredit nicht gewährt, Arbeitsplatzabbau begründet, die Globalisierung verteidigt wurde, blieb als einziger Trost die Hoffnung, dass die da oben irgendwann auch an der Reihe wären. Top Dogs zeigt: Manager sind... Vermutet haben wir es schon lange, auch wenn wir es nicht gerne wahrhaben wollen. Immer dann wenn uns ein Kredit nicht gewährt, Arbeitsplatzabbau begründet, die Globalisierung verteidigt wurde, blieb als einziger Trost die Hoffnung, dass die da oben irgendwann auch an der Reihe wären. Top Dogs zeigt: Manager sind auch nur Menschen, man sieht es ihnen nur nicht an. Ihr Charakter verschwindet unter gestärkten Oberhemden und in Einheitsanzügen. Einmal vor die Tür gesetzt beginnt bei Ihnen genauso das Lamentieren, Klagen, Jammern wie bei allen anderen Arbeitslosen. Allerdings erscheint ihr Sturz umso gravierender, da sie sich lange Zeit im Olymp, unangreifbar wähnten. Urs Widmer hat dieses Drama um Macht und Scheitern humorvoll eingekleidet. Seine Helden werden zwar bloßgestellt, aber erwirken sofort Mitleid. Das Drama als Tragödie des nach Einfluss und Macht gierenden Entscheidungsträgers, über dessen Kopf hinweg entschieden worden ist. Wenn ich es gewohnt bin, Mitarbeiter zu führen, mit ausgestrecktem Finger in die Zukunft zu weisen, ist es bitter, miterleben zu müssen, dass es eine Zukunft ohne mich gibt. Die Selbsthilfegruppe, die Widmer für sie als Auffangbecken ins Leben ruft, hat viel zu tun. Die Schicksale scheinen so unterschiedlich zu sein und bleiben im Kern dieselben. Man wird nicht mehr gebraucht. Wer ist man überhaupt, wenn man nicht mehr mitspielen darf? Gibt es ein Leben nach der Abfindung? Mit Widmer gehen wir auf die Suche danach.