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Die Päpstin

Roman

Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes - wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.
Rezension
"Donna W. Cross erzählt Johannas Geschichte als spannendes und historisch glaubwürdiges Beispiel einer unglaublichen Emanzipationsgeschichte." Brigitte "Ein spannender Roman um eine außergewöhnliche Frauengestalt." Neue Osnabrücker Zeitung "Ein packender Historienwälzer." Rhein-Zeitung
Portrait
Donna Woolfolk Cross wurde in den vierziger Jahren in New York geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrem Studium arbeitete sie unter anderem in der Verlagsbranche. Heute lebt sie einige Autostunden nördlich der Großstadt im Bundesstaat New York und lehrt "Writing" am Onondaga College. "Die Päpstin" ist der erste Roman der Autorin, ihre vorausgegangenen Publikationen waren Sachbücher, die sich mit den Themen Gesprächstraining und Kommunikation befassten.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 585
Erscheinungsdatum 01.03.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-1400-7
Verlag Aufbau TB
Maße (L/B/H) 19,1/11,7/3,6 cm
Gewicht 405 g
Originaltitel Pope Joan
Auflage 57. Auflage
Übersetzer Wolfgang Neuhaus
Verkaufsrang 25711
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Außenseiterin kämpft sich an die Macht

Franziska Schrader, Thalia-Buchhandlung Essen

Von diesem Buch habe ich mich einsaugen lassen. Die Lebensgeschichte der Päpstin Johanna wird so mitreißend erzählt, dass ich das Buch nur schwer zur Seite legen konnte. Die Geschichte des außerordentlich begabten und willensstarken Mädchens Johanna kommt ohne Längen aus und gibt einen spannenden Einblick in die mittelalterliche Welt. An manchen Stellen fehlte es mir an emotionaler Tiefe und die Charaktere waren meistens eher „schwarz oder weiß“ als nah an der doch eigentlich immer grau abgestuften Realität. Zugegebenermaßen lebt die Geschichte jedoch ein bisschen hiervon: letztlich geht es um einen Underdog, den man entgegen aller Wahrscheinlichkeiten siegen sehen will.

Spannend und ergreifend

Nicole Hoffstaetter, Thalia-Buchhandlung Vaihingen

Der Leser folgt Johanna ihr ganzes Leben und das ist geprägt von Mut, Entbehrungen, Intrigen, Liebe und Verrat. Angelehnt an historische Ereignisse ergründet Cross die Legende um Päpstin Johanna und wirft sehr glaubhaft die Frage nach deren Wahrheitsgehalt auf. Durch eine Vielzahl von emotional geladenen Stationen - das Elternhaus, Schule, Kloster und Vatikan - begleiten wir unseren Hauptcharakter und fiebern immer mehr mit. So spannend, dass es kaum möglich ist dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Und plötzlich will man wissen, was denn nun WIRKLICH geschehen ist...

Kundenbewertungen

Durchschnitt
60 Bewertungen
Übersicht
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Ein fesselnder historischer Roman mit interessantem Nachwort zu der Frage, ob es die Päpstin wirklich gab
von Eberhard Landes am 10.01.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein fesselnder historischer Roman, der sehr anschaulich erzählt, wie eine junge Frau unter schwierigsten Umständen im frühen Mittelalter bis ins allerhöchste Kirchenamt gelangte. Die Autorin malt ein sehr stimmungsvolles Bild, so dass sich der Leser in diese grausame Zeit sehr gut reinversetzen kann. Gegen unglaubliche Widerstän... Ein fesselnder historischer Roman, der sehr anschaulich erzählt, wie eine junge Frau unter schwierigsten Umständen im frühen Mittelalter bis ins allerhöchste Kirchenamt gelangte. Die Autorin malt ein sehr stimmungsvolles Bild, so dass sich der Leser in diese grausame Zeit sehr gut reinversetzen kann. Gegen unglaubliche Widerstände hat Johanna von Ingelheim sich Bildung erworben. Frauen waren nichts wert, damals im 9. Jahrhundert, und es war gar eine Sünde, wenn sie etwas lernen wollten. So ist Johanna denn als Mönch Johannes Anglicus einen sehr steinigen Weg gegangen. Ein phantastisches Buch. Zudem ein großartiges Buch, denn bei aller Phantasie, die die Schriftstellerin investieren musste und investiert hat, ist mit der Päpstin möglicherweise ja doch historische Wahrheit verbunden. Letzerem widmet sich die Verfasserin in einem ausführlichen Nachwort zu dem Roman auf interessante Weise. Meine Bewertung lautet "sehr lesenswert".

Die Päpstin
von einer Kundin/einem Kunden aus Geldern am 04.01.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Sehr spannend und flüssig geschrieben. Das Buch vermittelt sehr anschaulich die Haltung der Kirche im frühen Mittelalter. Empfehlenswert zu lesen, gerade in unserer heutigen Zeit.

Faszinierend ...
von Cora Lein aus Berlin am 24.03.2014

Inhalt: Die junge Johanna will mehr. Sie möchte unter den gleichen Bedingungen, wie die Männer in ihrem Zeitalter, groß werden und lernen. Mit ihrem klugen Verstand und wachem Geist, versucht sie durch Maskerade und Taktik ihr Möglichstes … Schreibstil: Der Ausdruck ist einfach und somit lässt sich das Buch schnell und einf... Inhalt: Die junge Johanna will mehr. Sie möchte unter den gleichen Bedingungen, wie die Männer in ihrem Zeitalter, groß werden und lernen. Mit ihrem klugen Verstand und wachem Geist, versucht sie durch Maskerade und Taktik ihr Möglichstes … Schreibstil: Der Ausdruck ist einfach und somit lässt sich das Buch schnell und einfach lesen. Was mich immer wieder verwirrte, waren Wortwidersprüche. So vermischt Cross Meilen / Kilometer und ändert dann noch historische Fakten – dies natürlich zugunsten des Romans Charaktere: Johanna symbolisiert für mich eine sehr starke Frau, die für alle Frauen vergangener und kommender Epochen steht. Sie kann sehr viel und nutzt ihren Verstand um Gleichstellung / Gleichberechtigung zu erzielen. Die Männer im Buch kommen zum größten Teil nicht gut weg. So sind sie doch davon überzeugt, dass sie die einzig wahren sind – zum größten Teil ist dem, gerade in der kath. Kirche, immer noch so. Schade, aber wohl nicht zu ändern. Umso mehr habe ich mich über die wenigen Ausnahmen gefreut. Es ist genau die Art von Männern, die den Geist bzw. das Wesen eines Menschen gesehen und nicht auf das Äußere geachtet haben. Es sollte mehr Menschen (egal ob männlich oder weiblich) dieser Art geben. Cover: Mit dem Cover kann ich irgendwie gar nichts anfangen. Es ist mir zu “rot” und wirkt eher aggressiv und vernichtend. Fazit: Ein sehr schöner Roman, über die stärken des Willens, den ich an Leser von historischen Büchern empfehlen würde. Einzig die Verdrehung der historischen Fakten ist mir ein kleiner Dorn im Auge. Und ob Johanna nun wirklich auf dem Papststuhl saß, das werden wir wohl nie erfahren – sämtliche Dokumentationen, Bücher und Schriften werden wohl immer widersprüchlich ausgelegt werden. Ich denke daher, dass sich Leser, die sich gerne mit Mythen und starken Persönlichkeiten beschäftigen, mit “Die Päpstin” eine eindrucksvolle Lesezeit bescheren können