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Das Gewicht der Welt

Ein Journal. November 1975-März 1977


Die Arbeitsmoral dieser exemplarischen Aufzeichnungen ist ihre Genauigkeit, die, selbst wo sie aus der Verzweiflung kommt, eine Art von Freundlichkeit ist gegenüber der Welt. Was hier niedergeschrieben wurde, will nicht zur Nachahmung anstiften; aber man kann daraus leben lernen.

Portrait
Peter Handke wird am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Zwischen 1954 und 1959 besucht Handke das Gymnasium in Tanzenberg (Kärnten) und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur im Jahr 1961 studiert er in Graz Jura. Im März 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman Die Hornissen. Im selben Jahr 1966 erfolgt die Inszenierung seines inzwischen legendären Theaterstücks Publikumsbeschimpfung in Frankfurt am Main in der Regie von Claus Peymann.

Seitdem hat er mehr als dreißig Erzählungen und Prosawerke verfaßt, erinnert sei an: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970), Wunschloses Unglück (1972), Der kurze Brief zum langen Abschied (1972), Die linkshändige Frau (1976), Das Gewicht der Welt (1977), Langsame Heimkehr (1979), Die Lehre der Sainte-Victoire (1980), Der Chinese des Schmerzes (1983), Die Wiederholung (1986), Versuch über die Müdigkeit (1989), Versuch über die Jukebox (1990), Versuch über den geglückten Tag (1991), Mein Jahr in der Niemandsbucht (1994), Der Bildverlust (2002), Die Morawische Nacht (2008), Der Große Fall (2011), Versuch über den Stillen Ort (2012), Versuch über den Pilznarren (2013). 

Auf die Publikumsbeschimpfung 1966 folgt 1968, ebenfalls in Frankfurt am Main uraufgeführt, Kaspar. Von hier spannt sich der Bogen weiter über Der Ritt über den Bodensee 1971), Die Unvernünftigen sterben aus (1974), Über die Dörfer (1981), Das Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land (1990), Die Stunde da wir nichts voneinander wußten (1992), über den Untertagblues (2004) und Bis daß der Tag euch scheidet (2009) über das dramatische Epos Immer noch Sturm (2011) bis zum Sommerdialog Die schönen Tage von Aranjuez (2012) zu Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße (2016).

Darüber hinaus hat Peter Handke viele Prosawerke und Stücke von Schriftsteller-Kollegen ins Deutsche übertragen: Aus dem Griechischen Stücke von Aischylos, Sophokles und Euripides, aus dem Französischen Emmanuel Bove (unter anderem Meine Freunde), René Char und Francis Ponge, aus dem Amerikanischen Walker Percy.

Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Die Formenvielfalt, die Themenwechsel, die Verwendung unterschiedlichster Gattungen (auch als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur ist Peter Handke aufgetreten) erklärte er selbst 2007 mit den Worten: »Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.«

2019 wurde Peter Handke mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 284
Erscheinungsdatum 01.05.1979
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-37000-1
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 17,6/10,8/1,7 cm
Gewicht 173 g
Auflage 9. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 22.10.2011

Für mich der beste Sammelband "alltäglicher Wahrnehmungen" von Handke. Viele der Absätze hab ich 1977, als das Buch erschien, angestrichen und oft darin geschmöckert und nun nochmals vollständig gelesen. Dabei erschien es mir zeitlos, weil auch heute irgendwie aktuell und wohl auch in einigen Jahren weiterhin. Bemerkungen, Beoba... Für mich der beste Sammelband "alltäglicher Wahrnehmungen" von Handke. Viele der Absätze hab ich 1977, als das Buch erschien, angestrichen und oft darin geschmöckert und nun nochmals vollständig gelesen. Dabei erschien es mir zeitlos, weil auch heute irgendwie aktuell und wohl auch in einigen Jahren weiterhin. Bemerkungen, Beobachtungen in kurzen Abschnitten, die nur jemand registrieren kann, der eben den "Sensor" dafür besitzt. was man ja nicht von allen Menschen erwarten kann. Darum bin ich diesem Autor dankbar für solche Veröffentlichungen, die einem neue Blickwinkel eröffnen können. Das ist sehr bereichernd, auch in Finanzkrisen...