Warenkorb

Der geteilte Himmel

Erzählung

Eine Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung.

Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongreß in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glauben, daß Rita ihm folgen wird. Sie muß eine Entscheidung treffen, die sie in eine tiefe Krise stürzt.

Portrait
Christa Wolf wurde am 18. März 1929 als Tochter eines Kaufmanns in Landsberg/Warthe geboren. Sie studierte in Jena und Leipzig Germanistik, arbeitete als Verlagslektorin und lebte bis zu ihrem Tod am 1. Dezember 2011 als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 01.07.1973
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-00915-7
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,3/12,2/1,7 cm
Gewicht 205 g
Auflage 40. Auflage
Verkaufsrang 20173
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
9,90
9,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
0
0
2
0
0

Christa Wolf: Der geteilte Himmel
von einer Kundin/einem Kunden aus H. am 19.07.2011

Als Rita Manfred kennenlernt, ist ihr weiterer Lebenslauf zunächst deutlich vorgezeichnet: Sie arbeitet in einem regionalen Büro einer Versicherungsanstalt der DDR. Kaum jemand verirrt sich dorthin, weder in ihr Dorf, noch in das Büro, das sie alleine betreut. Sie ist 19, als sie Manfred das erste Mal trifft und war noch nie zuv... Als Rita Manfred kennenlernt, ist ihr weiterer Lebenslauf zunächst deutlich vorgezeichnet: Sie arbeitet in einem regionalen Büro einer Versicherungsanstalt der DDR. Kaum jemand verirrt sich dorthin, weder in ihr Dorf, noch in das Büro, das sie alleine betreut. Sie ist 19, als sie Manfred das erste Mal trifft und war noch nie zuvor verliebt. Manfred kommt aus der Großstadt, ist Chemiker und älter als Rita. Er ist fasziniert von seinem "braunen Fräulein" und überredet sie, mich ihm zu kommen, das Dorf hinter sich zu lassen und vor Ort in einer Fabrik zu arbeiten, damit sie für die Lehrerinnenausbildung zugelassen wird. Sie willigt ein und lernt dort kennen, was es heißt nach der sozialistischen Planwirtschaft zu arbeiten, in der die Ressourcen knapp und der Wille gering ist; allein ihren Glauben an den Sozialismus kann dies nicht erschüttern. Manfred glaubt widerum schon lange nicht mehr an den Sozialismus - einer der vielen Unterschiede, von denen ihre Beziehung beprägt wird -, ist seine durch den Krieg zerrüttete Familie satt und beschließt nach einem Chemikerkongress in Westberlin nicht wieder in die DDR zurückzukehren. Für Rita bricht eine Welt zusammen. Nicht nur, dass Manfred sie verlässt, auch dass er nicht gewillt ist, die Anstrengungen auf sich zu nehmen, die für den Aufbau einer besseren Gesellschaft notwendig sind, kann sie nicht verstehen. Sie bleibt zurück. Wolfs frühe Erzählung berichtet von einem Paar, das sich liebt, obwohl sie grundverschieden sind - und das durch die deutsche Teilung und die ideologischen Konflikte der Nachkriegszeit endgültig getrennt wird. Lesenswert ist es nicht nur, um einen literarischen Rückblick auf die deutsche Nachkriegsgeschichte zu gewinnen, sondern auch, weil Der geteilte Himmel zudem ein frühes Zeugnis Christa Wolfs Erzählkunst ist, die in späteren Jahren vielfach gerühmt wird.

Interessant, aber auch anspruchsvoll...
von Yume83 aus Brandenburg am 27.07.2005

Ohne Köpfchen geht bei Christa Wolf nichts. In "Der geteilte Himmel" entführt sie uns in das Berlin der 1960er Jahre. Die Geschichte um Rita und Manfred ist gespickt mit Prosa und deshalb auch nicht immer einfach...Dennoch ist es interessant deren Lebensgeschichten zu folgen...