Der Golem

Roman

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Der Klassiker der phantastischen Literatur
»Ungefähr alle dreiunddreißig Jahre begibt es sich nämlich, daß ein vollkommen fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus aus der Richtung der Altschulgasse her durch die Judenstadt schreitet und plötzlich - unsichtbar wird.« So erzählt man sich in der Prager Judenstadt. Die Legende vom Golem ist lebendig, noch dreihundert Jahre nachdem sich der hohe Rabbi Loew im späten 16. Jahrhundert den künstlichen Gehilfen schuf. Und nicht nur die Legende lebt: Eines Tages bringt ein fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus dem Gemmenschneider Athanasius Pernath ein Buch mit einer kostbaren goldenen Initiale zur Reparatur. Pernaths Erinnerungsvermögen beginnt ihm seltsame Streiche zu spielen. Das Aussehen des Besuchers ist in seinem Gedächtnis wie ausgelöscht. Um es sich zu vergegenwärtigen, spielt er dessen Ankunft nach. Da kehrt die Erinnerung zurück - und mehr noch: Der Fremde ergreift von ihm Besitz. Der Text folgt der ersten Buchausgabe (Leipzig 1915).Mit einem Nachwort und einer Zeittafel von Ulrike Ehmann.

Portrait

Gustav Meyrink (eigtl. Meyer) wurde am 19. Januar 1868 in Wien geboren. Nach der Tätigkeit als Bankier in Prag 1889-1902 lebte er ab 1905 als freier Schriftsteller in München. Meyrink gilt mit seinen bekannten Romanen ›Der Golem‹, ›Das grüne Gesicht‹ und ›Der weiße Dominikaner‹ als Klassiker der phantastischen Literatur. In sein Werk gingen mystische und kabbalistische Elemente ein, er selbst konvertierte 1927 zum Mahanja-Buddhismus. Er starb 1932 in Starnberg.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 01.01.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14074-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/2,3 cm
Gewicht 259 g
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Vanessa Pludra, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein sehr eindrucksvolles Buch, das besonders mit seiner dichten, düsteren und mysteriösen Atmosphäre total überzeugen kann. Zu Recht ein bedeutender Klassiker! Ein sehr eindrucksvolles Buch, das besonders mit seiner dichten, düsteren und mysteriösen Atmosphäre total überzeugen kann. Zu Recht ein bedeutender Klassiker!

„Da macht man Urlaub in Prag,“

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

sieht sich das Judenviertel an und fühlt sich endlich bereit, den Golem zu lesen. Ganz zu Anfang sei bemerkt, das ich mit expressionistischen Romanen schon immer meine Probleme hatte. Aber dieser ist wirklich toll. Verworren, gespenstrisch, düster und auch esoterisch. Man sieht die Gestalten durch das alte Prag ziehen und weiß nicht, ist dies alles wahr oder nur ein Traum. Unbedingt lesen. sieht sich das Judenviertel an und fühlt sich endlich bereit, den Golem zu lesen. Ganz zu Anfang sei bemerkt, das ich mit expressionistischen Romanen schon immer meine Probleme hatte. Aber dieser ist wirklich toll. Verworren, gespenstrisch, düster und auch esoterisch. Man sieht die Gestalten durch das alte Prag ziehen und weiß nicht, ist dies alles wahr oder nur ein Traum. Unbedingt lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
6
1
0
2
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von einer Kundin/einem Kunden aus Gotha am 22.11.2016
Bewertet: anderes Format

Pflichtlektüre für Golem- Interessierte, aber ich habe nicht so richtig Zugang dazu gefunden. Langatmig geschrieben, verschachtelte Sätze und wenig Handlung.

von Undine Herr aus Gotha am 13.06.2016
Bewertet: anderes Format

Pflichtlektüre für Golem- Interessierte, aber ich habe nicht so richtig Zugang dazu gefunden. Langatmig geschrieben, verschachtelte Sätze und wenig Handlung.

Okkultes Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Meltingen am 25.08.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Golem ist ein Meisterwerk, das seinesgeleichen sucht. Meyrink vermischt Traum und Wachzustand, Bewusstsein und Unbewusstes, Magie und Alltag zu einer ergreifenden, von verschiedenen Schicksalen berichtenden Suche eines Einsamen nach Wahrheit und Erlösung. Der "Golem" ist dabei nur am Rande die Sagengestalt der chassidischen Legenden, es geht um viel... Der Golem ist ein Meisterwerk, das seinesgeleichen sucht. Meyrink vermischt Traum und Wachzustand, Bewusstsein und Unbewusstes, Magie und Alltag zu einer ergreifenden, von verschiedenen Schicksalen berichtenden Suche eines Einsamen nach Wahrheit und Erlösung. Der "Golem" ist dabei nur am Rande die Sagengestalt der chassidischen Legenden, es geht um viel tiefere Geheimnisse, wie der Protagonist bald herausfindet. In den gewundenen, verwirrenden Gassen des Ghettos in Prag irrt er von einer seltsam-obskuren Begebenheit zur nächsten, von einem Schritt zum nächsten. Dieses Werk ist meisterhaft in der Dramaturgie, in der Charakterzeichnung und in der Verschmelzung von Gegensätzlichem. Wirklich grossartig ist es aber in der okkulten Tiefe, die es nach und nach offenbart. Ich habe es zum vierten Mal gelesen und jedes mal offenbart es mir neue Aspekte, die ich vorher nicht kannte. Für mich eines der wichtigsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Wer sich darauf mit offenem Herz einlässt wird belohnt.