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Der Tangospieler

Erzählung

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Leipzig 1968. Der Historiker Dellow wird nach 21 Monaten Haft aus dem Gefängnis entlassen. Sein Vergehen: Er war als Klavierspieler in einem Studentenkabarett eingesprungen, und der Text, den er dort mit einem Tango begleitete, erregte Anstoß. »Vergiß die dumme Geschichte«, wird ihm nun geraten. Dellow vergißt nicht. Er flüchtet sich in Zynismus und Gleichgültigkeit, und auch das Eingeständnis der anderen, daß ihm Unrecht geschehen ist, berührt ihn nicht. Doch sein Versuch, sich seiner Umwelt zu verweigern, gestaltet sich zunehmend schwieriger.»Das Werk von Christoph Hein setzt diese große Tradition fort, eine Welt, die untergeht, aufzubewahren für die Nachwelt. Aus Der Tangospieler werden künftige Generationen sehen, wie man in diesem Land gelebt, gelitten, gelogen hat«, urteilte Hans Mayer anläßlich der Verleihung des ersten Erich-Fried-Preises 1990 an Christoph Hein.Christoph Hein, geboren 1944, hat Romane, Novellen, Erzählungen, Theaterstücke, Essays und ein Kinderbuch veröffentlicht. Für sein Werk ist er mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet worden.
Portrait

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut.
Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 181
Erscheinungsdatum 26.08.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-39977-4
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,8/11,1/1,5 cm
Gewicht 121 g
Auflage 8
Verkaufsrang 99.148
Buch (Taschenbuch)
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Der Tangospieler ist der bessere Kruso!
von Hiddensee-Bewohner am 06.07.2016

Der Tangospieler beschreibt Gegebenheiten, wie sie in der DDR wirklich stattfanden. Akademiker, Aussteiger und Andersdenkende als Saisonkellner waren auf Hiddensee keine Seltenheit. Sie gehörten zum Inselsommer wie das Rauschen der Ostsee und der Leuchtturm auf dem Dornbusch. Die Handlung ist realistisch. Insofern ist der Tangospieler der bessere Kruso!