Liebesgedichte

Einen bisher kaum bekannten Novalis gibt es in seinen Liebesgedichten zu entdecken. Durch die Liebe »erfuhr ich die Welt erst«, bekennt er, »fand mich selber und ward, was man als Liebender wird«. Diesen Weg zu sich selbst enthüllt seine Lyrik von den ersten Anfängen an. Nur haben diese Anfänge im Schatten der großen, von religiöser Leidenschaft getragenen späteren Gedichte gestanden. Begonnen hat Novalis jedoch als ein Rokoko-Dichter voller Esprit, formenreich, verspielt, ja leichtsinnig und mit oft frivoler erotischer Metaphorik. Eine breite Palette literarischer Tradition von der Anakreontik, den Versen Klopstocks und Höltys bis zu denen Schillers hat ihr Farben geliehen.
Dagegen hebt sich dann zwar um so gewichtiger und ernsthafter die Liebeslyrik seiner letzten Lebensjahre ab, in der sich Todeserfahrung mit philosophischer Erkenntnis und religiöser Offenbarung in poetischer Einzigartigkeit verbindet. Aber erst das Ganze macht den wahren Novalis aus, läßt im späten Werk die Leichtigkeit des Anfangs erkennen und in den Versen der Frühzeit bereits den Eros des reifen Dichters aufscheinen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 103
Erscheinungsdatum 16.12.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-34574-9
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 18/10,8/1,2 cm
Gewicht 110 g
Auflage 1. Originalausgabe.
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