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Mein sanfter Zwilling

Roman

Nino Haratischwili

(7)
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Beschreibung

Die Geschichte einer Liebe zwischen zwei Menschen, die sich unmöglich lieben können – wegen des Schicksalsschlags, der sie zusammen gebracht hat. Eine fatale Liebe zwischen zwei Menschen die sich nur übereinander definieren können und doch immer wieder versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Ivo und Stella, Wahlverwandte und Schicksalsgenossen seit frühester Kindheit, sind in leidenschaftlicher und destruktiver Liebe miteinander verbunden. Jeder Versuch ohne einander zu leben, sich dem Reigen wilder erotischer Begegnungen und hasserfüllter Streits zu entziehen, scheitert. Es ist eine namenlose Gier, die die beiden immer wieder zueinander treibt und ein tief verborgener Groll, der sie hindert, je miteinander glücklich zu sein. Haratischwilis Roman erzählt die Geschichte dieser großen Liebe und fatalen Leidenschaft und enthüllt dabei, Schritt für Schritt, Schicht für Schicht ein Familiendrama, das Stella und Ivo wie Zwillinge für immer aneinander kettet. In Rückblenden erzählt Stella die Geschichte ihrer Familie, ab dem Moment, in dem Ivo in ihr Leben tritt. Von der Affäre ihres Vaters Frank mit Ivos Mutter. Von den Nachmittagen in dem abgeschiedenen Haus am Hafen, wo sich das Paar trifft und die Kinder zusammen spielen und die Erwachsenen beim Liebesspiel beobachten. Über ihre Eltern kommen sich Ivo und Stella näher und versuchen deren Geheimnis, so gut es geht, vor der Außenwelt zu hüten, in der es Ivos Vater und Stellas Mutter und Schwester gibt. Die Affäre endet mit einem Schlag, als Ivos Vater eines Nachmittags überraschend von einer Geschäftsreise nach Hause kommt.

Mein sanfter Zwilling erzählt sprachgewaltig, melancholisch, gravitätisch wie die herbstliche See und mit scharfem Blick für die Abgründe und Unwägbarkeiten der menschlichen Natur von einem erschütternden Familiendrama, einer verlorenen Kindheit, und einer großen Liebe, die in dieser Welt keinen Ort findet.

Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi, ist preisgekrönte Theaterautorin und -regisseurin. Ihr Roman »Mein sanfter Zwilling« (FVA 2011) wurde mit dem Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage ausgezeichnet. Für ihren 2014 erschienenen 1280 Seiten umfassenden Roman »Das achte Leben (Für Brilka)« erhielt sie u.a. ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung, den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und den Anna Seghers-Preis. Die Autorin lebt in Hamburg.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 01.09.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-627-00175-9
Verlag Frankfurter Verlagsanstalt
Maße (L/B/H) 21,2/13,9/3,7 cm
Gewicht 553 g
Auflage 3. überarbeitete Auflage
Verkaufsrang 57129

Buchhändler-Empfehlungen

Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

Haratischwili hier mit einem etwas kürzeren Buch, welches dennoch, genau wie ihre Epen, absolut überzeugt! Sprachlich hervorragend und literarisch anspruchsvoll. Toll!

Eine Liebe die nicht sein darf?

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Nino Haratischwili ist eine junge Stimme der deutschsprachigen Literatur die mich mit diesem außergewöhnlichen Roman total von sich überzeugt hat.

Kundenbewertungen

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"In der Welt der toten Träume gibt es keine Türen, keine Kinder, es gibt keinen Alltag und keine Normalität" (89)
von Miri am 10.08.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Stella lebt auf den ersten Blick ein perfektes Leben: liebender Mann, finanziell gut situiert, ihr Sohn Theo, gesellschaftlich integriert, doch ein Gefühl lässt sie nicht los: ein schwarzer Fleck (113) mitten in der gesellschaftlichen Musterhaftigkeit zu sein. Sie passt nicht rein, rein in sämtliche Muster, rein in ihr eigenes L... Stella lebt auf den ersten Blick ein perfektes Leben: liebender Mann, finanziell gut situiert, ihr Sohn Theo, gesellschaftlich integriert, doch ein Gefühl lässt sie nicht los: ein schwarzer Fleck (113) mitten in der gesellschaftlichen Musterhaftigkeit zu sein. Sie passt nicht rein, rein in sämtliche Muster, rein in ihr eigenes Leben. Wenn Ivo wieder in ihr Leben reinplatzt, brechen alle unterdrückten Gefühle aus ihr heraus und sie stellt ihr bisheriges Leben ans Spiel. Es scheint, dass sie alles verlieren wird ihren Sohn inbegriffen. Was sie sucht: SICH SELBST. Die Liebe zu Ivo ist fatal und an manchen Stellen kam mir vor, dass ich Stella wegen ihrer blinden Unterwerfung und Abhängigkeit von diesem Mann wirklich verabscheue. Ihre Begegnungen gleichen einer krankhaften Beziehung voller Sucht, Leidenschaft, Schmerz und Illusionen und das alles hat ihren Ursprung bei ihrem betrügenden, verantwortungslosen Vater (Ich hätte mir wirklich gewünscht, sie würde ihm ihre Meinung in die Augen geigen). Was mich auch entsetzt hat, ist Stellas Feststellung, dass die Wahrheit nicht immer heilt, dass sie auch tötet. Jain, wenn man von Anfang an ehrlich gewesen wäre, würde zu so viel verstörten und zerstörten Schicksalen resp. Akten nicht kommen, aber dann hätten wir diese einzigartige Geschichte nicht lesen können, die einen zum Nachdenken bringt: wer ist man wirklich und welches Leben lebt man: das unsere oder jemandes anderen. Sehr starkes Buch, das viele Abgründe ans Licht bringt, Gefühle toll umschreibt, Charaktere nicht Schwarz-Weiß darstellt und graue Zonen zulässt. Noch dazu entführt uns die Autorin in ein Land, das für viele komplett unbekannt ist: Georgien und lässt uns in die Kriegszeit und deren Folgen blicken. Meine Leseempfehlung hat das Buch auf jeden Fall, allerdings nicht für diejenigen, die nach sanften Liebesgeschichten suchen, das Buch hier behandelt in erster Reihe "Scheißsehnsucht" (203) und wie man sie mal erfolgreich und mal weniger stillt.

von einer Kundin/einem Kunden aus Solingen am 28.07.2019
Bewertet: anderes Format

Gefühlvoll akzentuierte, meisterlich geschriebene Geschichte über Liebe, eine lang verborgene Schuld und Vergebung. Diese Autorin muss man kennen, man muss sie gelesen haben.

von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.11.2017
Bewertet: anderes Format

Eine Wucht! Ein melancholisches, erschütterndes und zärtliches Familiendrama, das die Ausweglosigkeit der Beziehung zwischen Ivo und Stella in jeder Zeile mitschwingen lässt.


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