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Gegen die Welt

Roman

Jan Brandt

(14)
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Beschreibung

Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen
Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Kuper beginnt einen Kampf gegen das Dorf und seine Bewohner. Sie sind es, gegen die er aufbegehrt, und sie sind es, gegen die er am Ende verliert.
›Gegen die Welt‹ ist ein großer deutscher Roman: über die Wende in Westdeutschland, über Popkultur in der Provinz und über Freundschaften, die nie zu Ende gehen.

»Ein tollkühner Roman über Freundschaft und Verrat. Rebellisch und bewegend, wahnsinnig und witzig. Großes Kino.«
Sönke Wortmann

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 17.10.11
Ein Debütroman, der wie eine Achterbahnfahrt, ein Geisterbahnaufenthalt und ein Bungee-Sprung gleichzeitig ist. Ein Buch über Freundschaft, Loyalität, Lügen, über Heimat, Glück und große Gefühle. Der Roman strotzt vor Kraft und stilistisch waghalsigen Experimenten, die das Lesen zu einem exquisiten Menü machen. Die Geschichte dauert noch lange an, auch wenn Sie schon zu Ende ist. Von Jan Brandt wird man wohl noch viel hören ?und vor allem lesen.

Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland), studierte Geschichte und Literaturwissenschaften in Köln, London und Berlin und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Sein Roman ›Gegen die Welt‹ (DuMont 2011) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Bei DuMont erschienen außerdem ›Tod in Turin‹ (2015) und ›Stadt ohne Engel‹ (2016).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 928
Erscheinungsdatum 07.12.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9628-8
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 21,5/15/4,6 cm
Gewicht 929 g
Auflage 6. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Rebellion in der Provinz

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Nie wurden das Leben in der westdeutschen Provinz böser, ironischer und doch liebevoll dargestellt, wie in diesem einzigartigen Roman über eine Jugend im Ostfriesland der 80er und 90er Jahre. Faszinierend!

Ein Roman über ein fiktives Dorf

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Schauplatz dieser Geschichte ist nicht das bekannte Jericho in Palästina, sondern ein fiktives Dorf in Ostfriesland. Dort wächst Mitte der siebziger Daniel Kuper auf. Sein Leben hätte ganz normal sein können, jedoch passieren plötzlich seltsame Dinge in dem Dorf. Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für alles wird Daniel verantwortlich gemacht und so sagt er dem Dorf den Kampf an. Sehr gut hat mir gefallen, wie der Autor mit einer Detailverliebtheit einzelne Situationen beschreibt und somit den Charakteren eine unglaubliche Tiefe verleit. Leider kann diese Detailverliebtheit auch bei Aufzählungen von verschiedenen Gegenständen den Roman ziemlich in die Länge ziehen. Gerade, weil die Geschichte etwas chaotisch wirkt, schafft es der Autor auch über längere Textpassagen eine gelungene Spannung zu halten. Zwar dürfte der Roman nicht für jedermann geeignet sein, wer aber mal etwas Neues will und den über 900 Seiten nicht abschrecken, kann ich den Roman empfehlen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Außerirdische in Ostfriesland?
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 18.09.2011

Das Leben im ostfriesischen Jericho ist unaufregend und beschaulich, bis der 9-jährige Daniel Kuper nur mit einem Handtuch bekleidet in einem Kornkreis aufgefunden wird. Dieses Ereignis verändert nicht nur für ihn und seine Familie den ganzen Alltag. Auch für das Dorf fangen von dem Moment unruhige Jahre an. Immer mehr Dorfbew... Das Leben im ostfriesischen Jericho ist unaufregend und beschaulich, bis der 9-jährige Daniel Kuper nur mit einem Handtuch bekleidet in einem Kornkreis aufgefunden wird. Dieses Ereignis verändert nicht nur für ihn und seine Familie den ganzen Alltag. Auch für das Dorf fangen von dem Moment unruhige Jahre an. Immer mehr Dorfbewohner kehren sich gegen Daniel, weil sie ihn für die Probleme verantwortlich halten. Aber stimmt das auch? „Gegen die Welt“ ist Jan Brandts erster Roman. Er ist damit gleich auf der Shortliste für den Deutschen Buchpreis gelandet. Ich bin von seinem Roman sehr beeindruckt. Er hat eine faszinierende Geschichte geschrieben, die ganze 900 Seiten lang spannend und überraschend ist. Und das finde ich wirklich eine außergewöhnliche Leistung. Überzeugen Sie sich selbst von seiner Klasse!

unbedingt lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.05.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Daniel, ältester Sohn des Drogisten Hard Kuper wächst in einem Dorf in Ostfriesland auf. Er ist ein verschlossener, zurückhaltender Junge, der unglücklicherweise sehr bald die Aufmerksamkeit einer Freundesclique erregt und deren Grausamkeiten aushalten muss. Von seiner Familie ist keine Hilfe zu erwarten. Seine Mutter ist zuse... Daniel, ältester Sohn des Drogisten Hard Kuper wächst in einem Dorf in Ostfriesland auf. Er ist ein verschlossener, zurückhaltender Junge, der unglücklicherweise sehr bald die Aufmerksamkeit einer Freundesclique erregt und deren Grausamkeiten aushalten muss. Von seiner Familie ist keine Hilfe zu erwarten. Seine Mutter ist zusehr mit den jüngeren Geschwistern beschäftigt. Seinem Vater, einem von sich selbst ungemein überzeugten ,notorischen Frauenversteher fehlt jegliches Verständnis oder Einfühlungsvermögen. Daniel rettet sich in seine Phantasiewelt und wird zum Außenseiter. Für viele Dinge die im Dorf passieren, wird er verantworlich gemacht und je mehr er versucht seine Unschuld zu beweisen, desto intensiver wird er von der Dorfgemeinschaft als Verursacher abgestempelt. Es ist ein aussichtsloser Kampf den Daniel "Gegen die Welt" beginnt. Ehrlich gesagt überrascht es mich, dass dieses Buch nicht mit Preisen überhäuft wird. Unbedingte Leseempfehlung.

Ein ungewöhnlicher Provinzroman
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 17.10.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Gegen die Welt" erzählt von den Bewohnern eines ostfriesischen Dorfes, von Mitte der Achtzigerjahre bis zur Gegenwart. Der Autor Jan Brandt berichtet detailliert aus dem Alltag des Dorflebens und beschreibt die zahlreichen, teilweise sehr skurrilen Handlungspersonen eindringlich und überzeugend. Einige Passagen in diesem Buc... "Gegen die Welt" erzählt von den Bewohnern eines ostfriesischen Dorfes, von Mitte der Achtzigerjahre bis zur Gegenwart. Der Autor Jan Brandt berichtet detailliert aus dem Alltag des Dorflebens und beschreibt die zahlreichen, teilweise sehr skurrilen Handlungspersonen eindringlich und überzeugend. Einige Passagen in diesem Buch haben ein ungewöhnliches Layout, z.B. eine besondere Typographie oder aufgehellte Schrift, was dem ohnehin originellen Buch noch einen zusätzlichen Reiz gibt. Jan Brandt erschafft mit seinem Roman über das friesische Dorf ein kleines bizarres Universum, das ich auch nach 920 Seiten nur widerstrebend verlassen habe.


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