Der Trümmermörder / Oberinspektor Stave Bd.1

Kriminalroman

Oberinspektor Stave 1

(26)
Kommissar Staves erster Fall
Hamburg 1947: Die Stadt liegt in Trümmern, und es ist einer der kältesten Winter des Jahrhunderts. Die Menschen versuchen irgendwie zu überleben. Da wird mitten in der Trümmerlandschaft eine Leiche entdeckt: eine junge Frau, nackt, kein Hinweis auf den Mörder. Oberinspektor Stave hat kaum Hoffnung, den Fall aufzuklären, auch wenn ihm Lothar Maschke von der Sitte und Lieutenant MacDonald von der britischen Verwaltung zur Seite gestellt werden. Bald werden weitere Tote entdeckt, und Stave ist für jede Hilfe dankbar, die er auf der Suche nach einem grausamen Mörder bekommt.
Cay Rademacher lässt in einem hochspannenden authentischen Kriminalfall das Hamburg des Hungerwinters 1946/47 lebendig werden.
Rezension
"Ziehen Sie sich warm an: Cay Rademachers Thriller erzählt vom bitter kalten Winter 1946/47, und zwar so realistisch, dass Sie den Frostbeulen näher sind als der Gänsehaut."
BRIGITTE

„Packender, in die Tiefe gehender historischer Krimi […].“
OSTTHÜRINGER ZEITUNG

„Trümmerliteratur, Thriller, Romanze: Dieser Krimi ist von allem ein bisschen.“
BÜCHER

„Ein höchst lesenswertes Stück deutscher Kriminalliteratur.“
ORF

„Authentischer Thriller mit romantischen Touch.“
BÜCHER PICK

„Authentizität und gute Recherche […] toll geschrieben […] spannender Krimi […] bestens zu empfehlen.“
Malte Dedecek, SWR3
Portrait
Cay Rademacher, geboren 1965, ist freier Journalist und Autor. Bei DuMont erschienen seine Kriminalromane ›Der Trümmermörder‹ (2011), ›Der Schieber‹ (2012) und ›Der Fälscher‹ (2013) sowie ›Mörderischer Mistral‹ (2014), ›Tödliche Camargue‹ (2015), ›Brennender Midi‹ (2016) und ›Gefährliche Côte Bleue‹ (2017), die ersten vier Fälle für Capitaine Roger Blanc. Cay Rademacher lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salon-de-Provence in Frankreich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 20.06.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6154-5
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 19,8/13,6/2,7 cm
Gewicht 388 g
Auflage 13. Auflage
Verkaufsrang 28.234
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Buchhändler-Empfehlungen

„Hungerwinter“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Hamburg, Winter 1946/47: Frank Stave wird von der britischen Besatzungsmacht entnazifiziert und als Oberinspektor der Mordkommission bestellt.
Sein erster Fall sind drei Tote, die man unbekleidet in den Trümmern der Stadt entdeckt hat. Schnell ist klar: Fundort ist nicht gleich Tatort. Und wer sind die Drei überhaupt ? Nichts weist auf ihre Identität hin, keiner kennt sie. Da zwei der Toten Frauen sind, bekommt er noch Hilfe von einem Kollegen der Sitte. Und die britische Verwaltung, die unliebsame Entdeckungen fürchtet, stellt ihm einen jungen Lieutenant zur Seite. Das Trio macht sich an die Arbeit ......
Klassischer Krimi aus einer Zeit, über die es selten mal was zu lesen gibt. Gut gemacht , spannender Handlungsbogen und sehr gut recherchiert - macht süchtig.
Es hat sie übrig wirklich gegeben, diese drei Toten. Ihr Schicksal wurde nie geklärt. Cay Rademacher hat ein Ende erfunden, wo ich nur sagen kann : Chapeau !!
Hamburg, Winter 1946/47: Frank Stave wird von der britischen Besatzungsmacht entnazifiziert und als Oberinspektor der Mordkommission bestellt.
Sein erster Fall sind drei Tote, die man unbekleidet in den Trümmern der Stadt entdeckt hat. Schnell ist klar: Fundort ist nicht gleich Tatort. Und wer sind die Drei überhaupt ? Nichts weist auf ihre Identität hin, keiner kennt sie. Da zwei der Toten Frauen sind, bekommt er noch Hilfe von einem Kollegen der Sitte. Und die britische Verwaltung, die unliebsame Entdeckungen fürchtet, stellt ihm einen jungen Lieutenant zur Seite. Das Trio macht sich an die Arbeit ......
Klassischer Krimi aus einer Zeit, über die es selten mal was zu lesen gibt. Gut gemacht , spannender Handlungsbogen und sehr gut recherchiert - macht süchtig.
Es hat sie übrig wirklich gegeben, diese drei Toten. Ihr Schicksal wurde nie geklärt. Cay Rademacher hat ein Ende erfunden, wo ich nur sagen kann : Chapeau !!

Toller Krimi im Hamburg der Nachkriegszeit. Tolle Stimmung und spannender Kriminalfall! Toller Krimi im Hamburg der Nachkriegszeit. Tolle Stimmung und spannender Kriminalfall!

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Auf einem wahren Fall beruhend beginnt die Reihe um die Nachkriegszeit in Hamburg. Perfektes Zeitkolorit und spannende Charaktere stehen hier im Vordergrund. Man möchte mehr davon! Auf einem wahren Fall beruhend beginnt die Reihe um die Nachkriegszeit in Hamburg. Perfektes Zeitkolorit und spannende Charaktere stehen hier im Vordergrund. Man möchte mehr davon!

Svenja Lockenvitz, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Sehr gut recherchierte Darstellung des Nachkrieg-Hamburgs! Unbedingt lesen! Sehr gut recherchierte Darstellung des Nachkrieg-Hamburgs! Unbedingt lesen!

„Leichen pflastern Hamburgs Strassen“

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Winter 1947, Hamburg:
Kommissar Stave wird zu einem unbekannten Toten gerufen und damit nimmt der (wahre)Trümmermörder-Fall seinen Lauf.
Insgesamt 4 Leichen, keine offensichtlichen Zusammenhänge, die Opfer ausgeraubt und die Tatorte geografisch verteilt über die Stadt - Stave verbeißt sich in diesen kniffligen Fall und lässt nichts unversucht, den Mörder dingfest zu machen. Doch wer wird den Wettlauf mit dem Tod gewinnen?
Ein packender, dicht konstruierter, beklemmend atmosphärischer Krimi, mit sympathisch kantigem Kommissar! Sehr empfehlenswert!
Winter 1947, Hamburg:
Kommissar Stave wird zu einem unbekannten Toten gerufen und damit nimmt der (wahre)Trümmermörder-Fall seinen Lauf.
Insgesamt 4 Leichen, keine offensichtlichen Zusammenhänge, die Opfer ausgeraubt und die Tatorte geografisch verteilt über die Stadt - Stave verbeißt sich in diesen kniffligen Fall und lässt nichts unversucht, den Mörder dingfest zu machen. Doch wer wird den Wettlauf mit dem Tod gewinnen?
Ein packender, dicht konstruierter, beklemmend atmosphärischer Krimi, mit sympathisch kantigem Kommissar! Sehr empfehlenswert!

Eva-Maria Brinks, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Toller Mix aus spannendem Kriminalfall und deutscher Nachkriegsgeschichte. Atmosphärisch dicht mit glaubhaftem Personal : Absolute Leseempfehlung ! Toller Mix aus spannendem Kriminalfall und deutscher Nachkriegsgeschichte. Atmosphärisch dicht mit glaubhaftem Personal : Absolute Leseempfehlung !

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Nach wahren Begebenheiten erzählt Rademacher von einer grausigen Mordserie im zerbombten Hamburg. Eisig und packend! Nach wahren Begebenheiten erzählt Rademacher von einer grausigen Mordserie im zerbombten Hamburg. Eisig und packend!

„Eisige Kälte“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

... die den Leser von der ersten Seite an gefangen nimmt. Ein wirklich großartiger Krimi, der uns in einen der härtesten Winter der frühen Nachkriegsjahre entführt. Neben dem klassischen Krimi-Plot, der überaus raffiniert konstruiert wird, erleben wir einiges von den Sorgen und Problemen der Hamburger Bevölkerung mit. Ein richtig tolles Buch.

... die den Leser von der ersten Seite an gefangen nimmt. Ein wirklich großartiger Krimi, der uns in einen der härtesten Winter der frühen Nachkriegsjahre entführt. Neben dem klassischen Krimi-Plot, der überaus raffiniert konstruiert wird, erleben wir einiges von den Sorgen und Problemen der Hamburger Bevölkerung mit. Ein richtig tolles Buch.

„Mörderische Kälte...“

Melina Nußhag, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Zufällig über Cay Rademachers "Trümmermörder" gestolpert, konnte ich diesen Krimi nicht mehr loslassen.
Basierend auf einem wahren Fall schreibt der Autor einen wirklich spannenden und zum Mitraten animierenden Krimi.
Doch nicht nur die Qualität des Falles als solcher, sondern auch die historischen Fakten machen dieses Buch äußerst lesenswert.
Zusammen mit dem ermittelden Oberinspektor Stave erlebt der Leser die deutsche Wirklichkeit der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Die Lebensumstände der Menschen werden einem sehr nahe gebracht, ganz nebenbei. Gerade dadurch zeichnet sich dieser Krimi aus: Stave kann nicht einfach schnell von A nach B fahren, um seine Ermittlungen voran zu bringen, sondern muss sich mühsam durchkämpfen.
Ein wirklicher Geheimtip, für jeden, der Spaß an klassischen Krimis hat!
(Ebenso zu empfehlen: die anderen beiden Teile um Oberinspektor Stave, "Der Schieber" und "Der Fälscher")
Zufällig über Cay Rademachers "Trümmermörder" gestolpert, konnte ich diesen Krimi nicht mehr loslassen.
Basierend auf einem wahren Fall schreibt der Autor einen wirklich spannenden und zum Mitraten animierenden Krimi.
Doch nicht nur die Qualität des Falles als solcher, sondern auch die historischen Fakten machen dieses Buch äußerst lesenswert.
Zusammen mit dem ermittelden Oberinspektor Stave erlebt der Leser die deutsche Wirklichkeit der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Die Lebensumstände der Menschen werden einem sehr nahe gebracht, ganz nebenbei. Gerade dadurch zeichnet sich dieser Krimi aus: Stave kann nicht einfach schnell von A nach B fahren, um seine Ermittlungen voran zu bringen, sondern muss sich mühsam durchkämpfen.
Ein wirklicher Geheimtip, für jeden, der Spaß an klassischen Krimis hat!
(Ebenso zu empfehlen: die anderen beiden Teile um Oberinspektor Stave, "Der Schieber" und "Der Fälscher")

„Mit eisiger Hand...“

Julia Dringenberg, Thalia-Buchhandlung Wiesbaden

Cay Rademacher lässt den Hungerwinter 46/47 mit jeder Zeile seines Romans wiederaufleben. Sein Ermittler kämpft bei seinen Nachforschungen nicht nur gegen die äußere, sondern auch die innere Kälte und die Folgen der Nazi-Diktatur.
Packend und mit einigen überraschenden Wendungen, die den Leser immer wieder ans Buch fesseln!
Cay Rademacher lässt den Hungerwinter 46/47 mit jeder Zeile seines Romans wiederaufleben. Sein Ermittler kämpft bei seinen Nachforschungen nicht nur gegen die äußere, sondern auch die innere Kälte und die Folgen der Nazi-Diktatur.
Packend und mit einigen überraschenden Wendungen, die den Leser immer wieder ans Buch fesseln!

„Fröstelnde Spannung“

Sigrid Heipcke, Thalia-Buchhandlung Hamburg

1947, der Krieg ist vorbei, es ist Winter und kalt wie nie. Oberinspektor Frank Stave wird zu einer unbekleideten Frauenleiche mitten in der Trümmerlandschaft Hamburgs gerufen, dabei sind keinerlei Hinweise auf Herkunft der Frau noch irgendeine Spur des Mörders zu erkennen. Frank Stave verbeißt sich in den Fall, obwohl er kaum Hoffnung hat ihn aufzuklären. Und es tauchen noch mehr Tote auf, nackt und inmitten in der Hamburger Trümmerlandschaft. Hilfe bekommt er von Lieutenant MacDonald und einem Kollegen aus der Sitte, Lothar Maschke, und die Entwicklung des Falles ist höchst verzwickt.

Der Trümmermörder ist ein sehr guter Krimi, der nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Authentizität und Atmosphäre besticht. Geo Epoche Redakteur Cay Rademacher verquickt die historischen Tatsachen sehr geschickt mit seinem Fall und hat damit einen sehr lesenswerten Krimi geschaffen.
1947, der Krieg ist vorbei, es ist Winter und kalt wie nie. Oberinspektor Frank Stave wird zu einer unbekleideten Frauenleiche mitten in der Trümmerlandschaft Hamburgs gerufen, dabei sind keinerlei Hinweise auf Herkunft der Frau noch irgendeine Spur des Mörders zu erkennen. Frank Stave verbeißt sich in den Fall, obwohl er kaum Hoffnung hat ihn aufzuklären. Und es tauchen noch mehr Tote auf, nackt und inmitten in der Hamburger Trümmerlandschaft. Hilfe bekommt er von Lieutenant MacDonald und einem Kollegen aus der Sitte, Lothar Maschke, und die Entwicklung des Falles ist höchst verzwickt.

Der Trümmermörder ist ein sehr guter Krimi, der nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Authentizität und Atmosphäre besticht. Geo Epoche Redakteur Cay Rademacher verquickt die historischen Tatsachen sehr geschickt mit seinem Fall und hat damit einen sehr lesenswerten Krimi geschaffen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
23
2
1
0
0

Der Trümmermörder
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am 02.05.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Es ist nicht nur ein sehr spannender Krimi, den ich kaum aus der Hand legen konnte, sondern eine beeindruckende gut recherchierte Zeitgeschichte.

Authentisch, plastisch, fesselnd.
von NiWa aus Euratsfeld am 17.01.2017
Bewertet: Hörbuch (MP3-CD)

1947 in Hamburg. Ganz Europa liegt in Trümmern. Die Städte hat es ganz schlimm erwischt. Außerdem werden die Überlebenden von einem der härtesten Winter des Jahrhunderts gequält, der als Hungerwitter in die Geschichtsschreibung eingehen wird. Inmitten der Zerstörung, Kälte, Hungersnot wird im Trümmerfeld eine nackte Frauenleiche entdeckt, die offensichtlich... 1947 in Hamburg. Ganz Europa liegt in Trümmern. Die Städte hat es ganz schlimm erwischt. Außerdem werden die Überlebenden von einem der härtesten Winter des Jahrhunderts gequält, der als Hungerwitter in die Geschichtsschreibung eingehen wird. Inmitten der Zerstörung, Kälte, Hungersnot wird im Trümmerfeld eine nackte Frauenleiche entdeckt, die offensichtlich nicht den Schrecken dieser Umstände entstammt. Es handelt sich bei „Trümmermörder“ um Oberinspektors Staves 1. Fall. Der Inspektor wird beauftragt, diesen Mord aufzuklären und ihm werden Lieutnant MacDonald von den Alliierten und Lotha Maschke von der Sitte zur Seite gestellt. Obwohl es sich um einen Krimi mit den üblichen Ermittlungstätigkeiten handelt, hat Cay Rademacher auf sehr geschickte Weise eine fesselnde Auseinandersetzung mit der Nachkriegszeit zwischen die Handlung gepackt. Der 2. Weltkrieg ist beendet, aber es ist noch lange nicht vorbei. Städte liegen in Trümmer, es fehlt an Infrastruktur, Wohnraum, Zahlungs- und Nahrungsmittel, und noch dazu legt sich ein Winter über Deutschland, der die Überlebenden erneut an die Schwelle des Untergangs führt. Der Alltag ist beschwerlich und umständlich. Es ist kalt. Richtig kalt. Eisblumen an Fenstern - sofern man überhaupt welche hat - gehören zum Morgenritual. Neben der schauerlichen Kälte wird man noch von Hunger, Angst und Hoffnungslosigkeit gequält. Die Heimat ist zerstört, die Menschen sind über die ganze Welt zerstreut, seien es die Männer in Kriegsgefangenschaft, die geretteten Juden und andere Befreite aus den KZs, die am Ende eines erbarmungslosen Albtraums stehen, oder die bekennenden Nationalsozialisten, die untertauchen und sich ihrer Verantwortung entziehen. Der Autor vermittelt ein Gefühl als ob er selbst dabei gewesen wäre. Jeder Situation, jeder menschliche Regung - ganz zu Schweigen von den widrigen Umständen - merkt man die fundierte Recherche an. Frank Stave erzählt aus erster Hand vom Hungerwinter, während er den Spuren des Trümmermörders in Hamburg nachgeht. Stave empfand ich als sehr bedacht mit einem scharfen Verstand. Er hat ein Auge für die Details und weiß genau, wie er im Nachkriegsdeutschland an Informationen kommt. Für mich ist Stave ein typischer Ermittler, denn er ist in seiner Arbeit sehr genau und sich seiner Verantwortung bewusst. Privat hat er - wie alle anderen auch - ebenso mit den Folgen des Kriegs zu kämpfen, weil er seinen Sohn vermisst. Die Ermittlung an sich ist ebenfalls aufgrund der Umstände interessant, weil es während des Hungerwinters 1946/47 noch ganz andere Mordmotive gibt, als man von gegenwärtigen Handlungen gewohnt ist. Kriminalistisch wohl durchdacht, zeigt Rademacher, wie furchtbar die Nachkriegszeit inmitten der Trümmer war. Er hat mich während des Lesens vor Kälte zum Zittern gebracht und mir dabei die Beklommenheit dieser Jahre vor Augen geführt. Authentisch, plastisch und fesselnd zugleich, schildert Cay Rademacher einen Abschnitt unserer Geschichte, an den man sich immer wieder erinnern soll, damit er nicht in Vergessenheit gerät. Sehr empfehlenswert!

Grandios recherchiert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Paderborn am 16.12.2016
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Gekauft schon vor zwei Jahren, jetzt erst kam ich zum Lesen - und war begeistert! Es dauerte zwar zwei, drei Kapitel, bis ich mich an das Präsens als Erzählzeit gewöhnt hatte, aber in der Atmosphäre der dauerfrostigen Nachkriegsstadt war man sofort drin. Kluge Charakterzeichnung mit sparsamen MItteln, ein überzeugender... Gekauft schon vor zwei Jahren, jetzt erst kam ich zum Lesen - und war begeistert! Es dauerte zwar zwei, drei Kapitel, bis ich mich an das Präsens als Erzählzeit gewöhnt hatte, aber in der Atmosphäre der dauerfrostigen Nachkriegsstadt war man sofort drin. Kluge Charakterzeichnung mit sparsamen MItteln, ein überzeugender Plot und immer wieder überraschende Details in den Beschreibungen der historischen Hamburger Schauplätze - ein ganz tolles Buch!