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Das Muschelessen

Erzählungen

Birgit Vanderbeke

(7)
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Beschreibung

Angespannt wartet die Familie am gedeckten Tisch auf den Vater. Mutter, Tochter und Sohn sitzen vor einem Berg Muscheln, die allein das Oberhaupt der Familie gerne isst. Um die zähe Wartezeit zu überbrücken, beginnen sie miteinander zu reden. Je mehr sich der Vater verspätet, desto offener wird das Gespräch, desto umbarmherziger der Blick auf den autoritären Patriarchen und desto tiefer der Riss, der die scheinbare Familienidylle schließlich zu zerstören droht.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 132
Erscheinungsdatum 01.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27400-5
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,5/11,8/1,5 cm
Gewicht 126 g
Auflage 11. Auflage
Verkaufsrang 14688

Buchhändler-Empfehlungen

Die perfekte Fassade

Daniela Julia Parau, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Eigentlich soll die Rückkehr des Vaters mit einem ruhigen Muschelessen gefeiert werden. Eigentlich soll sich die Familie freuen und eigentlich soll alles ganz normal sein. Wie es sich in einer perfekten Familie gehört. Als die Stunden voran schreiten und der Vater immer noch nicht nach Hause kommt, bröckelt die Fassade. Denn eigentlich ist sich die Familie einig, dass sie genug hat von dem Patriarchen. Und ganz plötzlich rebelliert jeder auf seine Weise. Mitreißend und aufrüttelnd. Ein schlankes, aber gehaltvolles Buch.

Wenn sich plötzlich alles verändert.

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

Die Familie wartet auf den Vater. Sie haben Miesmuscheln zubereitet, sein Leibgericht, nur für Ihn, alle anderen mögen keine Miesmuscheln. Die anderen ,das sind die beiden Kinder und seine Frau. Während es immer später wird, der Vater sich immer mehr verspätet, löst das Warten ein Gespräch über den Vater aus. Er ist ein Despot, ein Patriarch, und sie fragen sich immer mehr, ob sie überhaupt noch wünschen das er kommt. Lang verschüttetes kommt endlich einmal zur Sprache, man spricht sich frei, steigert sich in Unmut, Wut und Trotz. Großartig wie sich diese Geschichte entfaltet. Sie ist ehrlich, schwarz, bitter aber auch befreiend.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Nicht empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiferde am 12.01.2021

Lässt sich zwar schnell lesen, hat aber kaum Spannung oder Inhalt. Würde man einfach mal 5 Seiten (oder auch ein paar mehr) überspringen, hätte man so gut wie nichts verpasst.

Befreiender Aufstand
von Eine Kundin am 24.09.2017

Die Erzählung über drei Familienmitglieder, die unter dem patriarchischen Verhalten des Vaters leiden und eines Abends dessen Abwesenheit nutzen, um sich dagegen aufzulehnen. Ein Blick hinter die Fassade einer scheinbar heilen Familienwelt mit unglaublicher Sogwirkung! Ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis im ... Die Erzählung über drei Familienmitglieder, die unter dem patriarchischen Verhalten des Vaters leiden und eines Abends dessen Abwesenheit nutzen, um sich dagegen aufzulehnen. Ein Blick hinter die Fassade einer scheinbar heilen Familienwelt mit unglaublicher Sogwirkung! Ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis im Jahr 1990.

Sprachwitz und stilistische Eleganz
von Helga Herzog aus Steyr am 24.07.2012

Der ideologische Grundpfeiler des Bürgertums, die Familie, wandert in Vanderbekes Erzählung in Form eines Muschelessens in den Müll. Der patriarchische Vater erscheint nicht zur gewohnten Zeit und die heilige Idylle beginnt nach einigen Gläsern Wein zu bröckeln ...So entlarven sie den despoten Vater und der Patriarch wird gestür... Der ideologische Grundpfeiler des Bürgertums, die Familie, wandert in Vanderbekes Erzählung in Form eines Muschelessens in den Müll. Der patriarchische Vater erscheint nicht zur gewohnten Zeit und die heilige Idylle beginnt nach einigen Gläsern Wein zu bröckeln ...So entlarven sie den despoten Vater und der Patriarch wird gestürzt....Unbedingt lesen!!


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