Meine Filiale

Das achte Paradies / Ein Fall für Jacques Ricou Bd.4

Ein Fall für Jacques Ricou

Ein Fall für Jacques Ricou Band 4

Ulrich Wickert

(2)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
10,00
10,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

10,00 €

Accordion öffnen
  • Das achte Paradies / Ein Fall für Jacques Ricou Bd.4

    Piper

    Sofort lieferbar

    10,00 €

    Piper

eBook (ePUB)

9,99 €

Accordion öffnen
  • Das achte Paradies

    ePUB (Piper)

    Sofort per Download lieferbar

    9,99 €

    ePUB (Piper)

Beschreibung

Eigentlich wollte der Pariser Untersuchungsrichter Jacques Ricou während der offiziellen Justizferien ein wenig Abstand zum stressigen Alltag gewinnen und auf der Motorjacht seines alten Freundes Eric die Seele baumeln lassen. Doch noch bevor er seine Ferien antreten kann, wird die Cousine seiner Freundin Margaux vermisst. Steht ihr Verschwinden im Zusammenhang mit Margaux’ Recherchen in Kreisen der georgischen Mafia? – Ulrich Wickert, der Meister französischer Lebensart, gönnt seinem Richter keine Ruhepause und lässt ihn gegen die skrupellosen Männer mit dem achtzackigen Stern ermitteln.

"Wer Paris und Frankreich mag, kann die Atmosphäre in diesem Buch sicher genießen.", Wiener Journal (A), 12.11.2010

Ulrich Wickert, geboren 1942 in Tokio, studierte in Deutschland Jura und in den USA Politische Wissenschaften. Von 1977 bis 1991 war er ARD-Korrespondent in Washington, New York und Paris, von 1991 bis 2006 moderierte er die »Tagesthemen« und seither die Sendung »Wickerts Bücher«. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter »Vom Glück, Franzose zu sein«, »Zeit zu handeln«, »Die Zeichen unserer Zeit«, »Alles über Paris«, »Gauner muß man Gauner nennen« und der beiden Krimis »Der Richter aus Paris« und »Die Wüstenkönigin«. 2005 wurde Wickert in Frankreich zum »Offizier der Ehrenlegion« und 2006 zum Sekretär der Académie de Berlin ernannt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 332
Erscheinungsdatum 10.11.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27355-8
Reihe Jacques-Ricou-Reihe 4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/2,5 cm
Gewicht 244 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 58057

Weitere Bände von Ein Fall für Jacques Ricou

mehr

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
0
2
0
0
0

Von wegen „geruhsame Nacht“!
von Peter Sowade aus Berlin, Badstraße am 04.03.2012

Ach, Herr Wickert, das ist schon empörend! Uns jahrelang fast allabendlich eine „geruhsame Nacht“ zu wünschen, um sich dann – kaum weg vom Bildschirm – in die heimischen Buchregale zu schleichen und uns mit spannenden Krimis eben diese Ruhe in der Nacht zu verderben. Jedenfalls bleibt man auch beim vierten Fall des Pariser Un... Ach, Herr Wickert, das ist schon empörend! Uns jahrelang fast allabendlich eine „geruhsame Nacht“ zu wünschen, um sich dann – kaum weg vom Bildschirm – in die heimischen Buchregale zu schleichen und uns mit spannenden Krimis eben diese Ruhe in der Nacht zu verderben. Jedenfalls bleibt man auch beim vierten Fall des Pariser Untersuchungsrichters Jacques Ricou wieder dran und liest schon mal das eine oder andere Stündchen länger in die Nacht hinein. Schließlich ist „Das achte Paradies“ Ricous persönlichster Fall, denn das Model Gina, die Cousine seiner Freundin Margaux, verschwindet. So kommt es, dass nicht nur Ricou unter Hochdruck ermittelt, sondern auch Margaux mit journalistischem Spürsinn in so manches Wespennest sticht. Da eines dieser „Nester“ die georgische Mafia zu sein scheint und dem smarten Untersuchungsrichter dann auch aus dem Umkreis des Präsidenten Steine in den Weg gelegt werden, ist die Gefahr groß und das Verbrechen größer als ein verschwundenes Model. Sorgfältigste Recherche (Paris oder Berlin: literarische Spaziergänge Wickertscher Art), dreidimensional herausgearbeitete Charaktere und ein atmosphärischer Erzählstil erschaffen wieder einmal einen verlässlichen Lesegenuss à la Wickert. „Das achte Paradies“ ist dabei in den schönen Momenten leicht und schmackhaft wie Croissant und Milchkaffe am Morgen und im Blut- und Action-Teil des Falles scharf und wirkungsvoll wie russischer Wodka. Herr Wickert, Sie haben wieder einmal alles richtig gemacht und vor allem – spannend. Da verzeihen wir Ihnen gern, dass Sie uns zusammen mit Jacques Ricou ein paar Stündchen Schlaf rauben.

Band 4
von Blacky am 14.02.2012

Inhalt: Urlaubszeit für Richter Jacques Ricou: Doch noch bevor er seine Reise an die Côte d’Azur antreten kann, verschwindet ein hochbezahltes Model – die Cousine seiner Freundin Margaux. Offensichtlich steht die Entführung in Zusammenhang mit Margaux’ sensiblen Recherchen in Kreisen der russischen Mafia. Jacques merkt schnell,... Inhalt: Urlaubszeit für Richter Jacques Ricou: Doch noch bevor er seine Reise an die Côte d’Azur antreten kann, verschwindet ein hochbezahltes Model – die Cousine seiner Freundin Margaux. Offensichtlich steht die Entführung in Zusammenhang mit Margaux’ sensiblen Recherchen in Kreisen der russischen Mafia. Jacques merkt schnell, dass die französische Regierung ihn an der Aufklärung des Verbrechens hindern will. Welche politischen Motive stecken dahinter? In seinem neuen Fall ermittelt Richter Jacques Ricou in Paris, Berlin und an der französischen Riviera Wieder ein sehr spannender Fall für den Richter. Es gibt am laufenden Band neue Erkenntnisse, die dem Geschehen wieder eine neue Wendung geben. Auf jeden Fall bleibt es spannend bis zum Schluss und auch das Privatleben des Richters kann man keinesfalls als "normal" einstufen. Ein in vielerlei Hinsicht spannender und faszinierender Krimi, bei dem man auch der französischen Lebensart ein Stückchen näher kommt. Reihenfolge der Krimis mit Untersuchungsrichter "Jacques Ricou" 1. Der Richter aus Paris - Eine fast wahre Geschichte 2. Die Wüstenkönigin - Der Richter in Angola 3. Der nützliche Freund 4. Das achte Paradies.


  • Artikelbild-0
  • Für Adrienne
    Urlaubsträume
    Nun lass doch die Spatzen!", sagte Gaston. Er stand an der Tür zum "Aux Folies" nicht weit von Jacques entfernt, der an seinem angestammten Bistrotisch à la terrasse saß, einen Café crème trank, Zeitung las und, ohne hinzuschauen, in ein Croissant biss.
    Immer wieder hüpfte ein Spatz auf die Lehne des Stuhles ihm gegenüber und wartete auf die Chance, ein paar Krümel aufzupicken.
    Halb neun am Morgen. Und dazu noch Montag. Über Nacht war die Luft ein wenig abgekühlt und das sehr früh mit Wasser sauber gespritzte Trottoir noch nicht ganz trocken.
    "Mich nerven Spatzen", antwortete Jacques und wedelte mit der Zeitung, sodass der kleine Spatz davonflatterte, um sich ein paar Meter entfernt auf seinen nächsten Anflug vorzubereiten.
    Gaston stieg langsam die drei Treppenstufen hinunter auf die Straße und warf demVogel einige Brösel zu. "Das Normale verschwindet. Der Hering wird teuer wie Kaviar, in der Straße der Ölsardinen schwimmen keine Fische mehr, der billige Kabeljau steigt zur seltenen Delikatesse auf. Und jetzt sterben auch noch die Spatzen aus. Und weißt du, warum?"
    Jacques schaute kurz auf und knurrte, statt eine Antwort zu geben.
    "Die Reichen renovieren die immer teurer werdenden Häuser mit viel Geld und lassen alle Löcher zumauern. Deshalb finden die Spatzen keine Nistplätze mehr.Wirklich wahr! Und keine Krümel, weil die Leute so lumpig sind wie du." Gaston lachte. "Vor ein paar Jahren hätten hier noch zehn Spatzen rumgezwitschert und wären wirklich lästig gewesen. Aber jetzt?"
    "Bring mir noch einen Café", sagte Jacques, der von der sentimentalenVogelstudie des Wirts genervt war.
    Er fühlte sich gestresst.
    Auch dieses Wochenende hatte er in seinem Büro im Palais de Justice gesessen und bis spätabends gearbeitet.
    Die letzten beiden Jahre hatte er, der Untersuchungsrichter Jacques Ricou, mithilfe von Kommissar Jean Mahons Truppe damit verbracht, einen Casinobesitzer zu überführen, der sich mit großzügigen Geldgeschenken politische Protektion gekauft hatte. Wie blöd sich doch manchmal würdevoll auftretende Politiker benehmen! Genauso blöd wie ehrbar erscheinende Gauner, die Leute in Ämtern bestechen. Der eine hält die Hand auf, der andere schiebt was rein. Wahrscheinlich kommen beide aus dem gleichen Milieu und haben das gleiche Ziel: es weit zu bringen.
    Die einen streben nach Geld, die anderen nach Macht.
    Es ist ein altes Spiel.Weil die an der Macht Genehmigungen erteilen, zum Beispiel zum Betrieb eines Spielcasinos, und so bestimmen, wer Geld scheffeln darf, können sie sich ihr Leben ein wenig vergolden lassen.
    So wird der Mächtige seit eh und je korrumpiert.
    Jetzt war die Untersuchung abgeschlossen, drei Politiker, der Casinobetreiber und vier seiner Handlanger saßen in Untersuchungshaft. Die Anklageschrift lag fast fertig in der linken Schublade seines Schreibtischs. Nach den Justizferien würde er sie noch einmal überarbeiten und dann an seine Chefin, Gerichtspräsidentin Marie Gastaud, weiterleiten, mit der Empfehlung, das Verfahren zu eröffnen. Alles Weitere wäre Sache der Strafkammer.
    Er ditschte die Spitze seines zweiten Croissants in den Café crème, beugte sich vor, damit nicht gleich ein brauner Tropfen auf sein Hemd kleckerte, biss ein Stück ab und wischte sich die buttrigen Krümel aus dem Mundwinkel.
    Er wusste, dass sein Gesicht bleich war, dass er an den Wangen und um die Taille ein wenig zugenommen hatte. Wann hatte er eigentlich zum letzten Mal Urlaub gemacht? Letztes Jahr, im September.
    Lebte er nur noch für die Arbeit?
    Ja, warum auch nicht! Paris, der Stress und Margaux. Daraus bestand sein Leben. In dem fühlte er sich wohl. Wer Fälle wie seine zu untersuchen hatte, dessen Uhr raste wie ein Rennwagen.
    Sein Mobilfone klingelte.
    Es steckte in der rechten Tasche seiner Jacke.
    Jacques hatte keine Lust nachzuschauen.
    Der Tag hatte noch nicht angefangen, da war er schon zweimal aufgeschreckt wo