Der Fremde

Roman

Albert Camus

(26)
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Beschreibung

«Mir wurde klar, dass ich das Gleichgewicht des Tages zerstört hatte, die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem ich glücklich gewesen war. Da habe ich noch viermal auf einen leblosen Körper geschossen, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es ihm ansah. Und es war wie vier kurze Schläge, mit denen ich an das Tor des Unglücks hämmerte.»

Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation. Der Roman bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus und gilt heute als einer der Haupttexte des Existenzialismus.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.04.1996
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-22189-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,1/11,6/1,4 cm
Gewicht 132 g
Originaltitel L'Étranger
Auflage 79. Auflage
Übersetzer Uli Aumüller
Verkaufsrang 15006

Buchhändler-Empfehlungen

M. Gotsch, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Grandios.

Demian Stock, Thalia-Buchhandlung Düren

Camus' Grundwerk des Existenzialismus über den jungen Meursault, der soziopathisch durch die Welt läuft und durch einen unglücklichen Unfall zum Mörder wird ist bis heute ein Faszinovum. Ein wichtiges Werk, dass von seiner Kraft kein bisschen verloren hat.

Kundenbewertungen

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Emotionen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.04.2021

Das Buch an sich hat mir sehr gefallen. Das Buch ist sehr lehrreich und bringt einiges zu Nachdenken mit sich. *Spoiler Alert* Oft wird Verschlossenheit, keine Emotionen zu zeigen, damit in Verbindung gebracht sich in Schutz zu nehmen, niemanden zu zeigen, wie es einem wirklich geht. Diesmal ist genau das dem jungen Mann zum ... Das Buch an sich hat mir sehr gefallen. Das Buch ist sehr lehrreich und bringt einiges zu Nachdenken mit sich. *Spoiler Alert* Oft wird Verschlossenheit, keine Emotionen zu zeigen, damit in Verbindung gebracht sich in Schutz zu nehmen, niemanden zu zeigen, wie es einem wirklich geht. Diesmal ist genau das dem jungen Mann zum Verhängnis geworden. Was man also davon lernen kann? Zu viele, aber auch zu wenige Emotionen können einem Schaden. Wenn man zu viele zeigt, ist man dramatisch, bei zu wenigen wird man fälschlicherweise als Soziopath bezeichnet. Jetzt müssen wir noch die gesunde Mitte finden.

„Heute ist Mutter gestorben. Oder vielleicht gestern, ich weiß es nicht.“
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 11.05.2020

Mit Teilnahmslosigkeit schildert der Ich-Erzähler Meursault im 1942 erschienenen und in Algerien spielenden Roman "Der Fremde" (Originaltitel: L’Étranger) u. A. die Totenwache und Beerdigung seiner Mutter, seine noch am Tag der Beerdigung beginnende Beziehung zu einer ehemaligen Kollegin, die Begegnung mit seinem Nachbarn, der e... Mit Teilnahmslosigkeit schildert der Ich-Erzähler Meursault im 1942 erschienenen und in Algerien spielenden Roman "Der Fremde" (Originaltitel: L’Étranger) u. A. die Totenwache und Beerdigung seiner Mutter, seine noch am Tag der Beerdigung beginnende Beziehung zu einer ehemaligen Kollegin, die Begegnung mit seinem Nachbarn, der eine frühere Geliebte verprügelt und letztlich den Todesschuss auf einen mit Messer bewaffneten Araber aus einer Laune heraus, sodass er schließlich wegen Mordes zum Tode verurteilt wird. All das scheint dem Protagonisten weitgehend ohne eigenes Zutun zu widerfahren, gegen die Konsequenzen seiner Handlungen wehrt er sich nicht. Spoiler: Wer eine Auflösung des „Warums“, d. h. der Sinnfrage erwartet, wird enttäuscht, einen Sinn gibt es nicht. Nichts ist wichtig, über das Todesurteil ist der Täter beinahe erleichtert. Am Ende macht er seinen Frieden, stellt fest, dass er glücklich war und es (trotz drohender Guillotine) noch ist und wird empfänglich für „die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt“. Existentialistische Essays von Sartre oder Simone de Beauvoir sind i. d. R. verkopft und für Nichtphilosophen schwer zu lesen und zu verstehen (Camus sah sich selbst übrigens nicht als Existenzialisten), auf die Erzählung „Der Fremde“ trifft so nicht zu, die 160 Seiten lassen sich problemlos an einem Sonntag lesen.

Mit Genuss wiedergelesen
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 20.01.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Erstaunlich wie aktuell Camus immer noch ist. Allein bei der Sprache hat man das Gefühl, dass junge Autoren sich noch immer an dem großen Franzosen orientieren. Klare, kurze Sätze ohne viel Brimborium. Und man spürt den philosophischen Blick des Autors auf die Welt, die er als etwas Absurdes empfand. Habe mir direkt auch die Bio... Erstaunlich wie aktuell Camus immer noch ist. Allein bei der Sprache hat man das Gefühl, dass junge Autoren sich noch immer an dem großen Franzosen orientieren. Klare, kurze Sätze ohne viel Brimborium. Und man spürt den philosophischen Blick des Autors auf die Welt, die er als etwas Absurdes empfand. Habe mir direkt auch die Biographie von Irsis Radisch gekauft. Bin schon sehr gespannt.


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