Meine Filiale

Ansichten eines Clowns

Roman

Heinrich Böll

(16)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
10,90
10,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 10,90 €

Accordion öffnen
  • Ansichten eines Clowns

    dtv

    Sofort lieferbar

    10,90 €

    dtv
  • Ansichten eines Clowns

    dtv

    Sofort lieferbar

    12,00 €

    dtv

gebundene Ausgabe

16,95 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

8,49 €

Accordion öffnen

Hörbuch (MP3-CD)

7,49 €

Accordion öffnen

Beschreibung

»Heinrich Böll zeigt, was so selten gezeigt wird: den Alltag einer Liebe.« Marcel Reich-Ranicki»Ich bin ein Clown, im Augenblick besser als mein Ruf.« Hans Schnier, einst ein gefragter Pantomime und Spaßmacher, sitzt, nachdem ihn seine Frau verlassen hat, zum Bettler degradiert auf den Stufen des Bonner Bahnhofs.Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter:

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.01.1967
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-00400-8
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/11,8/2 cm
Gewicht 243 g
Auflage 59. Auflage
Verkaufsrang 10977

Buchhändler-Empfehlungen

Demian Stock, Thalia-Buchhandlung Düren

Hans ist ein arbeitsloser, von seiner Frau verlassener Clown. Heinrich Böll erzählt von seinem Paradigma: philosophisch, politisch, religiös. Die Geschichte einer Lebenskrise.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Eine exakte Auseinandersetzung mit Zeitgeist, Gesellschaft und Moral. Wahrheit in Buchform!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
8
4
2
2
0

Wenn Kirche und Staat das Leben bestimmen
von einer Kundin/einem Kunden am 14.03.2021

Heinrich Böll erzählt die Geschichte des mittellosen Hans Schnier, der an seiner enttäuschten Liebe zu Marie, aber auch an den Konventionen der Gesellschaft verzweifelt. Marie, die er überaus liebhat, jedoch nicht ihre Ansichten über katholische Erziehungsformen teilt, verlässt ihn, um mit einem regeltreuen Katholiken ihr Leben ... Heinrich Böll erzählt die Geschichte des mittellosen Hans Schnier, der an seiner enttäuschten Liebe zu Marie, aber auch an den Konventionen der Gesellschaft verzweifelt. Marie, die er überaus liebhat, jedoch nicht ihre Ansichten über katholische Erziehungsformen teilt, verlässt ihn, um mit einem regeltreuen Katholiken ihr Leben zu verbringen und eine Familie zu gründen. Hans widersetzt sich den gängigen Normen und durchschaut die Perfidität und Scheinheiligkeit einiger Zeitgenossen. Mit seinen Eltern verwirft er sich komplett, da sie überzeugte Nationalsozialisten waren und er ihnen die Verantwortung für den Tod seiner Schwester anlastet. Alles in allem sind Anpassung und Gehorsam nicht sein Ding. Sein Dasein als einst angesehener Clown wird zunehmend schwieriger und sein sozialer Abstieg ist unausweichlich. Der Roman wirkt heute etwas aus der Zeit gefallen, doch bei seiner Veröffentlichung hat er heftige Diskussionen über Moral und Glaubensgrundsätzen ausgelöst und die Kritik der katholischen Kirche auf sich gezogen. Mir gefällt einerseits die Sprache von Heinrich Böll. Seine klaren und prägnanten Formulierungen sind schnörkellos und gut lesbar. Andererseits handelt es sich bei diesem Buch um eine interessante Milieustudie.

Auf ernste Weise komisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Willich am 20.02.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es war auf der einen Seite ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe, auf der anderen wird es seinem Titel mehr als gerecht und hat mich vor allem mit seinem tiefen Blick überrascht. Ich habe mit lockerer Satire gerechnet, die in Gesellschaftskritik getränkt ist. Ich habe sogar mehr als das bekommen. Denn beides wird in Form... Es war auf der einen Seite ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe, auf der anderen wird es seinem Titel mehr als gerecht und hat mich vor allem mit seinem tiefen Blick überrascht. Ich habe mit lockerer Satire gerechnet, die in Gesellschaftskritik getränkt ist. Ich habe sogar mehr als das bekommen. Denn beides wird in Form einer tiefschürfenden Erzählung aufgetischt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war sehr angetan von der tonlichen Inszenierung. Aber nächstes Mal werde ich es auf jeden Fall selbst lesen. Denn es gab vieles, was ich mir markieren und wollte und so aufwendig suchen musste. Man meint es nämlich nicht, aber alles, was in diesem Buch nur so dahin gesagt wirkt, hat eigentlich eine tiefere Bedeutung... Und belanglos ist die Thematik hier wirklich nicht. Wenn es einem nicht reicht, dass es von starkem Liebeskummer und Einsamkeit, unglücklichen Familien und clownischer Existenznot handelt, so wird man feststellen, dass es auf gesellschaftlicher Ebene viele Diskussionspunkte eröffnet: Hat die Kirche zu viel Macht? Wer lebt hier am ehesten nach den christlichen Gesetzen? Sollte sich die Kirche in das private Glück einmischen dürfen? Und ganz wichtig ist auch, dass es sich um einen Nachkriegsroman handelt. Zugegeben, die thematischen Schwerpunkte sind aus heutiger Sicht schon etwas angestaubt, was mein einziger "Kritikpunkt" ist. Denn zum Zeitpunkt der Erscheinung war es hochaktuell und kontrovers. Die Rückblenden geben Aufschluss über die Uneindeutigkeit der geltenden Werte im Nachkriegsdeutschland und Hans' (evtl. und ziemlich wahrscheinlich auch Bölls) Sicht auf die Dinge. Um dies zu erkennen, muss man nur die dicke Schicht Humor (in Form von Ironie, Sarkasmus, Zynismus...) abtragen. Sprachlich war es wirklich hervorragend! Ich habe lange überlegt, ob sich das Buch heute noch als Schullektüre eignet und bin zu dem Schluss gekommen, dass es immer noch gut in den Unterricht passt. Gerade Erzähltheorie kann man aufgrund der vielen inneren Monologe und dem besonderen Zeitverhältnis von Handlung und Erzählung sehr gut thematisieren. Allerdings führt meiner Meinung nach kein Weg daran vorbei, auch die Komik auseinanderzunehmen. Was ist es, was den Schreibstil so auffrischt? Was macht Humor zum Humor? Welche Stilmittel werden verwendet? Worin unterscheiden sich Ironie, Sarkasmus und Zynismus? Des Weiteren sollte eine zeitliche Einordnung nicht zu kurz kommen. Woran ist ersichtlich, dass es sich um Nachkriegsliteratur handelt? Und auch intertextuelle Bezüge zu anderen Werken sollen herangezogen werden. Alles in allem vielleicht kein Buch für die Abiturjahrgänge, aber in der Einführungsphase bietet es allemal genug gehaltvollen Stoff für eine Auseinandersetzung im Deutschunterricht. Und wer es einfach so lesen möchte, der macht auch nichts verkehrt!

von Christiane Strecker aus Neuss am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine traurige und ergreifende Liebesgeschichte im Nachkriegsdeutschland. Ich lese es alle zwei bis drei Jahre und finde es immer wieder wunderschön.


  • Artikelbild-0