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Oberst Chabert

Novelle

Reclams Universal-Bibliothek Band 2107

Honore de Balzac

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 116
Erscheinungsdatum 01.01.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-002107-1
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 14,9/9,8/0,7 cm
Gewicht 62 g
Übersetzer Hildegard Blattmann
Verkaufsrang 109094

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Von Ehefrauen und Gerichten
von Polar aus Aachen am 10.04.2008

Ein Kriegsheld, verarmt, von der Justiz verspottet, wendet sich an einen Anwalt, der Mitleid mit ihm hat, sich überzeugen läßt, dass er wirklich jener berühmte Oberst Chabert ist, der unter Napoleon gedient hat und angeblich gefallen ist. Seine Ehefrau hat längst wieder geheiratet. Darauf bedacht, dass einmal Gewonnene nicht wi... Ein Kriegsheld, verarmt, von der Justiz verspottet, wendet sich an einen Anwalt, der Mitleid mit ihm hat, sich überzeugen läßt, dass er wirklich jener berühmte Oberst Chabert ist, der unter Napoleon gedient hat und angeblich gefallen ist. Seine Ehefrau hat längst wieder geheiratet. Darauf bedacht, dass einmal Gewonnene nicht wieder zu verlieren, hat sie den Oberst um sein ganzes Vermögen gebracht, während er sich in der eigenen Scham windet, so tief gesunken zu sein, und auf Rehabilitierung hofft. Balzac entwirft in ihm nicht nur das faszinierende Bild eines alten Militärs, er zeigt auch die Mühlen damaliger Justiz, in die man einmal geraten, seinen Namen zermahlen sieht. Dass der Anwalt sich seiner annimmt, eine List ersinnt, mit der er der infamen Ehefrau beizukommen trachtet, ist Glück und Unglück zugleich. Glück, weil sich endlich ein Ende der Leidenzeit abzuzeichnen beginnt, und Unglück, weil es zu einer Widerbegegnung mit seiner Ehefrau führt, bei der der Oberst ein weiteres Mal einer List unterliegt. Nun ist auch der Anwalt um sein Honorar betrogen. Doch Balzac spinnt seine menschliche Komödie soweit, dass am Ende der Zufall zumindest die beiden aussöhnt, und der Oberst unter Beweis stellen darf, dass er sein Wort stets gehalten hat, auch wenn er seinen Namen nicht mehr führt. Eine höchst amüsante, unterhaltsame Geschichte, die ihren bitteren Beigeschmack nicht herunterschluckt und Balzacs Kunst, Masken so grell zu schminken, dass sie als solche kenntlich werden, einmal mehr unter Beweis stellt.


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