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Dantons Tod

Drama

Reclam Universal-Bibliothek 6060

(12)

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Taschenbuch

In seinem ersten Drama Dantons Tod (1835) zeichnet Georg Büchner ein düsteres Bild der Französischen Revolution. Er dramatisiert die Ereignisse zweier Wochen im März und April 1794 als Auseinandersetzung zwischen dem 'tugendhaften' Robespierre und dem 'sittenlosen' Danton.
Büchners revolutionäres Stück wurde wegen seiner politischen Schärfe und mitunter drastischen Sinnlichkeit zu Lebzeiten des Autors nur zensiert gedruckt. Weil es schonungslos das Scheitern einer humanistischen Idee zeigt, ohne die Idee selbst zu verleugnen, ist Dantons Tod ein Revolutionsstück von ungebrochener Aktualität.

Text in neuer Rechtschreibung. - Der Text folgt der historisch-kritischen Ausgabe mit Quellendokumentation und Kommentar ("Marburger Ausgabe").
Portrait
Georg Büchner, 17. 10. 1813 Goddelau bei Darmstadt - 19. 2. 1837 Zürich. Seit der Ernennung des Vaters zum Assessor des Großherzoglichen Medizinalkollegs 1816 lebte die Familie in Darmstadt. Nach der Schulzeit ging B. 1831 zum Medizinstudium nach Straßburg; hier verlobte er sich 1832 heimlich mit der Pfarrerstochter Minna Jaeglé. Im Herbst 1833 setzte er sein Studium an der Landesuniversität Gießen fort, wie es die Gesetze des Großherzogtums erforderten. Er beschäftigte sich mit Philosophie und der Geschichte der Französischen Revolution, lernte den Butzbacher Rektor Friedrich Ludwig Weidig, den führenden oberhessischen Oppositionellen, kennen und entschied sich im Frühjahr 1834 für die sozialrevolutionäre Agitation (Gründung von Sektionen der geheimen Gesellschaft für Menschenrechte in Darmstadt und Gießen, Entwurf der von Weidig dann abgeschwächten und von den Gießener Sektionsmitgliedern verteilten Flugschrift Der Hessische Landbote). Angesichts der polizeilichen Verfolgungsmaßnahmen kehrte B. im September 1834 nach Darmstadt zurück, wo er sich äußerlich wissenschaftlichen Studien widmete, zugleich jedoch die Sektion der Menschenrechte leitete, mit dieser Pläne zur Gefangenenbefreiung vorbereitete und das Drama Dantons Tod schrieb. Nachdem er mehrere gerichtliche Vorladungen ignoriert hatte, ¿oh er im Frühjahr 1835 nach Straßburg. Hier verband er literarische Arbeiten (Übersetzung von Dramen Victor Hugos; Leonce und Lena, Lenz, Woyzeck) mit dem Studium der Medizin, der Naturwissenschaften und der Philosophie. Für die Abhandlung Sur le système nerveux du barbeau erhielt er am 3. 9. 1836 den Doktorgrad der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. Im Oktober siedelte er nach Zürich über, wo er nach einer Probevorlesung Über Schädelnerven am 5. 11. 1836 als Privatdozent zugelassen wurde. Ende Januar 1837 erkrankte er an Typhus. Zu seinen Lebzeiten erschienen neben der revolutionären Flugschrift nur die Hugo-Übertragungen und, in einer von K. Gutzkow entstellten Form, das Drama Dantons Tod. Es behandelt, z. T. Quellenzitate montierend, einen Ausschnitt aus der Spätphase der jakobinischen Herrschaft, demaskiert die Motivationen, Selbsttäuschungen, Rollenspiele, die großen Gesten, die revolutionären Phrasen der Akteure und demonstriert zugleich den gräßlichen Fatalismus der Geschichte. Mit Leonce und Lena, aus Anlass eines Preisausschreibens des Cotta-Verlages 1836 entstanden, gelang B. eine die romantische Ironie potenzierende, anspielungsreiche, melancholische Literaturkomödie, die zugleich als Gesellschaftssatire zu verstehen ist. Fragment blieb der erst 1879 von K. E. Franzos in seiner Büchner-Ausgabe veröffentlichte Woyzeck (Franzos las fälschlich Wozzeck), ein in thematischer wie stilistischer Hinsicht revolutionäres Stück, das einen vorindustriellen Pauper, einen in die Psychose und zum Mord getriebenen Menschen zum Helden hat und die Frage nach der Verantwortlichkeit von Moral, Religion, Wissenschaft und Gesellschaft für diese Leidensgeschichte stellt. Wie Woyzeck beruht auch B.s einzige Erzählung, Lenz, auf historischem Material, der Krankengeschichte des Sturm-und-Drang-Dichters J. M. R. Lenz, von B. zu einem seelischen Seismogramm gestaltet und kunstvoll aus einer Perspektive erzählt, bei der die Grenzen von Innen- und Außenwelt, von Vernunft und Wahnsinn zu zer¿ießen scheinen. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 87
Erscheinungsdatum Dezember 1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-006060-5
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14,7/9,7/0,7 cm
Gewicht 49 g
Verkaufsrang 23.819
Buch (Taschenbuch)
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Fazit: Ein Klassiker, der nichts von seinem Reiz verloren hat.
"Der Sandmann" ist einer meiner Lieblingsklassiker. Schaurig und hintergründig ist das Kunstmärchen auch heute noch spannend und lesenswert. In dieser Ausgabe von Suhrkamp wird der Originaltext hervorragend durch anschauliche und aufschlussreiche Kommentare ergänzt.

Fazit: Ein Klassiker, der nichts von seinem Reiz verloren hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Ein toller Kafka!
von Pauline Krause aus Bonn am 26.03.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Allgemeines Titel: Die Verwandlung Autor: Franz Kafka Format: Taschenbuch Verlag: Klett Seitenzahl: 57 Inhalt Eines Morgends wacht Gregor Samsa als hässlicher, menschengroßer Käfer auf und bringt das gesamte Leben der Familie durcheinander. Auch er selbst muss erstmal mit der veränderten Situation umgehen, er verliert seine Arbeit und seine Familie will nichts mehr mit ihm zu tun... Allgemeines Titel: Die Verwandlung Autor: Franz Kafka Format: Taschenbuch Verlag: Klett Seitenzahl: 57 Inhalt Eines Morgends wacht Gregor Samsa als hässlicher, menschengroßer Käfer auf und bringt das gesamte Leben der Familie durcheinander. Auch er selbst muss erstmal mit der veränderten Situation umgehen, er verliert seine Arbeit und seine Familie will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Meine Meinung Ich habe vor ungefähr einem Jahr "Der Prozess" von Kafka gelesen und war total begeistert. Die Geschichte war total abgefahren, der Schreibstil gewöhnungsbedürftig, aber faszinierend. Die Verwandlung fiel mir deutlich leichter, denn der Schreibstil war nicht ganz so anspruchsvoll, dafür war die Handlung wieder sehr verrückt. Auch fanden sich viele Parallelen zum Prozess, was mir besonders gut gefallen hat. Die meisten Menschen verfluchen Kafka, ich kann es verstehen, denn so einfach ist er nicht, aber wenn man bedenkt, dass er ein Meister der offenen Enden und Fragen ist, dann kann man ihn gar nicht hassen. Letztendlich hat er mich mit vielen Fragen zurückgelassen auf die ich, wie beim Prozess, nie eine Antwort bekommen werde. Fazit Es verdient 4/5 Sternen. Zwar es war es ein sehr guter Roman, aber er war mir irgendwie zu kurz und es blieb zu viel offen. Das was vorhanden war, war toll, man hätte aber mehr draus machen können.

Super gut.
von einer Kundin/einem Kunden aus Solingen am 04.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

- Alle wichtigen Informationen sind enthalten. - Alles ist gut strukturiert (Zusammenfassung, Interpretation, Erzählperspektiven, etc.) - Super Qualität. - Gute Interpretationshilfe für Hausaufgaben und Klausuren.

Schriftbild
von einer Kundin/einem Kunden aus Breil/Brigels am 14.04.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Novelle ist prima. Die Schrift auf dem iPad mini war für mich etwas klein und "anstrengend".