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Redet Geld, schweigt die Welt

Was uns Werte wert sein müssen

Ulrich Wickert

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Buch (gebundene Ausgabe)
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19,99
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Beschreibung

Ist es bloße Gier, die Menschen dazu bringt, zu lügen, zu betrügen und irrezuführen? Kam es deshalb zur größten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg? Werden Banker zu Recht als Gauner verurteilt? Ulrich Wickert nennt die Schuldigen beim Namen und fordert, endlich Verantwortung zu übernehmen und zu handeln.

Ulrich Wickerts wichtigste Botschaften lauten: "Wir müssen lernen, dass überall in der Welt, so auch in der Wirtschaft, nur diejenigen langfristig Erfolg haben, die ethische Werte kennen und ihr Handeln daran ausrichten." Und: "Wir müssen den Werten wieder einen Wert geben; Anstand, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität sind Grundpfeiler des Zusammenlebens." Mit aufrüttelnden, aber auch komischen Beispielen erklärt der Autor, warum es für uns alle - für den ganz normalen Bürger wie auch für Konzernlenker oder Banker - wichtig und nützlich ist, sich nach moralischen Werten zu richten. Im Ton ironisch distanziert, in der Sache kenntnisreich und engagiert beschreibt Wickert die Krise und weist einen Weg in die Zukunft.

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertolt Brecht

Ulrich Wickert, geboren 1942, gilt als einer der bekanntesten Journalisten in Deutschland. Als Korrespondent in den USA und Frankreich, als langjähriger Anchorman der Tagesthemen hat er das Fernsehbild der Deutschen geprägt. Mit seinen Bestsellern "Der Ehrliche ist der Dumme", "Das Buch der Tugenden" und "Gauner muss man Gauner nennen" hat er die Wertedebatte immer wieder angestoßen. Auch seine Bücher über Frankreich und seine Kriminalromane mit dem Untersuchungsrichter Jacques Ricou waren Bestseller.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 205
Erscheinungsdatum 14.09.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-50224-4
Reihe Zeitgeschichte
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21,1/13,5/2,3 cm
Gewicht 324 g

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Wie ein Gespräch mit einem Freund über die aktuellen Themen der Gesellschaft
von Wedma am 03.02.2016
Bewertet: Medium: H?rbuch-Download

Hörbuch (2011), 20 Kapitel, Spieldauer 2 Stunden 42 Minuten, mit und von Ulrich Wickert. In diesem Buch hinterfragt Ulrich Wickert das heute so selbstverständlich klingende Postulat „Geld regiert die Welt“. Er fragt, ob das so richtig sein kann, sich im Zweifel für das Geld und fürs Geschäft zu entscheiden, dabei den sozialen... Hörbuch (2011), 20 Kapitel, Spieldauer 2 Stunden 42 Minuten, mit und von Ulrich Wickert. In diesem Buch hinterfragt Ulrich Wickert das heute so selbstverständlich klingende Postulat „Geld regiert die Welt“. Er fragt, ob das so richtig sein kann, sich im Zweifel für das Geld und fürs Geschäft zu entscheiden, dabei den sozialen, gemeinschaftlichen Gedanken beiseite schiebend. Unter Nennung der Quellen erklärt er, woher und wie es in der Wirtschaft dazu kam, dass das Geld und Profit als oberstes Ziel gesetzt, dabei die für solche Unternehmen arbeitende Menschen und ihre Kunden eher zum Mittel zum Zweck degradiert wurden. Gerade vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise von 2008-2009, die genug Beispiele für die Auswirkungen solcher Handlungsmaximen lieferte, klingen die Überlegungen Ulrich Wickerts (UW) aktuell, nachhaltig orientiert und gar überlebenswichtig, obschon sie manchen Lesern/Hörern evtl. unrealistisch, hochtrabend und/oder gar unerfüllbar vorkommen können. Nichtsdestotrotz fand ich gut, dass über diese Themen ausführlich gesprochen wurde und zwar so, wie UW es getan hat. Mir gefiel insb. seine Art: keine Anklagen oder Lamentos. Das Hörbuch ist eher wie ein Gespräch mit einem Freund, der sich Gedanken zu den Themen „Markt und Moral“, „Habgier und Macht“, „Profit und die Würde des Menschen“, „Gemeinsinn statt Eigennutz“, so heißen manche Kapitel, auch zur persönlichen Freiheit und zur sozialen Gerechtigkeit, ethischem Handeln, Altruismus, guter Zukunft, etc. gemacht hat, und seine Überlegungen mit einem nun teilt. Erfreulich fand ich, dass UW etliche gute Beispiele nennt, z. B: die Unternehmen, die den sozialen Gedanken nicht nur auf die Fahnen geschrieben, sondern in ihrem Alltag leben. Er erzählt auch von den führenden Köpfen unserer Zeit, die sich Gedanken über das Wirtschaften von heute gemacht haben und ihre Lösungen vorschlagen, um die nächste Wirtschaftskrise meiden, wie ein gutes Leben für alle schaffen zu können: „Der Friedensnobelpreisträger Mohammad Junus hat seine Perspektive für den Kapitalismus der Zukunft nicht nur entworfen, sondern damit begonnen, seine Überlegungen praktisch umzusetzen. Er schlägt zwei Varianten der Unternehmen vor: Erstens, wie bisher machen Unternehmen ihre Gewinnen im Sinne der Eigentümer, allerdings unter Vermeidung negativer Auswirkungen. Wir nennen es weiterhin kapitalistisch wirtschaften. Zweitens, auch diese Unternehmen machen ihre Gewinne wie alle andere Unternehmen, ihre Ausrichtung ist aber rein sozial. Sinn dieser Unternehmen ist es Arbeitsplätze zu schaffen, nachhaltig zu wirtschaften und Gewinne für soziale Projekte auszugeben. Wir nennen das soziale wirtschaften, social business. Beide Unternehmensformen können zusammen wirtschaften, nichts hindert sie daran.“ UW sagt auch: „Wir müssen umdenken, wenn wir in einer wirklich solidarischen Gesellschaft leben wollen…Der Altruismus muss als Teil der menschlichen Natur auch in der Wirtschaftstheorie eine Rolle spielen… Wir sollten uns aber auch immer vergegenwärtigen, dass die Wirtschaftswelt nur einen, wenn auch elementaren Bereich des Lebens ausmacht. Alles menschliche Handeln muss auf der Achtung der Würde des anderen basieren. Der Sinn für Gerechtigkeit und Solidarität, Selbstdisziplin und Mäßigung, Ehrlichkeit und Fairness sollen die Regeln für ein gutes Leben der Gemeinschaft bestimmen. Wenn wird dieses Ziel ernsthaft und nachhaltig anstreben, liegt eine reiche Zukunft vor uns.“ (Kap. 20) Das Material ist gut verständlich fürs breitere Publikum aufbereitet worden. Es dürfte für jeden leicht dem Gedankenfluss zu folgen sein. Viele Beispiele verdeutlichen die Thesen und bringen die Hörer zum Nachdenken und evtl. zum Überdenken eigener Glaubenssätze, bzw. von denjenigen, die einem in jeweiligen Bildungseinrichtungen beigebracht worden sind. Ich habe das Buch gerne gehört, auch etwas Neues für mich entdeckt und kann es gut weiterempfehlen.

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