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Das Herz ist ein einsamer Jäger

Gekürzte Ausgabe

(9)
Eine kleine Stadt in Georgia scheint inmitten der glühenden Sommerhitze und des ewigen Surrens der Baumwollspinnereien im Stillstand zu verharren – wie die Träume ihrer Bewohner. Da ist das Mädchen Mick, das erwachsen werden will und den Kopf voll klassischer Musik hat; da ist Jake Blount, der von der Revolution träumt – aber trinkt und zu Gewaltausbrüchen neigt. Und da ist Copeland, ein farbiger Arzt, der ebenfalls träumt – vom Ende der Unterdrückung der Schwarzen – und daran zerbricht. Der Cafébesitzer Biff Brannon schließlich ist nach dem Tod seiner Frau wie von allen Wünschen leergespült. In seinem Café New York kreuzen sich die Wege dieser Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Halt und Vertrauen gibt der skurrilen Gruppe von Außenseitern John Singer, der täglich im Café sein Abendessen einnimmt. Er ist es, der ihnen allen zuhört und Trost spendet – obwohl er taubstumm ist.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 16.01.12
Das einfache Mädchen Carson McCullers - 1917 bis 1967 - wurde zu einem der größten Literatur-Stars der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Amerikanerin hat Werke geschrieben, die man auch heute noch mit großen, leuchtenden Augen liest. Das Herz ist ein einsamer Jäger - erschienen 1940 - ist dabei ihr herausragendes Werk. Ein Spiegelbild der Menschen überall, Ein Spiegelbild des Wollens und Scheiterns. Eindringlich gelesen von Elke Heidenreich.
Portrait
Carson McCullers, geboren 1917 in Columbus (Georgia), gestorben 1967 in Nyack (New York), dort begraben. McCullers wollte eigentlich Pianistin werden. Mit 500 Dollar fuhr sie 18-jährig alleine nach New York, um an der renommierten Juilliard-Musikschule zu studieren. Das Geld verschwand auf mysteriöse Weise, doch sie blieb in New York, arbeitete als Sekretärin, Kellnerin, Barpianistin und beschloss, Schriftstellerin zu werden. Der Erfolg ihres Erstlings, ›Das Herz ist ein einsamer Jäger‹, machte die 23-Jährige zum literarischen ›Wunderkind‹. Mit 23 erlitt sie den ersten von drei Schlaganfällen, ihr Leben wurde bestimmt durch die Krankheit, der sie ihr Werk abrang, und durch Einsamkeit, besonders nach dem Selbstmord ihres Mannes 1953.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Elke Heidenreich
Anzahl 7
Erscheinungsdatum 25.10.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783257803112
Verlag Diogenes Verlag AG
Originaltitel The Heart is a Lonely Hunter
Auflage 1. Abridged
Spieldauer 478 Minuten
Übersetzer Susanna Brenner-Rademacher, Susanna Rademacher
Hörbuch (CD)
19,79
bisher 22,99

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Eine zu Unrecht vergessene Perle der amerikanischen Literatur. Carson McCullers' Südstaatenballade lässt sie den Staub der trockenen Kleinstadtstraßen förmlich schmecken! Zutiefst bewegendes Außenseiterporträt, dessen nüchterner Schreibstil der Tragik eine immense Wucht verleiht und zu Tränen rührt.

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Dies ist die Geschichte von John Singer, taubstumm und seines einzigen Freundes und Zuhörer beraubt. Nach und nach besuchen ihn die Menschen der kleinen Stadt, schütten ihr Herz aus und gehen erleichtert von dannen, während Singers Herz immer schwerer wird...

McCullers ist mit diesem Roman ein Meisterwerk gelungen. Die hier potraitierten Menschen spiegeln alles wieder, was uns noch heute begegnet. Und die dargestellte Art des Egoismus gegenüber einem Menschen, der nichts erwidern kann ist sicher ebenso aktuell. Und doch gelang es ihr, frei von Bitterkeit und Vorwurf die Geschichte zu spinnen und hat jeden ihrer Charaktere so gemacht, dass wir ihm verzeihen werden.
Ein wundervolles Buch, welches zu Tränen rührt und einen doch glücklich macht.
Dies ist die Geschichte von John Singer, taubstumm und seines einzigen Freundes und Zuhörer beraubt. Nach und nach besuchen ihn die Menschen der kleinen Stadt, schütten ihr Herz aus und gehen erleichtert von dannen, während Singers Herz immer schwerer wird...

McCullers ist mit diesem Roman ein Meisterwerk gelungen. Die hier potraitierten Menschen spiegeln alles wieder, was uns noch heute begegnet. Und die dargestellte Art des Egoismus gegenüber einem Menschen, der nichts erwidern kann ist sicher ebenso aktuell. Und doch gelang es ihr, frei von Bitterkeit und Vorwurf die Geschichte zu spinnen und hat jeden ihrer Charaktere so gemacht, dass wir ihm verzeihen werden.
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„Moderner Klassiker, der im Gedächtnis und Herzen bleibt“

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

John Singer lebt in den 30er Jahren in einer typischen amerikanischen Stadt. Er ist taubstumm und der Roman schildert seine täglichen Erlebnisse und die Menschen, mit denen er Kontakt hat. Man erfährt deren verschiedene (Lebens)Geschichten und daß Singer quasi jedem ein Freund ist und "zuhört", was ihnen auf dem Herzen liegt. Doch wer ist für Singer da?
Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, wunderbar erzählt, anrührend und zu Herzen gehend. Eines der Bücher, die man ein Leben lang nicht vergisst!
John Singer lebt in den 30er Jahren in einer typischen amerikanischen Stadt. Er ist taubstumm und der Roman schildert seine täglichen Erlebnisse und die Menschen, mit denen er Kontakt hat. Man erfährt deren verschiedene (Lebens)Geschichten und daß Singer quasi jedem ein Freund ist und "zuhört", was ihnen auf dem Herzen liegt. Doch wer ist für Singer da?
Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, wunderbar erzählt, anrührend und zu Herzen gehend. Eines der Bücher, die man ein Leben lang nicht vergisst!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
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Großartige Geschichte. Gereift, wie guter Wein!
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 18.01.2012

Die zentrale Figur hält (in eigener Illusion von Freundschaft gefangen) so lange Träume und Hoffnung aller Einsamen um ihn zusammen, wie seine eigene Illusion währt. Wie ein ferner Erzähler hält die Autorin wiederum zu allen Abstand und desillusioniert unser aller Sehnsucht nach "Happy End". Ich hätte mir eine noch neutralere... Die zentrale Figur hält (in eigener Illusion von Freundschaft gefangen) so lange Träume und Hoffnung aller Einsamen um ihn zusammen, wie seine eigene Illusion währt. Wie ein ferner Erzähler hält die Autorin wiederum zu allen Abstand und desillusioniert unser aller Sehnsucht nach "Happy End". Ich hätte mir eine noch neutralere Stimme als Vorleserin gewünscht. Großartige Geschichte, gereift wie guter Wein und bestimmt unvergänglich!