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Goethe ruft an

Roman

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Es gibt zwei Sorten von Schriftstellern: die strahlenden Zauberer und die erfolglosen Zweifler. Der Erzähler von John von Düffels neuem Roman gehört zweifellos zu den Erfolglosen. Seit Jahren schon sitzt er »an etwas Größerem«.
Doch er hat einen Förderer: Goethe. Der heißt natürlich nicht wirklich so – doch wenn irgendjemand heute Goethes Format hat, dann er. Ein Klassiker zu Lebzeiten, ein Literaturgott. Seine Lesungen gleichen Messen. Oder Rockkonzerten.
Goethe überredet den Freund, ihn bei einer Veranstaltung in der Lausitz zu vertreten. Seine Assistentin bringe ihm den Ordner mit den Unterlagen gleich vorbei, der alles enthalte, was zum erfolgreichen Schreiben nötig sei. Aber Vorsicht: Es ist sein einziges Exemplar.
So kommt der Erzähler in den Besitz der Goethe-Formel. Und macht gleichzeitig die Bekanntschaft von Frau Eckermann. Sind Formel und Frau bei ihm in guten Händen?
›Goethe ruft an‹ erzählt die ebenso rasante wie charmante Jagd nach dem Geheimnis des Erfolgs – und nähert sich darin auf augenzwinkernde Weise dem Schnittpunkt von Lesen und Leben.
Portrait
John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Auszeichnungen
1998 erhielt John von Düffel für seinen Debütroman >Vom Wasser< den Ernst-Willner-Preis in Klagenfurt, den Jürgen-Ponto-Preis, den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg und den aspekte-Literaturpreis. 2005 erhielt er für seinen Roman >Houwelandt< den Preis >Das neue Buch<, der jährlich vom Verband deutscher Schriftsteller (VS) Niedersachsen / Bremen ausgelobt wird.
John von Düffels Theaterstücke wurden zweimal zu den Mülheimer Theatertagen nominiert und beim Berliner Theatertreffen vorgestellt. Zuletzt wurde er mit dem Nicolas-Born-Preis 2006 ausgezeichnet. Buchveröffentlichungen Oi (Merlin 1995)
Solingen (Merlin 1995)
Die Unbekannte mit dem Fön (Merlin 1997)
Missing Müller (Merlin 1997)
Born in the RAF (Merlin 1999)
Kleine Philosophie der Passionen. Schwimmen (dtv 2000)
Zeit des Verschwindens. Roman (DuMont, 2. Aufl. 2000) Vom Wasser. Roman (DuMont 2000) Ego. Roman (DuMont 2001) Wasser und andere Welten. Geschichten vom Schwimmen und vom Schreiben (DuMont 2002) Houwelandt. Roman (DuMont 2004)
Beste Jahre. Roman (DuMont 2007)
Wovon ich schreibe (DuMont 2009)
Hotel Angst (illustrierte Ausgabe DuMont 2010)
Goethe ruft an (DuMont 2011)
Wassererzählungen (DuMont 2014) Weitere Veröffentlichungen Theaterstücke Oi. UA: 1995, Stendal/Oldenburg, R: Gerhard Jelen, R: Guido Huonder
Solingen. UA: 1995, Oldenburg, R: Sylvia Richter
Das schlechteste Theaterstück der Welt. UA: 1996, Augsburg, R: Friderike Vielstich
Die Unbekannte mit dem Fön. UA: 1999, Magdeburg, R: Jessica Steinke
Born in the R.A.F. UA: 2001, Osnabrück, R: Harff-Peter Schönherr
Shakespeare, Mörder, Pulp & Fiktion. UA: 1997, Basel, R: Oliver Held
Missing Müller
Sauriersterben. UA: 1997, Basel, R: Andreas von Studnitz
Rinderwahnsinn. UA: 1999, Schwerin, R: Dieter Klaß
Zweidrei Liebesgeschichten. UA: 2000, Münster, R: Sylvia Richter (alle Rechte vertreten vom Merlin Verlag, Gifkendorf)
Balkonszenen. UA: 2000, Bonn, R: Beat Fäh (alle Rechte vertreten vom Rowohlt Theaterverlag, Hamburg) Hörspiele (ARD-Produktionen) Tango; Wanzen; Glashäuser; Test; Hüben wie drüben; Neue Männer; Schnee; Jahrtausendwende; Eike & Eike; Go Wost! (Hörspiel des Monats); Jenny (Hörspiel des Monats); Missing Müller Übersetzungen und Bearbeitungen Richard B. Sheridan, Die Lästerschule
Alan Benett, Die Krankheit von George III
Hermann Melville, Bartleby
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.08.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783832185688
Verlag DUMONT Buchverlag
Dateigröße 2088 KB
eBook
8,99
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„Ein anspruchsvolles literarisches Werk“

Maren Oberwelland

„Goethe ruft an. Er heißt nicht Goethe, aber ich nenne ihn Goethe, weil er so sehr Goethe ist, wie man heute nur sein kann. Ein Klassiker zu Lebzeiten. […] Goethe kennt Gott und die Welt, und Gott und die Welt kennen Goethe, was ich von Gott, der Welt und mir nicht behaupten kann.“
Als ich diesen Klappentext gelesen hatte war ich neugierig auf das neue Werk von John von Düffel – ein Buch, dass die Bezeichnung „Werk“ wirklich verdient hat.
Im Besitz der Goethe-Formel vertritt der Erzähler seinen Förderer als Leiter eines Seminars zum Thema „Leichtschreiben“; doch eigentlich geht es um viel mehr. „Goethe ruft an“ beschäftigt sich mit der Kunst des Schreibens, mit der Qualität von Literatur und dem Unterschied von Unterhaltung und Literatur. Die Seminarteilnehmer lernen viel über den (wahren) ersten Satz und das Tiefschreiben, das zunächst im Gegensatz zum Leichtschreiben zu stehen scheint.
Am Ende ist von Düffels Roman aber vor allem eine Geschichte vom „sich frei schreiben“ - frei von Zwängen, Vorgaben und vom großen Vorbild: „Und wie durch ein Wunder bin ich immer mehr geworden mit jedem Satz, jeder Seite, immer mehr ich selbst.“

John von Düffels „Goethe ruft an“ ist ein Stück anspruchsvolle Literatur der Gegenwart. Die langen Sätze, die dem Leser zunächst vielleicht ungewohnt erscheinen, sind kein Wort zu lang; sie ziehen einen in den Bann der Geschichte und empfinden den Fluss des Schreibens nach, um den es im Buch ja geht. Neben dieser durchaus realistischen Auseinandersetzung mit dem heutigen Literaturbetrieb ist der Roman auch eine Persiflage, mit der der Autor nicht zuletzt sich selbst ironisiert. (John von Düffel lehrt Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin.)
Auf den ersten Seiten des Buches vermisst der Leser eine klare Handlung; ich empfehle aber darüber hinwegzusehen und der Geschichte eine Chance zu geben, möglicherweise muss man das Buch auch ein zweites Mal lesen, um seine Botschaft zu entschlüsseln, aber dann hat man ein wunderbares Stück Literatur entdeckt. Es lohnt sich!
„Goethe ruft an. Er heißt nicht Goethe, aber ich nenne ihn Goethe, weil er so sehr Goethe ist, wie man heute nur sein kann. Ein Klassiker zu Lebzeiten. […] Goethe kennt Gott und die Welt, und Gott und die Welt kennen Goethe, was ich von Gott, der Welt und mir nicht behaupten kann.“
Als ich diesen Klappentext gelesen hatte war ich neugierig auf das neue Werk von John von Düffel – ein Buch, dass die Bezeichnung „Werk“ wirklich verdient hat.
Im Besitz der Goethe-Formel vertritt der Erzähler seinen Förderer als Leiter eines Seminars zum Thema „Leichtschreiben“; doch eigentlich geht es um viel mehr. „Goethe ruft an“ beschäftigt sich mit der Kunst des Schreibens, mit der Qualität von Literatur und dem Unterschied von Unterhaltung und Literatur. Die Seminarteilnehmer lernen viel über den (wahren) ersten Satz und das Tiefschreiben, das zunächst im Gegensatz zum Leichtschreiben zu stehen scheint.
Am Ende ist von Düffels Roman aber vor allem eine Geschichte vom „sich frei schreiben“ - frei von Zwängen, Vorgaben und vom großen Vorbild: „Und wie durch ein Wunder bin ich immer mehr geworden mit jedem Satz, jeder Seite, immer mehr ich selbst.“

John von Düffels „Goethe ruft an“ ist ein Stück anspruchsvolle Literatur der Gegenwart. Die langen Sätze, die dem Leser zunächst vielleicht ungewohnt erscheinen, sind kein Wort zu lang; sie ziehen einen in den Bann der Geschichte und empfinden den Fluss des Schreibens nach, um den es im Buch ja geht. Neben dieser durchaus realistischen Auseinandersetzung mit dem heutigen Literaturbetrieb ist der Roman auch eine Persiflage, mit der der Autor nicht zuletzt sich selbst ironisiert. (John von Düffel lehrt Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin.)
Auf den ersten Seiten des Buches vermisst der Leser eine klare Handlung; ich empfehle aber darüber hinwegzusehen und der Geschichte eine Chance zu geben, möglicherweise muss man das Buch auch ein zweites Mal lesen, um seine Botschaft zu entschlüsseln, aber dann hat man ein wunderbares Stück Literatur entdeckt. Es lohnt sich!

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