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Böse Jahre, gute Jahre

Ein Leben 1931 ff.

Hans Maier

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Beschreibung

Gelehrter, Politiker, Katholik, Musiker - Hans Maiers Erinnerungen erzählen die Geschichte eines ungewöhnlich vielseitigen Lebens. Sie schildern in treffsicheren, subtil geschliffenen Portraits Menschen, denen Maier begegnet ist, darunter Martin Heidegger, Franz Josef Strauß und Joseph Ratzinger. Zugleich aber eröffnet das Buch mit großer atmosphärischer Dichte Einblicke in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Maier als teilhabender Zeuge miterlebt hat - von den Jahren der NS-Zeit und der frühen Bundesrepublik bis zur Gegenwart.

Hans Maier, seit 1962 Professor für politische Wissenschaft in München, war von 1970 bis 1986 bayerischer Kultusminister und ist seit 1999 Prof. em. für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie. Von 1976 bis 1988 war er Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Er ist u. a. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 420 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.05.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783406612862
Verlag C. H. Beck
Dateigröße 4382 KB

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Ein wichtiger Zeitzeuge
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 18.05.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Maier: Böse Jahre, gute Jahre Die letzten 80-90 Jahre umschließen eine Vergangenheit mit einem Auf-und Nieder, mit Systemwechseln, geschichtlichen Katastrophen, technischen und wissenschaftlichen Fortschritten, aber auch einem Wandel der Werte, wie es wohl kaum vergleichbare Zeiträume in der Geschichte gibt. Und sehr Vieles der... Maier: Böse Jahre, gute Jahre Die letzten 80-90 Jahre umschließen eine Vergangenheit mit einem Auf-und Nieder, mit Systemwechseln, geschichtlichen Katastrophen, technischen und wissenschaftlichen Fortschritten, aber auch einem Wandel der Werte, wie es wohl kaum vergleichbare Zeiträume in der Geschichte gibt. Und sehr Vieles der Vergangenheit wird höchst unterschiedlich beurteilt, mal gelobt, aber auch verurteilt. Eine bedeutende Hilfe, über diese komplizierte Vergangenheit sich ein Urteil zu bilden, bieten die Erinnerungen des ehemaligen bayrischen Kultusministers Maier. Eigentlich ist es schon erstaunlich, dass dieser gelehrte Professor überhaupt ein wichtiges politisches Amt übernehmen konnte, da er zum Zeitpunkt der Übernahme noch parteilos war. Ein bornierter Parteisoldat wurde er auch später nicht, er blieb ein Mensch, der sich seine Unabhängigkeit stets bewahrt hat und nur seinem Wissen und Gewissen folgte. Dreizehn Seiten umfasst am Ende des Buches das Personenregister. Sehr vielen hochrangigen Persönlichkeiten ist er in seinem Leben begegnet. Höchst bedeutsam sind daher seine Aussagen und Beurteilungen zum Beispiel über Franz Josef Strauß und Ratzinger, den jetzigen Papst Benedikt XVI. Die Auseinandersetzungen mit den 68ern werden kritisch beleuchtet, die Problematik um den § 218 können sehr nachdenklich machen. Der Leser erfährt, wie anders in Wirklichkeit vielfach das politische Geschehen abläuft, wie anders auch die Beziehungen der Politiker zueinander oft sind, als es für die Öffentlichkeit vielfach dargestellt wird. Maiers Buch wird ein wichtiger Blick hinter die Kulissen des öffentlichen Geschehens. Dem Leser wird die Möglichkeit geboten, seine Beurteilung von Personen und geschichtlichen Gegebenheiten zu erweitern und zu objektivieren.


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