Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

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Mit seiner "Tante Jolesch" setzte Friedrich Torberg (1908-1979) der Welt des ehemaligen Habsburgerreiches ein literarisches Denkmal. Hier schreibt er als einer der letzten Zeitgenossen, beschwört noch einmal das Lebensgefühl einer ganzen Kultur-Epoche, erzählt von all den großen und kleinen Leuten, die sich in den Kaffeehäusern der k.u.k.-Metropolen Wien, Prag und Budapest tummelten. Ein "Buch der Wehmut" nennt Torberg selbst diese Sammlung von Geschichten aus vergangener Zeit in seinem Geleitwort - doch es ist eine heitere, eine lächelnde Wehmut, die aus seinen geschliffenen, geistreichen, witzigen Anekdoten hervorleuchtet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 31.08.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86647-702-5
Verlag Anaconda
Maße (L/B/H) 19,4/13,4/3,5 cm
Gewicht 403 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Ja damals...“

Michael Flath, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Friedrich Torberg (eigentlich Friedrich Ephraim Kantor-Berg) entführt den Leser mit Wehmut, aber mit noch mehr verschmitztem (jüdischem) Humor, in die Zeit der k.u.k.-Monarchie bis zum beginnenden Nationalsozialismus.
Er erinnert sich an Personen und Begebenheiten aus dem intellektuellen Milieu zwischen Wien, Prag und Budapest. Er beschreibt eine Welt, jüdisch geprägt, von Literaten, Künstlern, Theaterleuten, hauptsächlich in der Atmosphäre des Wiener Kaffeehauses.
Und er erzählt von der Zerstörung dieser Welt mit Beginn der Nazi-Herrschaft, und dem Versuch, diese Kultur in der Emigration, rund um den Globus, aufrecht zu erhalten.
Die Anekdoten erzählen von „Käuzen und Originalen“, die es in unserer schnelllebigen, materialistischen, Konsum-orientierten Gesellschaft nicht mehr gibt.
Ein wehmütig-humorvolles Buch, geschrieben mit der erkennbaren Lust am Fabulieren.
Friedrich Torberg (eigentlich Friedrich Ephraim Kantor-Berg) entführt den Leser mit Wehmut, aber mit noch mehr verschmitztem (jüdischem) Humor, in die Zeit der k.u.k.-Monarchie bis zum beginnenden Nationalsozialismus.
Er erinnert sich an Personen und Begebenheiten aus dem intellektuellen Milieu zwischen Wien, Prag und Budapest. Er beschreibt eine Welt, jüdisch geprägt, von Literaten, Künstlern, Theaterleuten, hauptsächlich in der Atmosphäre des Wiener Kaffeehauses.
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Ein wehmütig-humorvolles Buch, geschrieben mit der erkennbaren Lust am Fabulieren.

Kundenbewertungen

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Als Österreich noch war
von Rodrigo Frez-Hidalgo aus Wien am 05.01.2013

Was ist Österreich, was ist die österreichische Seele, was macht uns aus und wie viel steckt heute in uns, von dem was gestern war? Friedrich Torberg, ein Pseudonym, der uns eher vom Schüler Gerber bekannt sein wird, schreibt eine andächtige Sammlung an Anekdoten, die das Herz eines jeden Melancholikers höher... Was ist Österreich, was ist die österreichische Seele, was macht uns aus und wie viel steckt heute in uns, von dem was gestern war? Friedrich Torberg, ein Pseudonym, der uns eher vom Schüler Gerber bekannt sein wird, schreibt eine andächtige Sammlung an Anekdoten, die das Herz eines jeden Melancholikers höher wird schlagen lassen . Dass Wien einst ein blühende Hochburg jüdischer Mitbürger war, geht aus diesem Werk genauso heraus, wie die schleichende Erkenntnis, dass niemand anders daran Schuld trägt, dass sie uns nun nicht mehr zur Zierde und zum Stolz gereichen, als dass das Schicksal und die Geschichte eines Landes es nicht anders wollten. Torberg begreift den Juden nicht als etwas Fremdes in Wien, sondern entführt uns in eine Zeit, als das jüdische Bürgertum ein fester und untrennbarer Bestandteil der k.u.k. Monarchie war. Obwohl Torberg anstatt fingerzeigend sich lediglich auf Erzählungen beschränkt, entdecken wir auch den langsam aufkommenden Nationalsozialismus als Naturgewalt dummer Winde, die sich darauf verstanden, den ehemaligen Glanz dieses ganz besonderen Wiens hinwegzufegen. Besonders die Passage über Herrn Dr. Sperber, der Rechtsanwalt gewesen war, hat es mir persönlich sehr angetan. Torberg verbindet die witzige Erinnerung an einen Werbereim, den Herr Sperber erdacht hatte "Räuber, Mörder, Kindsverderber, gehen nur zu Dr. Sperber" mit der Erinnerung an seinen plötzlichen Tod, als er von einer Nazischerge niedergetrampelt worden war. Doch das Buch ist nicht durchwegs von einer gefühlsmäßigen Berg und Talfahrt gekennzeichnet, sondern verliert sich auch in Berichten über beispielsweise den Wiener Tortenstreit. Was Thomas Mann bei dem Fernsehfilm "Die Manns" bei seinem Auszug aus Deutschlang über sich gesagt hat, will ich nun an Österreich und Torberg dingfest machen, und an all den Figuren, die in diesem so liebevoll und genial zugetragenem Werk zusammenfinden. "Sie denken Sie sind Österreich (Anm.: die Nationalsozialisten), aber ich bin es!"

Wiener Kaffehäuser und seine Originale
von Patrick Nagl aus Wien am 16.07.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Tante Jolesch ist wohl die humorvollste Anektotensammlung über Wiens Schrullen und Besonderheiten. In einer äusserst gelungenen und lustigen Darstellung verschafft Torberg dem Leser ein Bild der Wiener Boheme in den 30er Jahren, die an Aktualität und auch an Originalen bis jetzt noch nichts eingebüßt hat.