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Heldenplatz

Text und Kommentar

Suhrkamp BasisBibliothek Band 124

Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.
Portrait

1931

geboren am 9. Februar in Heerlen (Niederlande) als unehelicher Sohn von Herta Bernhard, der Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler; den Vater Alois Zuckerstätter lernt Bernhard nie kennen

1931-35

zusammen mit der Mutter und deren Eltern in Wien; schwierige ökonomische Situation; enge Beziehung zum Großvater mütterlicherseits

1935

Übersiedlung mit Mutter und Großeltern nach Seekirchen am Wallersee (Land Salzburg)

1938

Übersiedlung nach Traunstein (Bayern); Bernhards Mutter hat mit ihrem Ehemann Emil Fabjan zwei weitere Kinder; Peter (geb. 1938), Susanne (geb. 1940)

1943

ab Herbst im NS-Schülerheim in Salzburg; Gymnasium; in den folgenden Jahren u.a. Geigen- und Gesangsunterricht

1945

katholisches Schülerheim Johanneum

1946

Übersiedlung der gesamten Familie nach Salzburg (Radetzkystraße )

1947

Abbruch des Gymnasiums; Kaufmannslehre (Scherzhauserfeldsiedlung)

1949-51

in der Folge Lungentuberkulose; Aufenthalte im Krankenhaus, in Sanatorien und Heilstätten (u.a. in der Lungenheilstätte Grafenhof bei St. Veit im Pongau, Land Salzburg)

1949

Tod des Großvaters

1956

lernt Hedwig Stavianicek - seinen ›Lebensmenschen‹ - kennen; Tod der Mutter

1952-55

freie Mitarbeit beim Salzburger ›Demokratischen Volksblatt‹; Gerichtssaalberichte, Buch-, Theater- und Filmkritiken; erste literarische Veröffentlichungen: Gedichte, Erzählungen 1955 erste von zahlreichen Jugoslawienreisen mit Hedwig Stavianicek

1955-57

Hochschule für Musik und darstellende Kunst ›Mozarteum‹ in Salzburg: Musikunterricht, Regie- und Schauspielstudium

1956

erste Venedigreise mit Hedwig Stavianicek

1957-60

Freundschaft mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg; längere Aufenthalte auf dessen Tonhof (Maria Saal, Kärnten)

1957

erster Gedichtband: Auf der Erde und in der Hölle

1958

In hora mortis; Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtbände)

1959

die rosen der einöde. fünf sätze für ballett, stimmen und orchester

1960

Aufführung der Kurzoper Köpfe und einiger Kurzschauspiele im Theater am Tonhof; erste große Italienreise mit Hedwig Stavianicek (u.a. Sizilien), Reise nach England (kurzer Aufenthalt in London)

1963

literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost; erste Polenreise

1964

Amras; Julius Campe-Preis

1965

Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen; Kauf eines Vierkanthofs in Obernathal bei Ohlsdorf (Oberösterreich; vermittelt durch den Immobilienmakler Karl Ignaz Hennetmair), jahrelange Restaurierung des Gebäudes; später Kauf zweier weiterer Häuser bei Reindlmühl und Ottnang; daneben immer wieder Aufenthalte in Wien (Wohnung Hedwig Stavianiceks in der Döblinger Obkirchergasse) und Reisen vor allem in den mediterranen Süden (Jugoslawien etc.), wo auch einige Werke entstehen

1967

Verstörung; Prosa; Operation im Pulmologischen Krankenhaus der Stadt Wien auf der Baumgartner Höhe

1968

Ungenach; Kleiner Österreichischer Staatspreis 1967; Anton Wildgans-Preis

1969

Watten; Ereignisse (entstanden 1957); An der Baumgrenze

1970

Das Kalkwerk; Ein Fest für Boris (uraufgeführt in Hamburg unter der Regie von Claus Peymann, der auch einen Großteil der weiteren Stücke erstinszeniert), Fernsehfilm Drei Tage (Regie: Ferry Radax); Vortragsreise durch Jugoslawien und Italien

1971

Gehen; Midland in Stilfs; Der Italiener (verfilmt von Ferry Radax)

1972

Der Ignorant und der Wahnsinnige (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen); Franz Theodor Csokor-Preis, Adolf Grimme-Preis, Grillparzer-Preis

1974

Die Jagdgesellschaft (Uraufführung am Wiener Burgtheater); Die Macht der Gewohnheit; Der Kulterer (verfilmt von Vojtech Jasny); erste Portugalreise

1975

Die Ursache (erster Band der autobiographischen Pentalogie; wie die übrigen Bände erschienen im von Wolfgang Schaftier geleiteten Salzburger Residenz-Verlag; Ehrenbeleidigungsklage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer); Korrektur; Der Präsident



1976

Der Keller; Die Berühmten

1977

Minetti; größere Reisen nach Italien (u.a. Rom, Sizilien), in den Iran, nach Ägypten und Israel

1978

Der Atem; Ja; Der Stimmenimitator; Immanuel Kant; erste Reise nach Mallorca

1979

Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand; Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; Reise in die USA (New York)

1980

Die Billigesser

1981

Die Kälte; Ober allen Gipfeln ist Ruh; Am Ziel; Ave Vergil Ende der fünfziger Jahre entstandenen Gedichten); Reise in die Türkei

1982

Ein Kind; Beton; Wittgensteins Neffe; Premio Prato

1983

Der Untergeher; Der Schein trügt; Premio Mondello; erste Reise nach Spanien

1984

Tod Hedwig Stavianiceks

Holzfällen (vorübergehende Beschlagnahmung des Romans auf Antrag Gerhard Lampersbergs); Der Theatermacher; Ritter, Dene, Voss

1985

Alte Meister

1986

Auslöschung; Einfach kompliziert

1987

Elisabeth II

1988

Heldenplatz (große öffentliche Auseinandersetzung um Bernhards am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Theaterstück zum ›Bedenkjahr‹ 50 Jahre Anschluß Osterreichs an NS-Deutschland); Prix Medicis; letzte Reise nach Spanien (Torremolinos)

1989

gestorben nach jahrelanger schwerer Krankheit am 12. Februar in Gmunden (Oberösterreich); beigesetzt im Grab Hedwig Stavianiceks auf dem Grinzinger Friedhof in Wien

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Martin Huber
Seitenzahl 205
Erscheinungsdatum 17.09.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-18924-5
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,7/11,6/2 cm
Gewicht 140 g
Auflage 2. Auflage 2014
Unterrichtsfächer Deutsch
Schulbuch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Perfekt
von einer Kundin/einem Kunden am 19.12.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Noch nicht gelesen, aber von der Bestellung bis zur Abholung in der Filiale Donauzentrum war alles bestens

Standbild: Österreich
von Daniela Ammann aus Wien am 05.02.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das sehr skandalöse und hochgradig 1989 umstrittene Werk von Thomas Bernhard ist einfach nur genial. Der Autor mag zwar als Nestbeschmutzer in den Medien und im Volk bezeichnet worden sein, jedoch hat er nichts anderes getan, als den Österreichern einen Spiegel vorzuhalten. Denn wenn man wirklich ehrlich ist, sind die Aussagen d... Das sehr skandalöse und hochgradig 1989 umstrittene Werk von Thomas Bernhard ist einfach nur genial. Der Autor mag zwar als Nestbeschmutzer in den Medien und im Volk bezeichnet worden sein, jedoch hat er nichts anderes getan, als den Österreichern einen Spiegel vorzuhalten. Denn wenn man wirklich ehrlich ist, sind die Aussagen der Figuren einfach nur die Wahrheit. Nun gut, hie und da mag es ein wenig überzogen sein, doch niemand müsste sich deswegen aufregen. Definitiv lässt sich sagen, dass solche Werke zeigen, dass auch noch heute Österreich Spitzen-Literaten hervorbringt und nach wie vor einen wichtigen Platz in der Literatur einnimmt. Tipp: Unbedingt Lesen!!!

Hasstirade
von Thomas Zörner aus Lentia am 01.09.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Thomas Bernhard ist ein Unguter. Dieser Ruf eilt dem österreichischen Literaten meilenweit voraus, immerhin ist sein Schaffen von Skandalen geprägt, und er macht auch nie einen Hehl um seine Abneigung gegenüber seiner Heimat Österreich. Dieser frönt er auch ungeniert in seinem wohl bekanntesten Theaterstück „Heldenplatz“. Das Sc... Thomas Bernhard ist ein Unguter. Dieser Ruf eilt dem österreichischen Literaten meilenweit voraus, immerhin ist sein Schaffen von Skandalen geprägt, und er macht auch nie einen Hehl um seine Abneigung gegenüber seiner Heimat Österreich. Dieser frönt er auch ungeniert in seinem wohl bekanntesten Theaterstück „Heldenplatz“. Das Schlagwort „Nestbeschmutzer“ war schnell etabliert, und haftet Bernhard auch heute noch bei vielen an. „Heldenplatz“ spielt im Wien des Jahres 1988, also exakt 50 Jahre nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland. Inzwischen ist die Stadt wieder aufgebaut und der Wohlstand wieder hergestellt. Trotz der guten Aussichten nimmt sich der jüdische Professor Schuster das Leben, und hinterlässt Frau und zwei Töchter. Diese, sowie der Bruder des Verstorbenen, dessen Haushaltsgehilfin und deren Untergebene, erzählen nun von der Figur „Professor Schuster“, und was ihn wohl in den Suizid getrieben hat. Der Anschluss und seine Folgen, bzw. dessen Wirkung, ist sind natürlich noch immer tiefschwarze Flecke in der österreichischen Geschichte, und werden dies auch immer sein, insofern ist es beinahe verständlich, wie hoch die Wellen der Entrüstung über „Heldenplatz“ schlugen. Besonderen Anteil daran hatte unter anderem auch die Kronenzeitung, die Passagen des Textes abdruckte, ohne klar zu machen, dass dies Dialog der Figuren war, und nicht etwa Bernhards Meinung. Hierbei pickte man sich wohl einige der radikalsten Teile des Werkes heraus, derer es nicht wenige gibt. Bernhard lässt an so gut wie nichts ein gutes Haar, seien es die Sozialisten, die Politik im Allgemeinen, die Wiener, die Stadt Wien, Österreich als Ganzes, das Volk, die Kirche, jeder bekommt gnadenlos sein Fett ab. Inwieweit das berechtigt ist, muss natürlich jeder Leser selbst entscheiden, welche Meinung der Autor selbst von all diesen Dingen hatte, lässt sich aus seinem Gesamtwerk schnell extrahieren. Selbst wenn „Heldenplatz“ lediglich 160 Seiten umfasst, so ist es nicht leicht zu lesen, was man von Bernhard ja kennt, was besonders am eigenwilligen Stil liegt. Interpunktion sparte er sich vollkommen, oft ist der Zeileneinzug vermeintlich willkürlich gewählt, und den Gedankensprüngen der Figuren ist nicht immer leicht zu folgen. Hat man es aber schließlich geschafft, so weiß man, dass man gerade etwas große beendet hat, ob man dem Werk nun zustimmt oder nicht, man kann seine Wirkung nicht abstreiten, bis heute.