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Geographie verstehen

Ein Lotsen- und Arbeitsbuch

Kompass fürs Geographie-Studium

Wer beim Geographiestudium nicht in der Masse der Fakten untergehen will, braucht gesichertes Orientierungswissen über die Leitprinzipien und spezifischen Perspektiven des Fachs.

Dieses aus Lehrveranstaltungen hervorgegangene Buch vermittelt das Fundament, um Geographie als Wissenschaft zu verstehen. Besonderes Augenmerk wird auf Kernthemen gerichtet, anhand derer jeweils neue Forschungsansätze in der Geographie entwickelt wurden. Die Verfasser zeigen, wie Physische und Humangeographie zusammengehören und gemeinsamen Erkenntnisinteressen folgen. Sie vermitteln: Geography matters!

Umfangreiches Online-Material hilft bei der Vertiefung der Erkenntnisse, die aus diesem Lotsenbuch neuen Typs gewonnen werden können.
Portrait
Prof. Dr. Heiner Dürr lehrte an der Ruhr-Universität Bochum.
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  • Vorwort – Geography matters! 9

    1 Einstiege 11

    1.1 Beispiele geographischen Arbeitens 11

    1.1.1 Weltbilder 12

    1.1.2 Wangerooge: Mensch und Umwelt auf einer Ferieninsel 19

    1.1.3 China: Ökonomische Globalisierung des Ostens,

    landschaftsökologische Erneuerungen im Binnenland 21

    1.1.4 Deutschland: Regionale Struktur und lokale Mentalitäten 2006 30

    1.1.5 Zürich West: Räumliche Materialität und Ästhetik

    beim Umbau eines altindustriellen Stadtteils 37

    1.1.6 Einige Schlussfolgerungen 41

    1.2 Plädoyer für ein Lern- und Arbeitsbuch 45

    1.2.1 Einige Rahmenbedingungen 46

    1.2.2 Ziele des Lernprozesses 49

    1.2.3 Eine abschließende Erwartung 54

    2 Konzeptionelle Grundlagen des Faches Geographie 56

    2.1 Grundfragen der Wissenschaftswissenschaft 56

    2.2 Hauptschritte und Operationen im Forschungsprozess 57

    2.3 Geographie als reine und anwendungsbezogene Wissenschaft 59

    2.3.1 Ein Modell des Wissenschaftsbetriebs 59

    2.3.2 Ein zweites Modell: Wissenschaftsgestützte

    Raumentwicklung als Spiralprozess 63

    2.3.3 Zusammenfassung und Anregungen zum Eigenstudium 65

    2.4 Geographie: eine Arbeitsdefinition in zehn Teilen 68

    2.4.1 Topophilie: Orte und Räume für Menschen 73

    2.4.2 Chorologie: Räumliche Muster von Orten – Räume

    als Analyse- und Aussageeinheiten 75

    2.4.3 Inhaltliche Vielfalt des Faches, Bindestrich-Geographien 79

    2.4.4 Natur-Gesellschafts-Komplexe als Objekte räumlicher

    Differenzierung 81

    2.4.5 Absolute Lage von Orten und Gebieten 84

    2.4.6 Relative Lage und räumliche Konnektivität 85

    2.4.7 Maßstabsebenen, Dimensionsstufen, Skalenniveaus 89

    2.4.8 Die zeitliche Dimension: Raumdynamik und

    raumwirksame Prozesse 93

    2.4.9 Ursachengefüge als Systeme 98

    2.4.10 Interdisziplinäre Erklärungsansätze 100

    2.5 Ein Zwischenhalt 103

    2.5.1 Was verstehen Sie zurzeit unter Geographie? 104

    2.5.2 Welche Aspekte sind uns, den Buchautoren, besonders wichtig? 107

    2.5.3 Anregungen zur Vertiefung und Blickerweiterung 110

    3 Entwicklung von Konzepten und Methoden der Geographie 112

    3.1 Ansichten der Natur – Alexander von Humboldt 113

    3.1.1 Stationen eines Forscherlebens 114

    3.1.2 Die amerikanische Reise 115

    3.1.3 Humboldt als Begründer der Pflanzengeographie 117

    3.1.4 Werte des Humanismus 120

    3.2 Ferdinand Freiherr von Richthofen 122

    3.2.1 Lebensweg. Stationen eines Forscherlebens 122

    3.2.2 Richthofen als Begründer der deutschsprachigen Geomorphologie 125

    3.2.3 Beiträge zur Theorie der Raumentwicklung 128

    3.2.4 Richthofen als Politikberater 132

    3.2.5 Richthofen als Methodiker und Didaktiker des Faches 134

    3.3 Länder- und Landschaftskunde: Forschungs- oder

    Darstellungsaufgabe? 135

    3.3.1 Länder-, Landes- und Landschaftskunde im Alltag 136

    3.3.2 Länderkunde als Schema – Alfred Hettner 138

    3.3.3 Zwei Skizzen in länder- und landeskundlicher Tradition 141

    3.3.4 Dynamische Länderkunde: Hans Spethmanns Gegenentwurf 145

    3.3.5 Der Geographische Formenwandel: Hermann Lautensach 148

    3.3.6 Landschaft und Länderkunde. Warum tun sich

    Geographen damit so schwer? 152

    3.4 Geographie und Macht – Geographen vor und in der Zeit

    des Nationalsozialismus 153

    3.4.1 Einführung 153

    3.4.2 Landschaftstypenlehre und erdkundliche

    Weltanschauung – Siegfried Passarge 155

    3.4.3 Geograph, deutscher Patriot, Jude – Alfred Philippson 161

    3.4.4 Kampfmittel und Berufsverbote in der Geographie 164

    3.4.5 Geopolitik – Karl August Wittfogel und Karl Haushofer 165

    3.5 Landschaftsökologie und Geographie – Carl Troll 171

    3.5.1 Einführung 171

    3.5.2 Forschungsstationen und Forschungsthemen 172

    3.5.3 Verknüpfung von Geographie und Ökologie: Landschaftsökologie 175

    3.5.4 Jahreszeitenklima der Erde. Eine ‚effektive‘ Klimaklassifikation 178

    3.5.5 Hochgebirgsforschung und die dreidimensionale

    Landschaftsgliederung der Erde 180

    3.5.6 Resümee 182

    3.6 Überblick: Kontinuitäten und Neuorientierungen seit dem

    Zweiten Weltkrieg 183

    3.6.1 Zur Persistenz des Raumdenkens als Kulturelement 185

    3.6.2 Zur inhaltlichen Differenzierung und Phaseneinteilung

    geographischer Forschungsansätze 189

    3.7 Frühe verhaltens- und handlungstheoretische Forschungsansätze 193

    3.7.1 Vermittler und Brückenbauer – Hans Bobek 194

    3.7.2 Auf dem Weg zu handlungsbezogenen Geographien –

    Wolfgang Hartke 200

    3.8 Geographie als Wissenschaft der Moderne 203

    3.8.1 Dietrich Bartels: Wegbereiter und Erneuerer 206

    3.8.2 Landschaftsökologie als Grundlage sozialistischer

    Landeskultur – Ernst Neef 208

    3.8.3 Der Kieler Geographentag 1969 und seine Folgen 215

    3.8.4 Simultane Beiträge zu Theorien der Geographie –

    Eugen Wirth und Gerhard Hard 217

    3.8.5 Zwei deutsche Sonderwege 218

    3.8.6 Lotsen- und Logbücher für pluralistische

    Geographien 223

    3.8.7 Physische Geographie in der Moderne 224

    4 Postmoderne und Gegenwart 242

    4.1 Politische, technologische und ontologische Rahmenbedingungen 246

    4.1.1 Globaler Wandel: Das Ende der Geographie? 248

    4.1.2 Neue Weltsichten als Hintergrund für neue

    Geograph/fien 254

    4.1.3 Raum und Räumlichkeiten in neuer Sicht 270

    4.1.4 Cyberspace und virtuelle Räume. Die Revolution

    der Daten- und Informationstechnologie 278

    4.2 Dimensionsspezifische Humangeographien in einer

    konfliktbeladenen Welt 288

    4.2.1 Lokale und regionale Ebene: Erinnerungsorte 289

    4.2.2 Lokale und regionale Räumlichkeiten in ihrer Pfadabhängigkeit 292

    4.2.3 Urbanisierungen: Perforierte Megacities, schrumpfende

    Mittelstädte, gewaltgeladene Vorstädte 295

    4.2.4 Zentrum-Peripherie-Strukturen als nationale Geografien 304

    4.2.5 Nationalstaaten als Analyseeinheiten 306

    4.2.6 Kultur als dimensionsübergreifender Entwicklungsfaktor 309

    4.2.7 Resümee: Kulturspezifische Glob/kalisierungen als

    Kernkonzepte der Humangeographie 313

    4.3 Physische Geographie in der Gegenwart 315

    4.3.1 Maßstabübergreifendes Arbeiten (Mehrebenenbezug) 317

    4.3.2 Konnektivität in räumlichen Systemen 321

    4.3.3 Mensch und Umwelt aus physisch-geographischer Perspektive 326

    4.4 Ansätze integrativer Geographie 329

    4.4.1 Entstehungszusammenhänge 330

    4.4.2 Begründungszusammenhänge 333

    4.4.3 Verwendungszusammenhänge 345

    4.5 Anregungen für das weitere Geographiestudium 354

    Literatur 365

    Register 392
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 270
Erscheinungsdatum 18.07.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8252-8476-3
Verlag Utb GmbH
Maße (L/B/H) 24,6/17,6/2,2 cm
Gewicht 791 g
Abbildungen 62 Abbildungen, 16 Tabellen
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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