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Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Der Memoiren erster Teil

Thomas Mann

(8)
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Beschreibung

Felix Krull, Sohn eines bankrotten Sektfabrikanten, blickt auf sein Leben zurück und schreibt seine Bekenntnisse. Es sind keine Bekenntnisse im eigentlichen Sinne: Statt seine Sünden und Fehler zu beichten, schreibt er eine Geschichte seiner gesellschaftlichen und erotischen Erfolge. Er erzählt dem Leser vom köstlichen Gefühl an der Brust seiner Amme und der Genugtuung des wiederholten Schokoladendiebstahls im Kindesalter, von der Vortäuschung von Krankheiten, um der Schule und später dem Militärdienst fernbleiben zu können und von seiner erotischen Ausstrahlung auf Frauen jeglicher Altersstufe. Die Welt will betrogen werden, ist seine Auffassung - und er betrügt sie. Das einschneidendste Erlebnis seines Lebens ist sein Rollentausch mit dem Marquis de Venosta. Mit den Papieren, dem Vermögen und dem Namen des Marquis ausgestattet, stehen dem ehemaligen Hotelpagen die Türen zur Gesellschaft offen, die er für sich zu nutzen weiß. - Der Roman, zwischen 1910- 1913 und 1951-1954 entstanden, blieb Fragment. Er bricht während der ersten Station von Felix Weltreise ab, kann dort auch abbrechen, da über den Typ des Hochstaplers Felix Krull bis dahin bereits alles gesagt ist.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 615
Erscheinungsdatum 1996
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8271-3001-3
Reihe Bibliothek Niemeyer / Bücher in grosser Schrift
Verlag CW Niemeyer
Maße (L/B/H) 23,1/16,1/4 cm
Gewicht 856 g
Verkaufsrang 70997

Buchhändler-Empfehlungen

Schöner Scheinen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Celle

Um dieses gekürzte vom Autor selbst gelesene Hörbuch würdigen zu können, ist eine Grundkenntnis des Romanfragments sinnstiftend. Man hört die Memoiren Felix Krulls, welcher trotz Auswahl jedes sich bietendes Misstritts nicht ins Straucheln gerät. Vor allem über liebäugelnde Damen versprüht Felix mit Leichtigkeit flitterndes Zazazou, präsentiert mit spitzer Zunge Fidelwipp als Attraktion und mimt ihm genehmes Leben. Konzentriert dosierter Witz in kunstvollen Satzgebäuden unterhält und strapaziert die Zuhörer von Thomas Manns gewandtem Vortrag. Voraussichtlich 2021 im Kino: Detlev Bucks Neuverfilmung nach dem Drehbuch von Daniel Kehlmann

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Völlig überbewertet
von Peter Waldbauer (Autor) aus Heidelberg am 28.08.2017

Der unerträgliche, geschwätzige Stil des Autors durchzieht das ganze Buch. Eine Sprache, die sich spreizt und zeigen will, zu welchen Formulierungen sie im Stande ist. Ein von der Grammatik abgesegneter Unfug verhindert das Eintauchen in die Geschichte. Man muss sich größtenteils zwingen zum Lesen. Immer wieder versperren er... Der unerträgliche, geschwätzige Stil des Autors durchzieht das ganze Buch. Eine Sprache, die sich spreizt und zeigen will, zu welchen Formulierungen sie im Stande ist. Ein von der Grammatik abgesegneter Unfug verhindert das Eintauchen in die Geschichte. Man muss sich größtenteils zwingen zum Lesen. Immer wieder versperren ermüdende Aufzählungen von Gegenständen den Fortgang der Handlung. Das Stilmittel des `pars pro toto` ist dem "Weltautor" Mann offenbar fremd. Taugt die eigentümlich komplizierte Redensweise der Hauptfigur immerhin noch dazu, deren Selbstverständnis und angestrebten Status zu unterstreichen, so lässt der Autor auch alle anderen Figuren, selbst junge Töchter, in gedrechselten Schachtelsätzen schwadronieren. Mann ist in seinen geschwätzigen Stil so verliebt, dass er die Möglichkeiten einer persönlichen Charakterisierung der jeweiligen Figur komplett ignoriert. Fast jeder und jede, die auftaucht, redet im ´Krull-Stil`. Dieser besteht darin, dass der Sprecher wähend seiner Rede auf die Metaebene wechselt, um von dort sein eigenes Sprachverhalten fortwährend zu kommentieren. So entstehen sinnlose Einschübe wie: „Es scheint mir, dass“, „so möchte ich behaupten“, „schien es mir doch angemessen zu sagen“, „scheint es meiner Pflicht zu obliegen, den Leser auf die Tatsache hinzuweisen, dass“, „wenn ich mich nicht irre“, etc. Das maßlose Erweitern der Sätze, das Einziehen immer weiterer Unterebenen, trägt zur Verwirrung bei und erschwert die Lesbarkeit. Die Hochstapelei - das angebliche Grundmotiv des Romans - lässt sich nur sehr eingeschränkt feststellen. Krankfeiern und banaler Diebstahl haben nichts mit Hochstapeln zu tun. Kellnern auch nicht. Ebensowenig Krulls verkappte Gigolo-Tätigkeit. Auch die militärische Ausmusterung erlangt er nicht durch die Überhöhung seines Könnens, sondern durch das Gegenteil. Da, wo Manns Hauptfigur sich tatsächlich zu höherem aufschwingt, nimmt er einen Rollentausch vor, leistet er eine bloße Gefälligkeit. Außer die Welt zu bereisen, erlangt er durch die Annahme der fremden Identität keinen Vorteil, und selbst dieser ist nicht erschlichen, sondern mit dem Tauschpartner vereinbart. Im Gegenteil: Krull übergibt ihm sogar noch seine Ersparnisse. Ein Hochstapler hätte Krull erst dann richtig sein können, wenn er seine Rolle als reisender Marquis auf Kosten fremder Eltern dazu benutzt hätte, eigene Unternehmungen zu wagen, wenn er bedeutende Positionen erlängt hätte, wenn er Tätigkeiten entfaltet hätte, die über die Absprache mit dem in Paris gebliebenen Kollegen hinausgegangen wären. So beschränkt sich seine Rolle darauf, dem Müßiggang zu fröhnen, Frauen mit seinem Äußeren zu beeindrucken und von unterwegs Briefe im Namen eines anderen zu schreiben.

Sehr schönes Buch und gut zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 21.12.2010

Leicht und locker, habe das Buch mit einem Lächeln gelesen. Besonders gut an dieser Ausgabe ist der Großdruck! Eine echte Empfehlung für Menschen die das "Kleingedruckte" nicht so gut lesen können.

Mann, Königliche Hoheit
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 02.10.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Falls Sie dieses beschwingte und charmante Buch von Thomas Mann wirklich noch nicht gelesen haben sollten, greifen Sie jetzt zu der Fischer Taschenbuchausgabe. Sie werden verblüfft sein, wie "leichtfüßig" und geistreich-unterhaltsam dieser Roman auch heute noch ist!