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Jakob der Lügner

Roman

(10)

"Das Buch erzählt eine Geschichte aus dem Ghetto während des Krieges. Es ist nicht eine Geschichte vom Widerstand, sondern von einem Heldentum ganz anderer Art; eine melancholisch-heitere, leise, eine kunstvoll komponierte Geschichte ist es, die ohne Phantasie und Menschlichkeit nicht denkbar wäre und deren Held Jakob ein »Lügner aus Barmherzigkeit« ist."

Portrait
Jurek Becker wurde am 30. September 1937 in Lodz/Polen geboren und starb am 14. März 1997 in Sieseby/Schleswig-Holstein. Von 1939 bis 1945 wuchs Becker im Ghetto in Lodz auf und wurde später in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen inhaftiert. 1945 siedelte er in den Ostteil Berlins über, wo er von 1957 bis 1960 Philosophie an der Humboldt-Universität studierte. 1960 wurde Becker aus politischen Gründen vom Studium ausgeschlossen und ging an die Filmhochschule Babelsberg. Becker ist Autor zahlreicher Drehbücher. 1969 wurde sein erster Roman veröffentlicht – Jakob der Lügner wurde weltbekannt. Jurek Beckers Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold und dem Bundesverdienstkreuz.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 282
Erscheinungsdatum 03.04.1982
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-37274-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,2/2 cm
Gewicht 177 g
Auflage 37
Verkaufsrang 2.543
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Es lebe Jakob!“

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Jurek Beckers Roman ist ein Klassiker, ein Gleichnis über die Beschaffenheit menschlicher Natur und zugleich ein Zeugnis grausamer Zeitgeschichte.
Zu lügen um zu retten, Hoffnung zu geben in einer hoffnungslosen Situation.
Das Buch zeigt, wie wertvoll Leben ist, wie wichtig das "Jetzt-Leben" ist, dass Leben in diesem Moment passiert und Zukunft immer ungewiss bleibt.
Und dass es großartig ist, das Leben!
Jurek Beckers Roman ist ein Klassiker, ein Gleichnis über die Beschaffenheit menschlicher Natur und zugleich ein Zeugnis grausamer Zeitgeschichte.
Zu lügen um zu retten, Hoffnung zu geben in einer hoffnungslosen Situation.
Das Buch zeigt, wie wertvoll Leben ist, wie wichtig das "Jetzt-Leben" ist, dass Leben in diesem Moment passiert und Zukunft immer ungewiss bleibt.
Und dass es großartig ist, das Leben!

Valeriya Skorobagatko, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Klassiker der Schulliteratur. Das Verständnis über die tragische Geschichte entwickelt sich aber erst in späteren Jahren. Klassiker der Schulliteratur. Das Verständnis über die tragische Geschichte entwickelt sich aber erst in späteren Jahren.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ich musste das Buch in der Schule lesen & fand es ganz in Ordnung. Vielleicht war ich noch etwas zu jung dafür. Ich musste das Buch in der Schule lesen & fand es ganz in Ordnung. Vielleicht war ich noch etwas zu jung dafür.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Mit schöner Sprache und einer traurigen Leichtigkeit wird die Geschichte eines namenlosen Ghetto Überlebenden erzählt, der seine Freund Jakob erinnert. Wunderschön. Mit schöner Sprache und einer traurigen Leichtigkeit wird die Geschichte eines namenlosen Ghetto Überlebenden erzählt, der seine Freund Jakob erinnert. Wunderschön.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
8
1
1
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von Klaus Neumann aus Solingen am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Geschichtsstunde und faszinierende Erzählung zugleich über einen der denen Hoffnung gibt, die sich schon aufgeben wollen. Ganz Stark!

Jakob der Lügner
von einer Kundin/einem Kunden aus Meine am 27.01.2015

Lt. meinem Sohn ist das Buch prima. Er brauchte es für die Schule, 10. Klasse, Realschule. Es war genau das Richtige. Aufsatz gut gelungen :-)

Die Lüge als Geschenk
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 20.04.2012

Puh, was für ein Buch. Mit einer beiläufigen, klaren und oft sehr humorvollen Sprache schildert Becker den hoffnungslosen und dramatischen Alltag der Bewohner eines Ghettos unter dem menschenverachtenden Naziregime, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben. Stattdessen verpackt er seine Kritik an der damaligen Zeit in der Geschichte selbst.... Puh, was für ein Buch. Mit einer beiläufigen, klaren und oft sehr humorvollen Sprache schildert Becker den hoffnungslosen und dramatischen Alltag der Bewohner eines Ghettos unter dem menschenverachtenden Naziregime, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben. Stattdessen verpackt er seine Kritik an der damaligen Zeit in der Geschichte selbst. Aufgrund des auktorialen Erzählers, der selbst im Ghetto lebt und die Grausamkeiten und Probleme durch seine Erzählweise (das Dokumentarische wird mit dem Erfundenen vermischt und durch Rückblicke unterbrochen) auflockert, wirkt der Plot von Beginn an authentisch, wird er vor unseren Augen lebendig. Während andere thematisch ähnliche Romane den Leser durch das deprimierende Leid und die Schuldzuweisungen erdrückt, liest sich„ Jakob, der Lügner“ trotz eben dieses historischen Hintergrunds seltsam erfrischend, wenngleich die liebevolle Beleuchtung der Figuren dazu führt, dass man sich des drohenden Unheils stets bewusst ist. Unmöglich, das Buch einfach an die Seite zu legen, ohne sich Gedanken zu machen. Unmöglich, trotz des immer wieder aufkeimenden Glücks nicht todtraurig und den Tränen nahe zu sein. Beckers Erstlings hinterlässt tiefe Spuren beim Leser, da man sich unwillkürlich direkt angesprochen und sich zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte gezwungen fühlt. Die heimliche Hochzeit von Mischa und Rosa, die Mütze Herschels, welche er nie absetzt oder die kleine Lina unter dem Dachboden. Gerade die kleinen Episoden, die das Geschehen immer wieder aus einem anderen Blickwinkel zeigen, füllen dieses gerade mal 283 Seiten lange Buch mit soviel Leben. „Jakob, der Lügner“ ist nicht die Anklage der Täter. Die Tragik des Romans liegt nicht in der Aufzählung von den Verbrechen an den Juden. Ghettoaufseher und Gestapopolizisten sind bis auf wenige Ausnahmen nur namenlose Vertreter des Antisemitismus, welche nur beiläufig erwähnt werden. Nein, es sind diese anrührenden Momente der aufflackernden Hoffnung, welche Jakob entfacht, die zu Herzen gehen. Becker entlässt den Leser am Ende, wie angesichts der Geschichte nicht anders zu erwarten, ernüchtert und nachdenklich, aber auch mit der Erkenntnis, dass menschliche Freuden selbst unter den schlimmsten Umständen möglich sind. Ein Buch der leisen und bescheidenen Töne, dem jeglicher Hass gänzlich fehlt und das trotz düsterer Dramaturgie, die verschmitzte Heiterkeit des osteuropäischen Witzes einfängt. Ein literarisches Ereignis und ein Klassiker, der einfach in jedes gut sortierte heimische Bücherregal gehört, aber auch ein Buch, für das man reif genug und bereit sein muss. Eins ist in jeden Fall klar: Vergessen wird man "Jakob, den Lügner", wohl nie. Und vielleicht war eben das Beckers Absicht.