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Professor Unrat

Der blaue Engel. Roman

Der vorliegende Roman gilt neben Heinrich Manns Werk "Die kleine Stadt" als eine der besten Schöpfungen aus der Frühzeit des Dichters. Er erschien erstmalig im Jahre 1905 und schildert die makabre Geschichte eines professoralen Gymnasiastenschrecks, einer Spießerexistenz, die in später Leidenschaft einer Kleinstadtkurtisane verfällt und aus den gewohnten bürgerlichen Bahnen entgleist.Mit diesem Roman, dessen Verfilmung mit Emil Jannings und Marlene Dietrich unter dem Titel "Der blaue Engel" zu einem der wenigen wirklichen Welterfolge des deutschen Films wurde, gelang Heinrich Mann eine meisterhafte Karikatur der Wilhelminischen Zeit.
Portrait
Heinrich Mann, war der älteste Bruder Thomas Manns, wurde am 27. März 1871 als Sohn eines Lübecker Senators, Großkaufmanns und Reeders geboren. Dem Spötter seiner Zeit, dem radikalen Demokraten und leidenschaftlichen Kämpfer gegen den Nationalsozialismus wurde, wie vielen anderen Autoren, 1933 das bittere Schicksal der Emigration zuteil, in der er noch vor einer erhofften Rückkehr in die neugegründete DDR am 12. März 1950 in Los Angeles starb. Sein Werk umfasst zwanzig Romane, sechs Novellenbände, sieben Esaybände, mehrere Dramen und Hunderte von zeitkritischen Aufsätzen sowie den autobiografischen Band «Ein Zeitalter wird besichtigt». Berühmt wurde er nicht zuletzt durch seinen Roman «Professor Unrat», der unter dem Titel «Der blaue Engel» mit Emil Jannings und Marlene Dietrich verfilmt wurde. Heinrich Manns Werk ist durch Balzac, Stendhal, Zola und Anatole France beeinflusst. Seine schriftstellereische Entwicklung führte vom Spätimpressionismus seiner berühmten Satire auf die Berliner Gründerzeit und ihre Gesellschaft «Im Schlaraffenland» und dem Renaissance-Romann «Die Göttinen» schließlich zu seinem meisterlichen Spätwerk «Die Jugend des Königs Henri Quatre» und «Die Vollendung des Königs Henri Quatre», das an der Gestalt eines vorbildlichen Volkskönigs die Probleme Macht und Humanität diskutiert.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 238
Erscheinungsdatum 01.11.1975
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-10035-2
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,2/12,6/1,8 cm
Gewicht 216 g
Auflage 66. Auflage
Verkaufsrang 82411
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein sehr wichtiges Werk Heinrich Manns um einen echten Spießbürger, der einer leichten Dame verfällt und so seiner kleinen, heilen Welt den Rücken kehrt. Unglaublich tragisch.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von Wildner Laura aus Rastatt am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein klassischer Gesellschaftsroman aus dem 20. Jahrhundert.

Professor Unrat
von einer Kundin/einem Kunden am 30.09.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Professor Unrat Professor Raat fühlt sich der Tugendhaftigkeit derart verpflichtet, dass er seine Schüler regelrecht tyrannisiert. Legendär ist sein strenger Ruf, hat er doch schon Generationen von Schülern zurechtgestutzt. Doch den Schöpfer des Spitznamens Professor „Unrat“, kann er nicht ausmachen – obwohl er bereits den... Professor Unrat Professor Raat fühlt sich der Tugendhaftigkeit derart verpflichtet, dass er seine Schüler regelrecht tyrannisiert. Legendär ist sein strenger Ruf, hat er doch schon Generationen von Schülern zurechtgestutzt. Doch den Schöpfer des Spitznamens Professor „Unrat“, kann er nicht ausmachen – obwohl er bereits den einen oder anderen Verdacht hegt! Fast schon militant auf seinen guten Ruf achtend, macht er jedem Verdächtigen das Leben zur Hölle. Bald schon hat er den frechen Lohnmann im Visier, der ihm ein ganz spezieller Dorn im Auge ist. Scheint er doch gegen Raats Schikanen und Strafen vollkommen immun zu sein! Als ihm die Schwärmerei seines „Schützlings“ für die Künstlerin Rosa Fröhlich zu Ohren kommt, ist es für ihn eine Ehrensache, dies zu unterbinden. Zu diesem und nur zu diesem Zwecke begibt sich Raat in das fragwürdige Etablissement, wo Rosa Abend für Abend Erfolge als Sängerin feiert. Anfangs nur, um dem Burschen vor Augen zu halten, in welch fragwürdige Umgebung er sich da begibt? Wohl auch getrieben von ein wenig Rachedurst und der Vorfreude, diesen Jungen endlich zu „ertappen“… Doch dann trifft er selbst auf Rosa (Lola –in „Der blaue Engel“) und langsam aber stetig verändert sich seine Haltung…und letztendlich auch sein Ruf!

Revue
von Polar aus Aachen am 21.10.2008
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wer sieht nicht Marlene Dietrich vor sich, das Knie angezogen mit einem Zylinder auf dem Kopf, wenn er an den Professor Unrat denkt. Emil Jannings hat ihm ein Gesicht verliehen, dem keines andere gleichkommt. Damit diese beiden Schauspieler ein Stück Filmgeschichte schreiben konnten, musste Heinrich Mann ihren Rollen erst einmal... Wer sieht nicht Marlene Dietrich vor sich, das Knie angezogen mit einem Zylinder auf dem Kopf, wenn er an den Professor Unrat denkt. Emil Jannings hat ihm ein Gesicht verliehen, dem keines andere gleichkommt. Damit diese beiden Schauspieler ein Stück Filmgeschichte schreiben konnten, musste Heinrich Mann ihren Rollen erst einmal Leben einhauchen. Mann hat sich umgesehen in seiner Zeit. Allzu leicht läßt sich darin das Bild eines Despoten entdecken, der seine Schüler unterdrückt, sich scheinbar nur der Klassik verschreibt und die Gesellschaft am liebsten von jeglichem Unrat reinigen würde. Eine zutiefst deutsche Angelegenheit. Die Beschreibung eines solchen Lebens hätte ausgereicht, dem Spießertum wie an anderer Stelle in Manns Werk die Maske abzureißen. Doch der Autor bringt die Verführung, die Faszination, die Eifersucht ins Spiel, all das, was Menschen ruinieren kann, so dass am Ende ein abstoßender Blick übrig bleibt. Der Spießer ist zu dem geworden, was er selber verachtet, hat sich seiner Würde beraubt, den Respekt anderer verspielt. Mit Wehmut begleitet man den Untergang eines Verblendeten, der etwas bekämpft hat, was in ihm steckte. Dass Heinrich Mann diese beiden Seiten zusammenbringt, bewahrt ihn vor der Schwarz-Weiß-Analyse und verengt den Spielraum für jenen Zeigefinger, der allzu gerne auf die andere Seite deutet: auf den Spießer. Jene bemitleidenswerte Kreatur, die an Äußerlichkeiten hängt und den Clown in sich trägt.