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Die Dreigroschenoper. edition suhrkamp

Nach John Gays »The Beggar's Opera«

edition suhrkamp Band 229

Bertolt Brecht

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Beschreibung


"Brecht zielt mit der Dreigroschenoper auf die Entlarvung der korrupten Bourgeoisie. Auf der einen Seite erscheint der Bettlerkönig Peachum als Musterbeispiel des Geschäftemachers, für den Not und Armut nichts anderes sind als Mittel zum Zweck; auf der anderen Seite entpuppt sich der skrupellose Verbrecher Mackie Messer als Prototyp sogenannter bürgerlicher Solidität. Peachum mobilisiert die Bettlermassen, organisiert eine Demonstration des Elends und droht, den Krönungszug zu stören, falls der korrupte Polizeichef Tiger-Brown sich weigern sollte, Mackie Messer zu verhaften, der Peachums Kreise störte."

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 109
Erscheinungsdatum 19.02.2001
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-10229-9
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 17,7/10,8/1 cm
Gewicht 81 g
Auflage 46
Verkaufsrang 12859

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Seltsam und merkwürdig
von Daniela Ammann aus Wien am 05.02.2013

Macheath ist ein Räuberchef in London und bester Freund des Sheriffs. Als er jedoch Polly, die Tochter von Peachum, einen Bettlerausstatter, heiratet, setzen Peachum und seine Frau alles daran Macheath an den Galgen zu bringen. Anstatt zu fliehen, legt sich Macheath zu seinen Dirnen und verleugnet vor seiner Geliebten seine Frau... Macheath ist ein Räuberchef in London und bester Freund des Sheriffs. Als er jedoch Polly, die Tochter von Peachum, einen Bettlerausstatter, heiratet, setzen Peachum und seine Frau alles daran Macheath an den Galgen zu bringen. Anstatt zu fliehen, legt sich Macheath zu seinen Dirnen und verleugnet vor seiner Geliebten seine Frau Polly. Schlussendlich kann Sheriff Brown nichts mehr für seinen Freund tun. Macheaths Hinrichtung steht bevor und die Armen stürmen die Straßen. Zur gleichen Zeit begeht die Königin ihre Krönungsfeier. Brown kehrt im letzten Moment vor der Hinrichtung zurück mit Nachricht von der Königin: Macheath wird begnadigt und in den Adelsstand erhoben. Leider enttäuschend, wenn man die eigenständige Arbeit von Brecht vor Augen hat. Ursprünglich geschrieben von John Gay als "The Beggar's Opera" war die Übersetzung eine Auftragsarbeit an Brecht. Als Fan sollte man sich allerdings an seine selbst verfassten Stücke halten.

Denn der Haifisch der hat Zähne
von Polar aus Aachen am 20.10.2008

Was für ein Titel. Für drei Groschen eine ganze Oper. Augenzwinkernd erzählt Brecht von Not und Armut und davon, wie man selbst damit Geschäfte macht. Brecht hat bei Shakespeare gelernt: Willst du Missstände anprangern, übertreibe, mach sie komisch, lass deine Schauspieler ein leicht ins Ohr gehendes Lied singen, dann werden die... Was für ein Titel. Für drei Groschen eine ganze Oper. Augenzwinkernd erzählt Brecht von Not und Armut und davon, wie man selbst damit Geschäfte macht. Brecht hat bei Shakespeare gelernt: Willst du Missstände anprangern, übertreibe, mach sie komisch, lass deine Schauspieler ein leicht ins Ohr gehendes Lied singen, dann werden die Zuschauer die Botschaft nicht vergessen. Irgendwas bleibt haften. Und so sangen sie nach der Uraufführung das Lied von Mackie Messer. Die Verhältnisse sind wie bei Hofe in Brechts Stücken, sie spielen in den Niederungen. Auch wenn die soziale Schärfe, die Brecht mit der Dreigroschenoper in den 20er Jahren anprangerte, heute einer anderen sozialen Härte gewichen ist, so bleibt doch der tief sitzende menschliche Charakterzug der Korruption, der Gier, der Machterhaltung gepaart mit Schläue. Wer überleben will, muss sich etwas einfallen lassen. Wer die Dreigroschenoper als Bild mit Bettlern inszeniert, dringt nicht zu ihrem Kern vor. Es ist immer das Lachen, das einem im Halse stecken bleibt, damit sich etwas ändert. So ist die Dreigroschenoper modern, obwohl sie zeitweise ins Operettenfach abgeschoben wird. Peachum, Polly, Mackie Messer gehören zum deutschen Wesen wie Faust. Auch wenn sie englische Namen tragen.


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