Der Kirschgarten

Komödie in 4 Akten

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Die verwitwete Ljubov Andreevna Ranevskaja kehrt nach langem Aufenthalt in Frankreich auf ihr russisches Gut zurück, das von einem riesigen Kirschgarten umgeben ist. Sie ist von der Schönheit der Kirschblüte und von Kindheitserinnerungen überwältigt. Doch das Gut ist tief verschuldet, und die Zwangsversteigerung steht bevor …
Rezension
"An die Schreibweise Anton P. Cechov werden wir uns gewöhnen müssen. Sie markiert einen langen Weg von Tschechoff, dem Dichter des Lächelns unter Tränen, der Schwermut, der Schwäche und der Hoffnungslosigkeit, zu Cechov, dem modernsten Dramatiker der Gegenwart (S. Dhomme)." (Neue Zürcher Zeitung)

Portrait
Anton Cechov wurde 1860 in Taganrog (Südrussland) geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und studierte dank eines Stipendiums in Moskau Medizin. Den Arztberuf übte Cechov nur kurze Zeit aus. Der Erfolg seiner Theaterstücke und Erzählungen machte ihn finanziell unabhängig. Seine Lungentuberkulose jedoch erzwang immer häufigere Aufenthalte in südlichem Klima, so dass Cechov auf die Krim übersiedelte. 1901 heiratete er die Schauspielerin Olga Knipper. Er starb 1904 in Badenweiler.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 26.11.1999
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-20083-6
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,2/11,3/1,2 cm
Gewicht 134 g
Auflage 13. überarbeitete Auflage
Übersetzer Peter Urban
Buch (Taschenbuch)
9,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Erscheint demnächst (Neuauflage)
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von Polar aus Aachen am 10.01.2008
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Was für ein Bild für den Untergang: Ein Kirschgarten muß abgeholzt werden, damit eine Familie ihren Lebensstandart halten kann. Und ausgerechnet Lopachin, der ehemalige Verwalter, nun zu Geld gekommen, kauft ihn, um ihn abzuholzen und so zu Geld zu machen. Was für eine Umwälzung. Was für eine Schmach... Was für ein Bild für den Untergang: Ein Kirschgarten muß abgeholzt werden, damit eine Familie ihren Lebensstandart halten kann. Und ausgerechnet Lopachin, der ehemalige Verwalter, nun zu Geld gekommen, kauft ihn, um ihn abzuholzen und so zu Geld zu machen. Was für eine Umwälzung. Was für eine Schmach für Russlands Oberschicht der damaligen Zeit. Was für ein Zeichen der Veränderung, das in jedes Jahrhundert paßt, sehr gut auch zu einem globalen Zeitalter. Daraus könnte ein gewaltiges Drama entstehen, doch Anton Chechov verwandelt das Schicksal der Ranevskaja, ihrer Tochter Anja und der Pflegetochter Varja in eine Komödie, bei der sich die bittere Erkenntnis, wie verblendet Menschen ihren eigenen Untergang inszenieren, dem Zuschauer, dem Zuhörer über den Tag hinaus bleiben. Eine Wahrheit läßt sich umso leichter ertragen, wenn sie mit einem Lächeln vorgetragen wird. Chechov kann das wie kein Zweiter. Seine Dramen werden oft das Etikett der russischen Seele angeheftet. Doch wäre ihre Wirkung nicht so durchschlagend, wenn sie nicht jenseits aller Grenzen, der Zeit weiterhin den Kern treffen. Seine Kunst läßt selbst den Nebenfiguren wie den alten Diener Firs, das Dienstmädchen Dunjasa oder selbst den Kontoristen Epichodov so viel Raum, das sie einem ans Herz wachsen. Chechovs Helden gehören nicht wie bei Shakespeare zu den Titanen auf dem Theater, sie verschreiben sich nicht dem Weltgeschehen, sie drücken sich in Nischen herum und wollen, das alles so bleibt, wie es ist. Wir kennen sie nur all zu gut, und in dem lakonischen Schmunzeln über sie entdecken wir uns selbst. Hörbar, lesbar, sehbar. Der Kirschgarten bleibt einzigartig.