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Kopfgeburten

oder Die Deutschen sterben aus, Roman

Günter Grass

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Beschreibung


Ein Buch der absoluten Ehrlichkeit

Ein Buch voller Luft- und Gedankensprünge, voller Ironie und Witz.



Sommer 1980: Ein Lehrerehepaar aus Itzehoe macht eine Ferienreise in den Fernen Osten. Ob in Bangkok, in Bombay oder auf Bali: die deutschen Fragen werden sie trotz der andrängenden Bilder der Dritten Welt nicht los. Dafür sorgt schon der sich immer wieder einmischende Erzähler, dem mitten in Shanghai die Idee kommt, wie es wohl wäre, wenn nicht die Chinesen, sondern die Deutschen ein Volk von neunhundertfünfzig Millionen Menschen wären. Oder wenn, wie manche Politiker befürchten, die Deutschen ausstürben.

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman, Die Blechtrommel. 1999 wurde Günter Grass der Nobelpreis für Literatur verliehen. Bis zu seinem Tod am 13. April 2015 lebte Günter Grass in der Nähe von Lübeck. Sein gesamtes literarisches Werk ist auch bei dtv erschienen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 01.02.1999
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-12594-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/1,4 cm
Gewicht 192 g

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Von außen betrachtet
von Polar aus Aachen am 04.11.2008

Eines muss man mit dem Abstand der Jahre sagen dürfen: Die Deutschen sind noch da. Sie fechten dieselben intellektuellen Gefechte aus und in der breiten Masse, ist es ihnen vollkommen egal, was ihre Vordenker ausbrüten. Es kommt häufig vor, dass Schriftsteller persönliche Erfahrungen direkt in ihr Werk einfließen lassen. Manche ... Eines muss man mit dem Abstand der Jahre sagen dürfen: Die Deutschen sind noch da. Sie fechten dieselben intellektuellen Gefechte aus und in der breiten Masse, ist es ihnen vollkommen egal, was ihre Vordenker ausbrüten. Es kommt häufig vor, dass Schriftsteller persönliche Erfahrungen direkt in ihr Werk einfließen lassen. Manche suchen sogar extra neue Herausforderungen, um den Horizont zu erweitern, der Arbeit einen neuen Anstoß zu geben. Nicht zuletzt Günter Grass, der selbst sein Heil einmal in Indien suchte. Was sich verändert hat, seitdem wir nicht mehr von einer Literatur sprechen, die eng an die Bundesrepublik gebunden ist, sondern als Wiederentdeckung des Erzählens seit Jahren in den Feuilletons deutscher Zeitungen gefeiert wird, zeigt sich an Günter Grass Kopfgeburten deutlich. Natürlich soll der Titel seine Leser auf das Kommende vorbereiten, ihn warnen, dass er es eher mit einem Thesenroman als mit einer rein fiktionalen Geschichte zu tun hat, doch löst sich die Distanz nicht auf, die der Autor sich selbst und seinen Erlebnissen auferlegt. Teilweise doziert er, will Anstöße geben, teilweise erzählt, aber eine Einheit ergibt das nicht. Haben wir es mit einer Erzählung zu tun, mit einem Essay? Vielleicht mit einem ins Fiktionale ausgeweiteten Tagebuch. Wer Grass Überlegungen zu Deutschland und seinem Stand in der Welt heute liest, ist überrascht, wie radikal ihm die Grenzlinien dazwischen egal sind, er legt es darauf an, private Gedanken in Form zu bringen. Dies ist von literarhistorischem Wert. Wer dem fulminanten Erzähler, Lyriker begegnen will, greift besser zu einem seiner anderen Bände.


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