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Die Dame mit dem Hündchen

Russisch/Deutsch

Reclams Universal-Bibliothek Band 5290

Anton Pawlowitsch Tschechow

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Beschreibung

Anton Pawlowitsch Tschechow (29.1.1860 Taganrog – 15.7.1904 Badenweiler) ist einer der produktivsten russischen Schriftsteller des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Sohn eines kleinen Kaufmanns verfasste in den 23 Jahren seiner schriftstellerischen Laufbahn über 600 literarische Werke. Tschechow praktiziert als Arzt häufig unter Verzicht auf Bezahlung und nutzt seine medizinisch geschulte Beobachtungsgabe für seine gesellschaftlichen, oft ironischen Charakterstudien. Als prägend erweist sich ein dreimonatiger Aufenthalt in der als Strafkolonie genutzten Insel Sachalin im Rahmen einer Volkszählung im Jahre 1890. Seine Dramen wie Die Möwe«, »Der Kirschgarten«, »Drei Schwestern«, »Iwanow« oder »Onkel Wanja« sind menschennahe, tragikkomische Aufarbeitungen seiner Beobachtungen. Mit seinen kurzen, pointierten Erzählungen wie »Der Mann im Futteral«, »Die Dame mit dem Hündchen« oder »Die Wette« hat er großen Einfluss auf das Genre der modernen Kurzgeschichte.
Tschechow wurde zu Lebzeiten dreimal ausgezeichnet: 1888 Puschkin-Preis, 1899 mit dem Sankt-Stanislaus-Orden dritten Grades, seine ab 1900 bestehende Mitgliedschaft in der Akademie der Wissenschaften legte er aus Protest in den Tumulten um Maxim Gorki wieder ab. 1990 wurde Tschechow anlässlich seines 130. Geburtstages mit einer sowjetischen 1-Rubel-Gedenkmünze geehrt. Seit 1983 trägt der Asteroid »Chekhov« seinen Namen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 64
Erscheinungsdatum 01.01.1986
Sprache Deutsch, Russisch
ISBN 978-3-15-005290-7
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 14,8/9,6/0,7 cm
Gewicht 34 g
Übersetzer Kay Borowsky
Verkaufsrang 138880

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Tragische Schicksale!!
von Eva Lemberger aus Linz am 22.06.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Tragische Schicksale!! Woran erkennt man wahre Liebe bei einem notorischen Fremdgänger? An seiner Rückkehr. So geschehen bei Cechovs kurzer Erzählung „Die Dame mit dem Hündchen“. Cechov versteht es wie kein anderer mit wenig Federstrichen einen ganzen Kosmos menschlicher Gefühle zu zeichnen. Die tragische Kurzgeschichte „Stache... Tragische Schicksale!! Woran erkennt man wahre Liebe bei einem notorischen Fremdgänger? An seiner Rückkehr. So geschehen bei Cechovs kurzer Erzählung „Die Dame mit dem Hündchen“. Cechov versteht es wie kein anderer mit wenig Federstrichen einen ganzen Kosmos menschlicher Gefühle zu zeichnen. Die tragische Kurzgeschichte „Stachelbeeren“ zeigt wie Lebensziele, die mit Verbissenheit verfolgt werden zu Sinnentleerung und Einsamkeit führen. Die Liste gescheiterter Lebenskonzepte ließe sich beliebig fortsetzen. Die Geschichte „Der Mensch im Futteral“ spiegelt wie ein einseitiges, starres, konservatives Weltbild, welches nicht einen Hauch von Frühlingswind zuläßt , gnadenlos zu Selbstauslöschung führt. Dieses Büchlein möchte ich gerne für den bevorstehenden Urlaub empfehlen.

Die Dame mit dem Hündchen
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 09.02.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Die Dame mit dem Hündchen" ist eine Erzählung aus dem gleichnamigen DTV- Band der späten Prosa Anton Tschechows (1860- 1904) und erreicht, wie die meisten seiner Texte, nicht mal den Umfang eines kurzen Romans. Handlungsarm, wie fast alle Geschichten (und vor allem die Dramen), schildert Tschechow die Liebesbeziehung zwischen ... "Die Dame mit dem Hündchen" ist eine Erzählung aus dem gleichnamigen DTV- Band der späten Prosa Anton Tschechows (1860- 1904) und erreicht, wie die meisten seiner Texte, nicht mal den Umfang eines kurzen Romans. Handlungsarm, wie fast alle Geschichten (und vor allem die Dramen), schildert Tschechow die Liebesbeziehung zwischen dem verheirateten, lebenserfahrenen Gurov und der unglücklich verheirateten Anna Sergeevna. Schauplatz ist ein Kurort in Jalta. Beide scheinen hier für den Augenblick der Eintönigkeit des Lebens zu entkommen, entschließen sich auch nach dem Ferienaufenthalt, die Beziehung heimlich fortzusetzen und führen ab jetzt ein Doppelleben. Tschechow ist wirklich der Meister der " kleinen Form", der skizzenhaften Darstellung. Er glaubte daran, das sich die "wahren Dramen" im Verborgenen, in aller Stille abspielen. So ist das Thema dieser und anderer Erzählungen u. a. auch die Entlarvung von Lebenslügen in der bürgerlichen Existenz, der Selbstbetrug. Das Ende bleibt offen und lässt dem Leser viel Raum zur Interpretation. Tschechow, der vor genau 150 Jahren geboren wurde, hat nach seinem Studium kurz als Arzt praktiziert, war dann als freier Schriftsteller erfolgreich, seine Dramen werden auch heute immer wieder aufgeführt. Der Autor starb, erst 44 Jahre alt, an einem Lungenleiden. Tolstoi sagte über ihn: " Er war aufrichtig, und das ist ein großer Vorzug; er schrieb über das, was er sah, und wie er es sah."

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