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Kommunikatives Handeln

Beiträge zu Jürgen Habermas' »Theorie des kommunikativen Handelns«

Jürgen Habermas' systematisches Hauptwerk hat seit seinem Erscheinen eine Fülle von Reaktionen und Debatten ausgelöst. Viele Stellungnahmen sind deutlich geprägt von der Schwierigkeit, auf ein so überaus komplexes und anspruchsvolles, gedankliche Ansätze verschiedenster Herkunft bündelndes Werk angemessen einzugehen. Dieser Materialband versucht, eine Bilanz des philosophischen und soziologischen Ertrags zu ziehen. Die Neuausgabe bietet weitere Aufsätze und eine aktualisierte Bibliographie.

Portrait

Hans Joas, geboren 1948, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Professor für Soziologie an der Universität Chicago. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bielefelder Wissenschaftspreis, dem Hans-Kilian-Preis und zuletzt dem Max-Planck-Forschungspreis.

 



Axel Honneth, geboren 1949, ist Jack C. Weinstein Professor of the Humanities an der Columbia University in New York. Von 2001 bis 2018 war Honneth geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozialforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.



Hans Joas, geboren 1948, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Professor für Soziologie an der Universität Chicago. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bielefelder Wissenschaftspreis, dem Hans-Kilian-Preis und zuletzt dem Max-Planck-Forschungspreis.

 



Axel Honneth, geboren 1949, ist Jack C. Weinstein Professor of the Humanities an der Columbia University in New York. Von 2001 bis 2018 war Honneth geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozialforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

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  • Mit Beiträgen von Charles Taylor, Herbert Schnädelbach, Martin Seel, Jeffrey Alexander, Günther Dux, Hans Joas, Thomas McCarthy, Hans-Peter Krüger, Johannes Berger, Johann P. Arnason, Mitchell Aboulafia, Johannnes Weiß, Jürgen Habermas, René Görtzen
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Hans Joas, Axel Honneth
Seitenzahl 520
Erscheinungsdatum 28.06.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-28225-0
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 17,7/11,1/3 cm
Gewicht 411 g
Auflage 5. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Wenn die Kritik unter Kritik gerät
von Zitronenblau am 28.08.2010

Habermas Bruch mit den düsteren Szenarien der Kritischen Theorie in der Tradition Adornos und Horkheimers geht mit ihrer simultanen Rehabilitierung einher: die Theorie des kommunikativen Handelns soll eine Neue Kritische Theorie darstellen (Zweite Moderne), die vor allem in der von Habermas propagierten Verdinglichung des Subjek... Habermas Bruch mit den düsteren Szenarien der Kritischen Theorie in der Tradition Adornos und Horkheimers geht mit ihrer simultanen Rehabilitierung einher: die Theorie des kommunikativen Handelns soll eine Neue Kritische Theorie darstellen (Zweite Moderne), die vor allem in der von Habermas propagierten Verdinglichung des Subjekts durch die von systemischen Imperativen kolonisierten Lebenswelten die Genese und Gefahren soziologischer und mithin psychologischer Pathologien erklärbar macht. Als Kritik wird seine Theorie gleich nach Erscheinung des "Monstrums" Anfang der 80er wahrgenommen und reziprok diskutiert, eben auch kritisiert. Der vorliegende Suhrkampband, herausgegeben von Honneth und Joas, die in der neuern Tradition der Neuen Kritischen Theorie stehen, versammelt die Reaktionen und Beiträge, inkludiert auch eine Stellungnahme des Verfassers der Theorie des kommunikativen Handels (TkH) selbst. Es ist an dieser Stelle nicht möglich die Positionen und Gegenpositionen darzulegen. Mitunter sind sie auch nur vage Bezug nehmend auf die TkH. Die m. M. nach stärksten Einwände liegen in der Sprechakttheorie per se und damit folgerecht im kommunikativen Handeln, in der Lebensweltkonzeption vor allem verbunden mit der Systemtheorie, aber auch der Vorwurf der kontroversen Kritischen Theorie, die immer einen marxistischen Beigeschmack haben wird. Das Buch ist dahingehend empfehlenswert, wo die Komplexität des Theorie-Werkes aufgebrochen wird und einzelne Bestandteile auf unterer Ebene diskutiert werden können. Der Band ist längst nicht vollkommen, aber ein guter Schritt in Richtung induktiver Theorieprüfung. Und freilich ist eine multiperspektivische Auseinandersetzung intellektueller Zeitgenossen ohnehin sehr interessant.