Die Pest

Roman

rororo Taschenbücher Band 25307

Albert Camus

(33)
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Beschreibung

«Camus irrt sich nicht in seinem Roman. Das Drama sind nicht die, die durch die Hintertür zum Friedhof entwischen – und für die die Angst vor der Pest endlich vorbei war –, sondern die Lebenden, die in ihren stickigen Schlafzimmern Blut schwitzten, ohne der belagerten Stadt entfliehen zu können.»
(Gabriel García Márquez)

Die Stadt Oran wird von rätselhaften Ereignissen heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Straßen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber: Die Pest wütet in der Stadt. Oran wird hermetisch abgeriegelt. Ein Entkommen ist nicht möglich. Albert Camus’ erfolgreichster Roman gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. In ihm seziert er hellsichtig das menschliche Handeln im Angesicht einer Katastrophe.

Uli Aumüller übersetzt u. a. Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane-Scatcherd-Preis..
Albert Camus wurde am 7. November 1913 in ärmlichen Verhältnissen als Sohn einer Spanierin und eines Elsässers in Mondovi, Algerien, geboren. Von 1933 bis 1936 studierte er an der Universität Algier Philosophie. 1934 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei und gründete im Jahr darauf das «Theater der Arbeit». 1937 brach er mit der KP. 1938 entstand sein erstes Drama «Caligula», das 1945 uraufgeführt wurde. Camus zog 1940 nach Paris. Neben seinen Dramen begründeten der Roman «Der Fremde» und der Essay «Der Mythos von Sisyphos» sein literarisches Ansehen. 1957 erhielt Albert Camus den Nobelpreis für Literatur. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall.Das Gesamtwerk von Albert Camus liegt im Rowohlt Verlag vor.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 349
Erscheinungsdatum 01.06.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-22500-0
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/11,6/3 cm
Gewicht 280 g
Originaltitel La Peste
Auflage 99. Auflage
Übersetzer Uli Aumüller

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... Ausnahmezustand

Sabine Rudolph, Thalia-Buchhandlung Dresden (Schillerplatz)

"Aber insgesamt wich die Infektion auf der ganzen Linie zurück, und die amtlichen Mitteilungen der Präfektur, die zuerst eine schüchterne geheime Hoffnung hatten keimen lassen, bestärkten schließlich die öffentliche Meinung in der Überzeugung, dass der Sieg errungen war und die Krankheit ihre Stellung räumte." Und weiter hinten: ""Zugegeben", sagte Cottard, "zugegeben, aber was nennen Sie Rückkehr zu einem normalen Leben?" "Neue Filme im Kino", sagte Tarrou lächelnd." Endlich habe ich DIE PEST auch gelesen und war am Ende froh über die oben zitierten Zeilen. Viel Leid, Entbehrung, Verlust und Sprachlosigkeit ziehen sich durch dieses Buch - aber auch Zärtlichkeit, Hoffnung und Zuversicht. Viele Parallelen lassen sich finden zur derzeitigen Lage ...

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Zu allen Zeiten hat es Epidemien und Seuche gegeben. Sie haben Gesellschaften verändert und gebeutelt. In seinem Buch "Die Pest" zeichnet Albert Camus den Verlauf einer Seuche nach. Er beschreibt Mechanismen und Verhaltensweisen, so wie sie in solchen Zeiten vorkommen. Dabei belässt er es nicht bei einem Bericht, dem immer auch ein Stück Distanz bedeutet, er nimmt den Leser mit hinein in das Geschehen. Ein Buch nicht nur zum Lesen oder informieren, aber auch zum Nachdenken.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In der algerischen Stadt Oran wütet die Pest. Zuerst sind es nur einige tote Ratten, dann aber sterben die ersten Menschen an dieser schrecklichen Krankheit. Langsam nimmt die Bevölkerung den Kampf gegen die Seuche auf. Die Pest ist ein großartiges Plädoyer für die Solidarität der Menschen im Kampf gegen Krankheit und Tod. Für m... In der algerischen Stadt Oran wütet die Pest. Zuerst sind es nur einige tote Ratten, dann aber sterben die ersten Menschen an dieser schrecklichen Krankheit. Langsam nimmt die Bevölkerung den Kampf gegen die Seuche auf. Die Pest ist ein großartiges Plädoyer für die Solidarität der Menschen im Kampf gegen Krankheit und Tod. Für mich ist Die Pest eines der eindrücklichsten Werke der Weltliteratur. Zum Wiederlesen und Neuentdecken!

Die Pest, ein Buch zum Nachdenken
von einer Kundin/einem Kunden am 29.01.2021

Camus erzählt hier, von den Abgründen der Menschen einer ganzen Stadt. Das Verhalten der Gesellschaft in ihrer düstersten Zeit. Spannend, philosophisch, mit wundervollen Charakteren und einer bedeutenden Botschaft. Dieses Buch muss man gelesen haben!

Äußerst aktuell oder zeitlos?
von einer Kundin/einem Kunden aus Willich am 21.12.2020

Ich fand Epidemien wie die Pest schon immer spannend, aber das ich ausgerechnet dieses Jahr nach dem Buch gegriffen habe, ist bestimmt kein Zufall. Und das ist auch der hervorstechendste Charakterzug des Werks: Die Zeitlosigkeit der Erzählung. Ob Camus daran gedacht hat, dass es nicht lange dauert, bis man das Buch wieder auf... Ich fand Epidemien wie die Pest schon immer spannend, aber das ich ausgerechnet dieses Jahr nach dem Buch gegriffen habe, ist bestimmt kein Zufall. Und das ist auch der hervorstechendste Charakterzug des Werks: Die Zeitlosigkeit der Erzählung. Ob Camus daran gedacht hat, dass es nicht lange dauert, bis man das Buch wieder auf die Realität anwenden kann? Etwas anderes hat auch meine Aufmerksamkeit erweckt: Die Art der Erzählung. Es fällt mir sehr schwer, diese zu klassifizieren. Soll sie den Schein einer wahren Begebenheit kreiren? Oder eher im Gegenteil einen literarischen Meilenstein schaffen? Das war beim Lesen nicht klar, aber genau das macht es so besonders. In einem vorgestellten Kapitel spricht der Erzähler über sich in der dritten Person, offenbart aber seine Identität noch nicht, mit den Worten, dass man sie noch früh genug erfahren werde. Das erhöht die Spannung und verwebt seine eigene Identität gleichzeitig mit der Geschichte. Ab dem ersten richtigen Kapitel nimmt er dagegen eine weitestgehend neutrale Rolle ein. D.h., dass er bis auf ein paar dezente Wertungen hier und da über seine eigene Funktion nicht viele Wörter verliert. Manchmal habe ich den Schreibstil als erstaunlich nüchtern wahrgenommen. Beinahe genervt wird von den Rattenplagen, den Sterbenden, Überlegenden und Kranken berichtet. Als wäre alle Hoffnung verloren und als hätte der Erzähler selbst alle Lebensenergie verloren. Das sorgt natürlich nicht für gute Gefühle beim Leser, sondern vermittelt diesem gerade die richtige Note an authentischer Atmosphäre. Da ich es als Hörbuch gehört habe, höre ich immer noch wie ein Phantom die Stimme des Sprechers im Kopf. Er hat es großartig gemacht. Die Stimme ist wie gemacht für Erzählungen wie diese und hat mich sehr an die Vertonung von "Der goldene Handschuh" erinnert. Wahrscheinlich derselbe Sprecher? Und dieser Vergleich zeigt auch die Ähnlichkeit der beiden Werke an sich. Sie sind beide düster und zeigen Missstände an. Haben außergewöhnliche Erzähler. Das sollte als Orientierung dienen. Wenn ich mich aber richtig erinnere, dann bietet "Die Pest" viel mehr Auslegungen und gesellschaftliche Relevanz. Die vielen Zitate hier sollen das zeigen. Und genau deswegen ist das visuelle Lesen von Erzählungen wie dieser auch viel ergiebiger. Man möchte sich Anmerkungen machen und Dinge reinschreiben. Das ging so leider nicht. Deswegen werde ich es bestimmt nochmal lesen. Es ist jetzt schon einen Monat oder so her, dass ich das Buch gehört habe. Zeitgleich habe ich "Léon und Louise" gelesen, somit zwei französische Kriegserzählungen parallel. Doch unterschiedlicher hätten sie nicht sein können. Komplett verschiedene Perspektiven.


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