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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann, Erzählung

Heinrich Böll

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Beschreibung


»Ähnlichkeiten mit den Praktiken der ›Bild‹-Zeitung ...] sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.« Aus dem Vorwort Bölls

Katharina Blum ist eine junge hübsche Haushälterin, die sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die »Nonne« genannt. Diese Frau verliebt sich spontan in einen jungen Mann, einen von der Polizei gesuchten radikalen Rechtsbrecher. Sie verhilft ihm zur Flucht und gerät in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen Boulevardzeitung. Die Situation eskaliert, als der Journalist Werner Tötges in ihre Wohnung kommt ...

"Ein Meisterwerk, das in Zeiten von Bild-Leserreportern und youtube nichts von seiner Aktualität verloren hat."
Kölner Stadt-Anzeiger 03.04.2008

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).
Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).
Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).
Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.01.1976
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-01150-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,2/1,5 cm
Gewicht 178 g
Auflage 55. Auflage
Verkaufsrang 8285

Buchhändler-Empfehlungen

Aktueller denn je

I. D., Thalia-Buchhandlung Mayersche Buchhandlung Essen

Ich schreibe wahrscheinlich nichts neues, wenn ich über die verlorene Ehre der Katharina Blum berichte, es ist schließlich Heinrich Bölls bekanntestes Werk. Der Einstieg in die Lektüre fiel mir nicht leicht. Man wird direkt mit reichlich Namen bombardiert in einem literarischen Szenario, das an Prozessakten erinnert. Abschnittweise wird die Vernehmung der Katharina Blum nacherzählt, die einem flüchtigen Verbrecher Hilfe geleistet hat dem Zugriff der Polizei zu entkommen. Den Mann lernte sie auf einer Feier kennen, nahm ihn mit nach Hause und verliebte sich Hals über Kopf nach einer gemeinsamen Nacht in ihn. Die Loyalität zu ihm zu halten ungeachtet des Verbrechens, das er begangen haben mag, wird ihr zum Verhängnis, als ein sensationsheischendes Tageblatt (im Buch nur die „ZEITUNG“ genannt) ihren Anteil an der Flucht nicht nur veröffentlicht, sondern ihr Privatleben auf eine pervers tatsachenverdrehende Weise ausschlachtet. Aus einer unbescholtenen, unscheinbaren Bürgerin wird dann eine Täterin, als ihr Hass auf den Verantwortlichen der verdrehten Berichterstattung sie dazu treibt den Journalisten der ZEITUNG zu töten. Interessant ist wie wenig sich an manchen Methoden seit 1974 geändert hat, als Böll das Buch veröffentlichte. Sein in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ verarbeitetes Thema ist in einer Zeit, in welcher der Begriff „Fake News“ entstanden ist, aktueller denn je. Das Medium mag sich geändert haben, die Methoden nicht. Ein wirklich gutes Buch trotz des gewöhnungsbedürftigen Anfangs!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
5
5
2
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 29.10.2020
Bewertet: anderes Format

Eindeutig ein Klassiker, den man gelesen haben darf. Böll beschreibt in einer unaufdringlichen Sprache die Geschichte einer unauffälligen Hauptfigur und stellt dabei die zeitlose Frage wie weit Medien gehen dürfen. Die gesellschaftliche Stellung der Frau ist ebenso im Zentrum.

Ein Klassiker mit einer erschreckenden Aktualität
von einer Kundin/einem Kunden aus Göttingen am 26.11.2018

Katharina Blum ist eine junge Frau, allseits beliebt und.. eine Mörderin. Als Geliebte eines gesuchten Verbrechers gerät sie zum ersten Mal ins Licht der Öffentlichkeit. Schritt für Schritt können wir verfolgen, wie sie in Verruf gerät und zu welcher Tat sie die negative Aufmerksam letztendlich verleitet. Heinrich Böll stellt j... Katharina Blum ist eine junge Frau, allseits beliebt und.. eine Mörderin. Als Geliebte eines gesuchten Verbrechers gerät sie zum ersten Mal ins Licht der Öffentlichkeit. Schritt für Schritt können wir verfolgen, wie sie in Verruf gerät und zu welcher Tat sie die negative Aufmerksam letztendlich verleitet. Heinrich Böll stellt journalistische Berichterstattung möglicherweise überspitzt aber sehr eindrucksvoll dar und zeigt, was sich hinter den Geschichten in der Zeitung verbirgt.

höhere,spannende,sozialkritische Literatur
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 29.01.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

die Lektüre des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum erweist sich von Seite zu Seite als ein Genuss in der Sprache,Form und Thematik.Ich stelle mir Heinrich Böll vor, wie er schreibt und aus der politischen Realität heraus seine Figuren machen lässt.Das Thema ist immer noch höchst aktuell,die "ZEITUNG" manipuliert die öf... die Lektüre des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum erweist sich von Seite zu Seite als ein Genuss in der Sprache,Form und Thematik.Ich stelle mir Heinrich Böll vor, wie er schreibt und aus der politischen Realität heraus seine Figuren machen lässt.Das Thema ist immer noch höchst aktuell,die "ZEITUNG" manipuliert die öffentliche Meinung soweit,dass es fast zur Normalität in diesem Land geworden ist,Prominente fallen zu lassen zur Freude vieler Leser


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