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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann. Erzählung. Mit einem Nachwort: 'Zehn Jahre später'

(16)
»Ähnlichkeiten mit den Praktiken der ›Bild‹-Zeitung ...] sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.« Aus dem Vorwort Bölls

Katharina Blum ist eine junge hübsche Haushälterin, die sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die »Nonne« genannt. Diese Frau verliebt sich spontan in einen jungen Mann, einen von der Polizei gesuchten radikalen Rechtsbrecher. Sie verhilft ihm zur Flucht und gerät in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen Boulevardzeitung. Die Situation eskaliert, als der Journalist Werner Tötges in ihre Wohnung kommt ...
Portrait

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).

Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).

Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.01.1976
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-01150-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,2/1,5 cm
Gewicht 180 g
Auflage 55. Auflage
Verkaufsrang 2.523
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein Klassiker mit einer erschreckenden Aktualität“

Lisa Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Katharina Blum ist eine junge Frau, allseits beliebt und.. eine Mörderin. Als Geliebte eines gesuchten Verbrechers gerät sie zum ersten Mal ins Licht der Öffentlichkeit. Schritt für Schritt können wir verfolgen, wie sie in Verruf gerät und zu welcher Tat sie die negative Aufmerksam letztendlich verleitet.
Heinrich Böll stellt journalistische Berichterstattung möglicherweise überspitzt aber sehr eindrucksvoll dar und zeigt, was sich hinter den Geschichten in der Zeitung verbirgt.
Katharina Blum ist eine junge Frau, allseits beliebt und.. eine Mörderin. Als Geliebte eines gesuchten Verbrechers gerät sie zum ersten Mal ins Licht der Öffentlichkeit. Schritt für Schritt können wir verfolgen, wie sie in Verruf gerät und zu welcher Tat sie die negative Aufmerksam letztendlich verleitet.
Heinrich Böll stellt journalistische Berichterstattung möglicherweise überspitzt aber sehr eindrucksvoll dar und zeigt, was sich hinter den Geschichten in der Zeitung verbirgt.

Wollberg Nina-Verena, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Und immer noch aktuell, der Böll! Das Buch bleibt lebenslang im Gedächtnis, wie viele von Böll.
Ich empfehle es auch heute noch, weil Literatur selten so psychologisch genau ist!
Und immer noch aktuell, der Böll! Das Buch bleibt lebenslang im Gedächtnis, wie viele von Böll.
Ich empfehle es auch heute noch, weil Literatur selten so psychologisch genau ist!

Demian Stock, Thalia-Buchhandlung Düren

In dieser Erzählung wird der manipulative Einfluss einer gewissen "ZEITUNG" geschildert, die ein junges Mädchen in den Abgrund treibt. Sie ist zeit- und gnadenlos; einfach gut. In dieser Erzählung wird der manipulative Einfluss einer gewissen "ZEITUNG" geschildert, die ein junges Mädchen in den Abgrund treibt. Sie ist zeit- und gnadenlos; einfach gut.

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Eine spannende Erzählung voll Witz und Charme, die nie an Aktualität verloren hat. Besonders beeindruckend ist Bölls Nachwort. Eine spannende Erzählung voll Witz und Charme, die nie an Aktualität verloren hat. Besonders beeindruckend ist Bölls Nachwort.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Einer der wichtigsten Titel von Heinrich Böll. Nachhaltig und literarisch brillant. Einer der wichtigsten Titel von Heinrich Böll. Nachhaltig und literarisch brillant.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
10
3
2
1
0

höhere,spannende,sozialkritische Literatur
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 29.01.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

die Lektüre des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum erweist sich von Seite zu Seite als ein Genuss in der Sprache,Form und Thematik.Ich stelle mir Heinrich Böll vor, wie er schreibt und aus der politischen Realität heraus seine Figuren machen lässt.Das Thema ist immer noch höchst aktuell,die "ZEITUNG"... die Lektüre des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum erweist sich von Seite zu Seite als ein Genuss in der Sprache,Form und Thematik.Ich stelle mir Heinrich Böll vor, wie er schreibt und aus der politischen Realität heraus seine Figuren machen lässt.Das Thema ist immer noch höchst aktuell,die "ZEITUNG" manipuliert die öffentliche Meinung soweit,dass es fast zur Normalität in diesem Land geworden ist,Prominente fallen zu lassen zur Freude vieler Leser

von Christiane Strecker aus Neuss am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Die Thematik ist auch heute noch aktuell: wie weit dürfen Staat und Presse bei Verdächtigen gehen? Bitte lesen und eigene Meinung bilden!!!

Ein Buch ohne Spannung
von *Nadine* am 28.07.2010

Mein Fall war dieses Buch leider nicht unbedingt. Die Geschichte an sich mag ja recht interessant sein, aber begeistert war ich nicht. Ich finde, dass alles sehr eintönig geschrieben ist und meiner Meinung nach kaum etwas passiert. Die Andeutungen zu einer bekannten deutschen Tageszeitung regen allerdings schon zum Schmunzeln... Mein Fall war dieses Buch leider nicht unbedingt. Die Geschichte an sich mag ja recht interessant sein, aber begeistert war ich nicht. Ich finde, dass alles sehr eintönig geschrieben ist und meiner Meinung nach kaum etwas passiert. Die Andeutungen zu einer bekannten deutschen Tageszeitung regen allerdings schon zum Schmunzeln und Nachdenken an.