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Xoxo

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Rezension
Die deutsche HipHop-Szene stagniert künstlerisch seit Jahren. Statt sich mit diesem Zustand abzufinden, macht Benjamin Griffey alias Casper auf seinem zweiten Soloalbum "Xoxo" alles ganz anders. Und so überzeugt er mit unkonventionellen Texten und einer neuen stilistischen Offenheit gegenüber Genres wie Postrock und Hardcore. Casper versucht sich mit "Xoxo" an nicht mehr und nicht weniger als einer neuen Standortbestimmung von Deutschrap, die meilenweit entfernt ist von allen Klischees und vordergründig sinnfreier Radikalität. In den 13 Songs erweist sich der 1982 geborene Musiker als begnadeter Geschichtenerzähler, dem es wie keinem anderen Rapper aus Deutschland gelingt, private Beobachtungen in allgemein gültige Botschaften zu übersetzen. So setzt Casper mit "Xoxo" in jeder Hinsicht Maßstäbe und liefert der Deutschrap-Szene die dringend benötigten neuen Impulse. Dabei spielt es keine Rolle, ob der 28-jährige Künstler zusammen mit Thees Uhlmann von Tomte im Titelsong "Xoxo" eher poppige Wege beschreitet oder wie im düsteren Opener "Der Druck steigt (Die Vergessenen Pt. 1)" auf mächtige Gitarrenriffs und bombastische Chöre setzt: Das Ergebnis fällt immer beeindruckend aus. Und es verdient höchste Anerkennung, wie reich an Variationen der Sound ist, mit dem der Wortakrobat in Stücken wie "Blut sehen" oder "Alaska" seine Reime unterlegt. Casper hält sich auf "Xoxo" nicht damit auf, alte und längst verlorene Schlachten um die Bedeutungshoheit im HipHop erneut zu schlagen, sondern riskiert es in Songs wie "Michael X" oder dem gemeinsam mit Marteria eingespielten Track "So perfekt" ganz bewusst, die Gralshüter der reinen Lehre nachhaltig vor den Kopf zu stoßen. Norbert Schiegl (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 08.07.2011
EAN 0886979380929
Genre Hip-Hop/Rap
Hersteller Sony Music Entertainment
Komponist Casper
Musik (CD)
7,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Deutscher Rap aber ohne Sido und Co.“

Friederike Barf, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Es ist fast wie Poetryslam auf CD gepresst. Große Themen werden angesprochen, manchmal zart gesprochen, manchmal geschrien. Und das alles mit seiner großartigen rauen Stimme! Deutscher Rap ohne Schimpfworte, Beleidigungen, Rassismus und Hass, eben mal wie man Deutschen Rap nicht erwartet. Einfach großartig! Es ist fast wie Poetryslam auf CD gepresst. Große Themen werden angesprochen, manchmal zart gesprochen, manchmal geschrien. Und das alles mit seiner großartigen rauen Stimme! Deutscher Rap ohne Schimpfworte, Beleidigungen, Rassismus und Hass, eben mal wie man Deutschen Rap nicht erwartet. Einfach großartig!

Kundenbewertungen

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Super!
von Tina V. aus Köln am 13.01.2012

Ich kann leider fast nicht mehr sagen, als dass das Album super ist! Was ich an Casper so cool finde, ist dass er schöne bis lustige Metaphern hat für Situationen bzw. Themen, die alltäglich sind. "Schmetterlinge sterben zu laut" z. B. ist eine gekonnte Metapher, die den Rock-Rapper nicht... Ich kann leider fast nicht mehr sagen, als dass das Album super ist! Was ich an Casper so cool finde, ist dass er schöne bis lustige Metaphern hat für Situationen bzw. Themen, die alltäglich sind. "Schmetterlinge sterben zu laut" z. B. ist eine gekonnte Metapher, die den Rock-Rapper nicht plump und geschmacklos erscheinen lässt. Gute Texte, gute Musik.

Casper - richtungsweisend für deutschsprachigen Hip Hop?
von einer Kundin/einem Kunden am 15.10.2011

Das Genre ist übersättigt. Zumindest mit herkömmlichen "Gangsterrapern". Einige wenige tun sich durch sozialkritische, philosphische Titel hervor. Und dann kam Casper. Eine komplett neue Richtung wird eingeschlagen. Emotionale Texte, eingägige, melancholische Beats vermischen sich mit einer äußerst Markanten Stimme. Was dabei heruaskommt hört man sich am besten selbst an. Den... Das Genre ist übersättigt. Zumindest mit herkömmlichen "Gangsterrapern". Einige wenige tun sich durch sozialkritische, philosphische Titel hervor. Und dann kam Casper. Eine komplett neue Richtung wird eingeschlagen. Emotionale Texte, eingägige, melancholische Beats vermischen sich mit einer äußerst Markanten Stimme. Was dabei heruaskommt hört man sich am besten selbst an. Den Kauf von XOXO wird man jedenfalls nicht bereuhen, auch wenn man mit dieser Musikrichtung normalerweise nichts anfangen kann. Mir persönlich gefällt der Titel "Alaska" am besten, wobei es schwer ist aus einer so tollen Tracklisteinen Favoriten auszuwählen.

Rauf und runter, den ganzen Tag...
von Claudia Mehnert aus Zwickau am 03.08.2011

...höre ich zurzeit Casper's neues Album "XOXO", nach "Hin zur Sonne" nun sein 2. Album. Schon die CD allein ist ein Best-Of in sich.Jedes Lied geht sofort ins Ohr und die ehrlichen Texte ans Herz. Auch, oder gerade weil das neue Album sehr melancholisch daherkommt, meine absolute Lieblingsplatte in diesem Sommer!