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Ozeanisches Bewusstsein – Einführung in die Vijñana Meditation

Einführung in die Vijnana Meditation

„Wenn weder Gewünschtes noch Gedachtes in mir auftaucht, was bin ich dann?
(yada mameccha notpanna jñanam va kas tadasmi vai, vgl. Vijnaña Bhairava Tantra, Vers 97a)

Mehr und mehr bin ich davon überzeugt, dass das „ozeanische Bewusstsein“ bzw. die „ozeanische Bewusstseinsmodalität“ (abgek. OBM) der Haupt- oder Standardmodus unseres Bewusstseins ist.
Würden wir den Standardmodus des Bewusstseins tagtäglich nutzen, wären wir sehr zufrieden, gelassen und in guter Stimmung.
Leider haben wir die Existenz und/oder die Gebrauchsanleitung des Haupt- oder Standardmodus vergessen!
Stellen wir uns für einen Augenblick vor, die Autofahrer hätten die Existenz oder die Gebrauchsanleitung für den dritten oder vierten Gang vergessen: Was für „heulende Motoren“, Pannen, Störungen und entnervte Autofahrer!?!

Gern hätte ich auf uralte Tantra-Texte und ihre mitunter verwegene Symbolik verzichtet, wäre die heutige „Bewusstseinspsychologie“ nicht im ersten Gang des „individuellen Alltagsbewusstseins“ stecken geblieben.
Die ozeanische Bewusstseinsmodalität (OBM) wird von mir gelegentlich „unitäres Bewusstseinsquantenvakuum“ genannt. Dieser ungewohnte Fachterminus soll an die unzertrennbare, nicht-duale Einheit der „Psychophysik“, aber auch an den Pionier der Psychophysik Gustav Theodor Fechner (1801-1887), Physiker und Psychologe, erinnern.
Leider ignoriert die moderne Psychologie und Psychotherapie bis heute die „psychophysische Quantenwelt“ vollständig. Die psychologische Bewusstseinsforschung verharrt daher in einem naiven und unbeholfenen „Alltagsbewusstsein“, worüber wir nur noch den Kopf schütteln oder humorvoll grinsen.

Erfreulicherweise führt der Umweg über die „tantrisch-schivaitischen Texte“ dazu, dass uns darin die grundsätzliche Nicht-Dualität der Psychophysik bzw. das „unitäre mentale und Quanten-Vakuum“ in aller Deutlichkeit und mit subtil-kreativer Geistesfrische vorgeführt wird.

Mehr noch: Was die moderne Psychologie und Psychotherapie partout nicht kann, das liefert uns ein Text wie der Vijñana Bhairava Tantra. Hierin finden wir eine genaue Beschreibung des Standardmodus unseres Bewusstseins samt einer detaillierten Gebrauchsanleitung.
Es handelt sich um originelle Meditations- und Yoga-Übungen, die m. E. sowohl hinsichtlich der modern-säkularen, erkenntnistheoretischen Fundierung als auch hinsichtlich der psychologischen Subtilität und Raffinesse dem heutigen Stand der modernen Bewusstseinspsychologie gegenüber deutlich überlegt sind.

Da wir es - aus welchen Gründen auch immer - verlernt haben, unser Bewusstsein gemäß seinem natürlichen Grundmodus zu tätigen, sollen wir sozusagen wieder zur Schule gehen und das ABC der nicht-dualen Erfahrung erlernen. Auch wenn wir nach einigen Monaten, Jahren oder Jahrzehnten der Übung kaum Fortschritte feststellen, können wir uns m. E. damit trösten und motivieren, dass schon ein paar OBM-Sekunden am Tag uns viel vitale, positive Energie geben.
Sicher: Es wäre für uns alle eine tantrische Wonne, jeden Tag sekunden- oder minutenlang den „Nektar der Unsterblichkeit“ (Sanskrit: am?ta) zu genießen.
Was mich betrifft, freue ich mich immer, wenn ich mein flüchtiges Dahinleben für ein paar Sekunden in der Woche, im Monat oder im Jahr im Standardmodus des Bewusstseins und nicht im holprigen, stress- und leidvollen „ersten Gang“ erfahren darf.

Zu einem Vorwort gehören in der Regel auch ein paar Worte über das Buch, seine Kapitelabfolge und zum Umgang damit.
Natürlich empfehle ich als Autor die Lektüre aller Kapitel. Allerdings verstehe ich die Kap. I bis XIII als bloße Vorbereitung zu den 112 Übungen des Kap. XIV (Übersetzung und Kommentare der tantrischen Übungen aus dem Vijñana Bhairava Tantra).
Denjenigen, die es eilig haben, in das ozeanische Bewusstsein einzutauchen, kann ich folgende Kapitel als „Aufwärmübungen“ ans Herz legen: Kap. I (Ich bin eins mit allem geworden: der henologische Erfahrungsdiskurs), Kap. IV (Ozeanisches Bewusstsein: die unschlagbare Überlebensstrategie) und drittens Kap. VIII (kashmirisch-tantrischer Shivaismus).

Die anderen Leser und Leserinnen, die sich mit den theoretischen Grundlagen des meditativen Bewusstseins auseinandersetzen möchten, können sich dem Kap. V (Ozeanisches Bewusstsein als seltsamer Attraktor) und dem Kap. VI (Das Pentagramm- und das Pyramidenmodell des Bewusstseins) zuwenden. Ferner können sie sich mit der Tiefenstruktur der Vijñana Meditation befassen, indem sie z. B. die Kap. XI (Zentrale Themen der Vijñana Meditation) und Kap. XII (Mentale Topologie der 112 Vijñana Übungen) lesen.

Im Kap. XIV findet man meine Übersetzungen und Kommentare des Vijñana Bhairava Tantra. Darauf folgen eine Synopse der Übungen (Kap. XV) und ein Glossar wichtiger Sanskrit-Ausdrücke.

Die Vijñana Meditationsübungen sind sicher unendlich an der Zahl (nicht nur 112). Möge jede Buchseite den Leser/die Leserin in das „ozeanische Bewusstsein“, den verborgenen Standardmodus des Bewusstseins, einladen!

Mandray (Vosges/Vogesen), im Frühjahr 2011

Renaud van Quekelberghe
Portrait

Renaud van Quekelberghe, 1972 Promotion Dr. phil. in Psychologie; 1978 Habilitation im Fach Psychologie; seit 1979 Prof. FB Psychologie Universität Koblenz-Landau, Abt. Landau

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Harald Piron, Renaud van Quekelberghe
Seitenzahl 379
Erscheinungsdatum 02.07.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-88074-030-3
Verlag Klotz
Maße (L/B/H) 21,3/15,1/2,3 cm
Gewicht 506 g
Abbildungen 5 Abbildungen
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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