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Sommer wie Winter

Roman

(26)
Ein dramatischer Autounfall, bei dem die Geschwister Manu und Alexander schwer verletzt werden, bietet für sechs Familienmitglieder den Anlass, sich mit ihrer Vergangenheit und den traumatisierenden Ereignissen der letzten Monate vor dem Unglück auseinanderzusetzen. Geschehnisse, die beinahe fünfzehn Jahre zurückliegen, kommen ans Tageslicht, woran die Familie zu zerbrechen droht.
Mit vier Geschwistern wächst Alexander Sommer als Pflegekind in einem Tiroler Fremdenverkehrsort auf. Der Tourismus boomt, viele Bauernfamilien stellen ihre Höfe auf die Gäste ein, bauen Zimmer aus, errichten Speisesäle. Alexanders Kindheit ist erlebnisreich, aber lieblos; das Leben der Töchter und Söhne ist geprägt von viel Arbeit auf dem Hof, der allgegenwärtigen Kirche, dem Gehorsam den strengen Eltern gegenüber, aber auch von den Gästen, die Familienanschluss suchen.
Alexander glaubt, seine leibliche Mutter sei bei einem Autounfall gestorben, bis er im Alter von fünfzehn Jahren auf Hinweise stößt, dass sie ausgewandert sein könnte und ihn zurückgelassen hat. Die Fantasien über die Mutter und ihr Verschwinden werden zu einer jahrelangen Obsession. Kaum ist Alexander volljährig, macht er sich auf die Suche und entdeckt dabei Dinge, die für ihn und seine Pflegefamilie alles verändern ...
Aus den wechselnden Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder entsteht in Judith W. Taschlers Debütroman - wie in einem Puzzle - ein packendes Drama eines jungen Mannes auf der Suche nach seiner Herkunft und damit seiner Identität vor der Kulisse einer brüchigen Idylle des Landlebens.
Portrait
Judith W. Taschler, 1970 in Linz geboren, im Mühlviertel aufgewachsen. Nach einem Auslandsaufenthalt und verschiedenen Jobs Studium der Germanistik und Geschichte. Sie lebt mit ihrer Familie in Innsbruck, arbeitet als Lehrerin und Autorin. Sie verfasste Drehbücher (u. a. die dramaturgische Überarbeitung von »Am anderen Ende der Brücke«). »Sommer wie Winter« ist ihr Debütroman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 200 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.07.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783711750129
Verlag Picus
Dateigröße 450 KB
Verkaufsrang 9.895
eBook
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Fünf Personen erzählen Ihre Versionen einer Geschichte. Was passierte wirklich auf dem idyllischen Hof der Familie? Für Fans von Nele Neuhaus! Fünf Personen erzählen Ihre Versionen einer Geschichte. Was passierte wirklich auf dem idyllischen Hof der Familie? Für Fans von Nele Neuhaus!

„Zerwürfnisse“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Am Anfang wissen wie Leser nichts - wir werden reingeworfen, reingezogen in die Geschichte der Familie Winter.
Wir lesen Protokolle von Befragungen, erfahren so die Hintergründe, erfahren mehr über diese Familie und auch die Abgründe. Die Sympathien erreichen sofort das Pflegekind Alexander ...
Für mich ist dieses Buch ein Plädoyer gegen Ignoranz, Stillhalten, Schweigen, Lügen - und somit ist es beruhigend und erstaunlich zudem, dass Alexander am Ende immer noch den Mut hat, in sein Leben zu gehen.
Am Anfang wissen wie Leser nichts - wir werden reingeworfen, reingezogen in die Geschichte der Familie Winter.
Wir lesen Protokolle von Befragungen, erfahren so die Hintergründe, erfahren mehr über diese Familie und auch die Abgründe. Die Sympathien erreichen sofort das Pflegekind Alexander ...
Für mich ist dieses Buch ein Plädoyer gegen Ignoranz, Stillhalten, Schweigen, Lügen - und somit ist es beruhigend und erstaunlich zudem, dass Alexander am Ende immer noch den Mut hat, in sein Leben zu gehen.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Sensibel erzähltes Familiendrama. Leider ist die Geschichte sehr vorhersehbar. Die Charaktere und ihr Schicksal lassen einen aber trotzdem nicht los. Sensibel erzähltes Familiendrama. Leider ist die Geschichte sehr vorhersehbar. Die Charaktere und ihr Schicksal lassen einen aber trotzdem nicht los.

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Ein Roman wie ein Mosaik. Jedes Familienmitglied erzählt einem Therapeuten seine Version der Geschichte. Dadurch entsteht ein spannender Plot mit psychologischem Tiefgang. Ein Roman wie ein Mosaik. Jedes Familienmitglied erzählt einem Therapeuten seine Version der Geschichte. Dadurch entsteht ein spannender Plot mit psychologischem Tiefgang.

„Bergpension mit Familienanschluss – Trügerische Idylle“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Eine Familie aus einem kleinen, österreichischem Bergdorf wird psychologisch betreut; Pflegesohn Alexander und seine gleichaltrige Schwester Manu wurden bei einem Verkehrsunfall verletzt.
Die Familie betrieb einen Bauernhof mit einer Pension für Touristen; eine ländliche Idylle... .

In Interviewform und Rückblenden aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt, setzt sich nach und nach ein ganz unidyllisches Bild zusammen. Mehr und mehr Fakten und Details passen zusammen; trotzdem zieht man immer wieder falsche Schlüsse. Judith W. Taschler gelingt es so, eine enorme Spannung aufzubauen. Die Geschichte wird immer mehr zu einem packenden Familiendrama.

Eine Familie aus einem kleinen, österreichischem Bergdorf wird psychologisch betreut; Pflegesohn Alexander und seine gleichaltrige Schwester Manu wurden bei einem Verkehrsunfall verletzt.
Die Familie betrieb einen Bauernhof mit einer Pension für Touristen; eine ländliche Idylle... .

In Interviewform und Rückblenden aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt, setzt sich nach und nach ein ganz unidyllisches Bild zusammen. Mehr und mehr Fakten und Details passen zusammen; trotzdem zieht man immer wieder falsche Schlüsse. Judith W. Taschler gelingt es so, eine enorme Spannung aufzubauen. Die Geschichte wird immer mehr zu einem packenden Familiendrama.

„Kein Buch, dass man einfach aus der Hand legt“

Gregor Hügens, Thalia-Buchhandlung Bonn (Metropol)

Ein Anti-Heimatroman: Die Katastrophe ist schon passiert und anhand wechselnder Therapieprotokolle erschließt sich langsam und schonungslos das Psychogramm einer Familie. Die Hauptfigur, das Pflegekind Alexander, gehörte nie wirklich ganz dazu. Er erleidet ein verborgenes Schicksal zwischen dunklen Geheimnissen der Vergangenheit und der bedrückenden Lieblosigkeit einer rein materiell ausgerichteten Dorfwelt ohne jede Tiroler Idylle. Und doch vermittelt die Handlung nicht nur tragische Hoffnungslosigkeit, wenn schließlich der Sommer den Winter überwindet… Ein Anti-Heimatroman: Die Katastrophe ist schon passiert und anhand wechselnder Therapieprotokolle erschließt sich langsam und schonungslos das Psychogramm einer Familie. Die Hauptfigur, das Pflegekind Alexander, gehörte nie wirklich ganz dazu. Er erleidet ein verborgenes Schicksal zwischen dunklen Geheimnissen der Vergangenheit und der bedrückenden Lieblosigkeit einer rein materiell ausgerichteten Dorfwelt ohne jede Tiroler Idylle. Und doch vermittelt die Handlung nicht nur tragische Hoffnungslosigkeit, wenn schließlich der Sommer den Winter überwindet…

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
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10
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0

Familientragödie
von einer Kundin/einem Kunden am 13.08.2015

Alexander Sommer wächst als Pflegekind bei der Bauernfamilie Winter in der tiroler Provinz heran. Als 3-Jähriger wird er von seiner leiblichen Mutter angeblich in deren Wohnung allein zurückgelassen vorgefunden. Von der Mutter fehlte jede Spur. Bei seiner Pflegefamilie muss er wie auch seine Geschwister von klein auf hart arbeiten.... Alexander Sommer wächst als Pflegekind bei der Bauernfamilie Winter in der tiroler Provinz heran. Als 3-Jähriger wird er von seiner leiblichen Mutter angeblich in deren Wohnung allein zurückgelassen vorgefunden. Von der Mutter fehlte jede Spur. Bei seiner Pflegefamilie muss er wie auch seine Geschwister von klein auf hart arbeiten. Die lieblosen Eltern haben wenig Zeit für die Sorgen und Nöte ihrer Kinder. Alexander findet im Alter von 15 Jahren zufällig einen Zeitungsausschnitt über seine leibliche Mutter und begibt sich auf die Suche nach ihr. Die Geschichte ist raffiniert aufgebaut. Mit Spannung wird der Leser an das dunkle Geheimnis der Familie Winter herangeführt.

Sommer wie Winter
von solveig am 08.05.2015
Bewertet: Taschenbuch

Für erholungssuchende Städter eine Idylle - für die Dorfbewohner harte Arbeit: kritisch seziert Judith Taschner das Leben der Tiroler Bauernfamilie Winter, die Feriengästen Unterkunft und Familienanschluss bietet. In diesem Alltag werden die drei Töchter und der Pflegesohn Alexander Winter tüchtig mit zur Arbeit herangezogen. Als der Nachkömmling... Für erholungssuchende Städter eine Idylle - für die Dorfbewohner harte Arbeit: kritisch seziert Judith Taschner das Leben der Tiroler Bauernfamilie Winter, die Feriengästen Unterkunft und Familienanschluss bietet. In diesem Alltag werden die drei Töchter und der Pflegesohn Alexander Winter tüchtig mit zur Arbeit herangezogen. Als der Nachkömmling Andreas geboren wird, fühlt sich Alexander immer mehr von seinem Pflegevater abgelehnt. Er beschließt, auch gegen den Willen seiner Pflegeeltern nach seiner leiblichen Mutter zu suchen und stößt auf ein schreckliches Geheimnis … Die Autorin greift zu einem interessanten Stilmittel: sie lässt die betroffenen Personen selbst für sich sprechen. In psychologischen Therapiegesprächen werden die Ereignisse zunächst zögernd und unwillig, schließlich aber zunehmend offener, von den einzelnen Familienmitgliedern geschildert. So, aus den unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, ergibt sich nach und nach - zunächst verschwommen, später immer klarer - das Bild eines dramatischen Geschehens. Der Gesprächston wirkt authentisch, den einzelnen Personen durchaus angemessen und lässt sich leicht und flüssig lesen. Ein mitfühlender, packender Roman, der den Leser noch lange beschäftigt.

soziologisch interessant
von einer Kundin/einem Kunden aus Gleisdorf am 17.04.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein furchtbarer Autounfall, danach Therapiesitzungen der Familienmitglieder. Im Laufe dieser Sitzungen erfährt man vom Leben einer Familie und deren Pflegesohn in einem Tiroler Fremdenverkehrsort. Nach und nach kommen immer mehr Details ans Tageslicht, die bis vor die Geburt des 19-jährigen zurückreichen. Man erfährt das Geschehen aus der Perspektive der... Ein furchtbarer Autounfall, danach Therapiesitzungen der Familienmitglieder. Im Laufe dieser Sitzungen erfährt man vom Leben einer Familie und deren Pflegesohn in einem Tiroler Fremdenverkehrsort. Nach und nach kommen immer mehr Details ans Tageslicht, die bis vor die Geburt des 19-jährigen zurückreichen. Man erfährt das Geschehen aus der Perspektive der einzelnen Familienmitglieder, aber auch wie sie zueinander stehen, welche Rolle sie in der Familie inne haben... - soziologisch interessant. Die ersten Seiten habe ich gelesen, ohne mich auszukennen. Dann wurde das Buch aber so spannend, dass ich es nicht mehr weglegen konnte. Danach habe ich zum besseren Verständnis die ersten Seiten noch einmal gelesen (sollte man vielleicht mit dem ganzen Buch machen).