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Erzählungen

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Puschkin war nicht nur der romantische Lyriker, der Autor von ›Eugen Onegin‹ oder ›Boris Godunow‹, sondern ein Prosakünstler von höchstem Rang. Davon zeugt diese Ausgabe sämtlicher Erzählungen - der Zyklus ›Die Geschichten des verstorbenen Iwan Petrowitsch Belkin‹ mit den berühmten Novellen ›Der Schuß‹, ›Der Schneesturm‹, ›Der Postmeister‹; die von E.T.A. Hoffmann beeinflusste phantastische Erzählung ›Pique-Dame‹ um einen halb wahnsinnigen mörderischen Spieler; schließlich ›Kirdshali‹ und die historische Novelle ›Die Hauptmannstochter‹.

Trotz vieler romantischer Motive überrascht die realistische, mitunter lakonische Sprache Puschkins, die entscheidend auf die russische Literatursprache einwirkte: Unter seinem Einfluss standen Turgenjew und Tolstoi, seine Menschentypen finden sich bei Gogol und Dostojewski wieder. Puschkin leitete in Russland die Wende von der Romantik zum Realismus ein. Erst ab 1830 wandte sich der Dichter der Prosa zu, und vieles ist durch seinen frühen Tod Fragment geblieben. Diese Ausgabe enthält alle Erzählungen, die Puschkin selbst vollendet hat, dazu die umfangreicheren, in sich abgeschlossenen Fragmente.

»Wie, wenn die alte Gräfin mir ihr Geheimnis enthüllen oder die drei Gewinnkarten nennen würde? Ich müßte ihr Wohlwollen erringen, vielleicht noch ihr Liebhaber werden! Aber das alles braucht Zeit, und sie ist siebenundachtzig...« Aus ›Pique-Dame‹
Portrait
Alexander Sergejewitsch Puschkin wurde am 26. Mai 1799 als Spross eines alten Adelsgeschlechts in Moskau geboren. Wegen seiner politischen Lyrik wurde der dichtende Graf, der eine Stelle im Staatsdienst innehatte, 1820 nach Südrussland strafversetzt und später auf das elterliche Gut verbannt. 1831 heiratete er die gefeierte Schönheit Natalja Gontscharowa, mit der er vier Kinder hatte. Durch Gerüchte am St. Petersburger Hof, die um eine angebliche Untreue seiner Frau kreisten, ließ er sich zu einem Ehrenduell provozieren, an dessen Folgen er am 29. Januar 1837 starb.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 01.11.1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-12459-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12/2,7 cm
Gewicht 387 g
Auflage 18. Auflage
Übersetzer Fred Ottow
Verkaufsrang 43.160
Buch (Taschenbuch)
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Entdeckung
von einer Kundin/einem Kunden am 27.11.2013
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Nein, es ist kein neuer junger Autor der russischen Literaturszene den es zu entdecken gilt. Vielmehr handelt es sich um einen der zahlreichen, in der Zwischenkriegszeit werkenden Autoren, die leider der Vergessenheit anfielen. Die "Freidenauer Presse" gehört zu jenen Verlagen, welche diese verborgenen Schätze nicht nur entdeckt, sondern sie... Nein, es ist kein neuer junger Autor der russischen Literaturszene den es zu entdecken gilt. Vielmehr handelt es sich um einen der zahlreichen, in der Zwischenkriegszeit werkenden Autoren, die leider der Vergessenheit anfielen. Die "Freidenauer Presse" gehört zu jenen Verlagen, welche diese verborgenen Schätze nicht nur entdeckt, sondern sie auch wieder zugänglich macht. Pure, tiefe russische Erzählkunst.