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Der große Kater

Roman

Zwei Tage im Leben eines Bundespräsidenten. Während er den Besuch des spanischen Königspaares erwartet, wird hinter seinem Rücken bereits eine Intrige vorbereitet, die ihn zu Fall bringen soll. Private Interessen und das Ringen um politische Macht vermischen sich zu einem gefährlichen Sprengsatz. »Ein verblüffend verwegenes, ja doch gar: ein verrücktes Buch.« Tagesspiegel
Portrait
Hürlimann, Thomas
Thomas Hürlimann wurde 1950 in Zug, Schweiz, geboren. Er besuchte das Gymnasium an der Stiftsschule Einsiedeln und studierte in Zürich und an der FU Berlin Philosophie. Neben zahlreichen Theaterstücken schrieb er die Romane 'Heimkehr', 'Vierzig Rosen' und 'Der große Kater' (verfilmt mit Bruno Ganz), die Novellen 'Fräulein Stark' und 'Das Gartenhaus' sowie den Erzählungsband 'Die Tessinerin'. Für sein dramatisches, erzählerisches und essayistisches Werk erhielt er unter anderem den Joseph-Breitbach-, den Thomas-Mann- sowie den Hugo-Ball-Preis. Hürlimann ist korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Akademie der Künste, Berlin. Seine Werke wurden in 21 Sprachen übersetzt. Nach vielen Jahren in Berlin lebt er wieder in seiner Heimat.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 235
Erscheinungsdatum 01.12.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-14659-8
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,1/12/1,5 cm
Gewicht 181 g
Auflage 9. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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8,95
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Kundenbewertungen

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Naja
von einer Kundin/einem Kunden aus Niederösterreich am 26.11.2010

Ich bin ein bisserl enttäuscht von dem Buch. Interessant ist die detailreiche und kompetente Schilderung der Strippenzieher im Hintergrund, aber am Ende bleibt - zumindest bei mir - ein schaler Geschmack!

Intrigen und Gefühle
von David aus der Karibik am 23.07.2008

Intrigen, Machenschaften, Lügen und Betrügen… ehrgeizig duellieren sich die beiden Protagonisten, “der große Kater“, seines Zeichens Bundespräsident der ehrenwerten und skandalfreien Schweiz und sein Jugendfreund Pfiff, Chef der Sicherheitspolizei. Auf Grund des Staatsbesuchs von König Juan Carlos und Königin Sofia haben die b... Intrigen, Machenschaften, Lügen und Betrügen… ehrgeizig duellieren sich die beiden Protagonisten, “der große Kater“, seines Zeichens Bundespräsident der ehrenwerten und skandalfreien Schweiz und sein Jugendfreund Pfiff, Chef der Sicherheitspolizei. Auf Grund des Staatsbesuchs von König Juan Carlos und Königin Sofia haben die beiden ehrenwerten Herren alle Hände voll zu tun und der SIPO-Chef sieht seine Chance gekommen, alte Rechnungen zu begleichen. “Mitte Oktober wird gewählt. Ihr beide kommt in Frage, aber eben – nur einer kann portiert werden. (…) Noch Fragen, meine Herren?“ Kater und Pfiff griffen zum Portemonnaie. “Aber nein“, säuselte Habernoll, “die Rechnung übernimmt die Partei.“ Hier liegt die Stärke in Thomas Hürlimanns politischer Satire, die Tatsachen werden ungeschminkt dargestellt, man arbeitet auf einen Überwachungsstaat in großem stil hin, hat auch viel bereits umgesetzt. Ungeschminkt und direkt auch der Erzählstil, mit Rückblenden wird das Leben des “großen Katers“ erzählt, durchaus mit Begeisterung beginnt er sein Leben, merkt bald, dass Individualität und Charakter weder im Schulwesen noch in der Partei gefragt sind, Angleichung und Brauchtum in allen Bereichen ist angesagt, man dient und redet sich ganz nach oben, man heiratet die Liebe seines Lebens, die es dann vielleicht doch nicht ist, das Leben fordert seinen Preis. “Hochwürden“, stammelte Kater, “ich weiß nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Ich bin in eine Sackgasse geraten. Weder komme ich weiter, noch kann ich umkehren, denn nirgendwo gibt es ein Ziel, nirgendwo öffnet sich eine Tür. Ich habe einen Freund, aber sonst habe ich nichts auf dieser Welt“ Die entscheidenden zwei Tage im Leben des großen Katers, der Staatsbesuch des spanischen Königspaares, werden detailliert geschildert, mehrmals steht der “große Kater“ am Abgrung, von allen Seiten wird intrigiert, mehrmals springt der ausgebuffte Politiker von der Schippe und hat, als alles noch gebogen werden könnte, einen starken Abgang, vielleicht den Moment seines Lebens. Am Ende sieht man einen zerstörten, verbitterten Menschen, der in seinem Leben zu viel Menschlichkeit und Fortschritt gepredigt hat und zu wenig Menschlichkeit und persönlichen Fortschritt erlebt hat. In diesen Momenten dieses starken Buches bleibt die Satire im Hintergrund.