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Der Mann Moses und die monotheistische Religion

Schriften über die Religion

Reclams Universal-Bibliothek Band 18721

Sigmund Freud

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Beschreibung

Der vorliegende Band vereinigt, chronologisch geordnet, vier Schriften Sigmund Freuds über die Religion. Darunter ist ›Der Mann Moses und die monotheistische Religion‹ nicht nur die umfangreichste, sondern auch die bei weitem bedeutendste. Es handelt sich um das große Alterswerk des Begründers der Psychoanalyse, veröffentlicht 1939, als Freud bereits im Londoner Exil lebte. Geschrieben ist es also unter akuter Lebensbedrohung, im Schatten der Nazibedrohung und der fortschreitenden Krebserkrankung Freuds. Das ungemein komplexe Werk enthält nicht nur eine Darstellung der Entstehung des Monotheismus, eine Reflexion über die Gestalt des Moses und seines Wirkens sowie eine Untersuchung der Ursachen des Antisemitismus, also Religionsgeschichte und Religionspsychologie. Passagen des Werks sind nichts anderes als eine Zusammenfassung der Grundzüge der Psychoanalyse und ein Rückblick auf die Geschichte der Freudschen Theoriebildung, von der anfänglichen Traumatheorie zur Triebtheorie. Schließlich kann man das Buch aber auch als eine Monographie über die Entstehung individueller und kollektiver Neurose lesen, als Rekapitulation der psychoanalytischen Kulturtheorie, als politisches Traktat und metaphorische Selbstdarstellung.
Es ist kein Zufall, daß in einer Zeit, in der das Phänomen der Religiosität bis hin zum Fundamentalismus sowie die Ursprünge der großen Weltreligionen mehr und mehr ins Zentrum des Interesses rücken, ›Der Mann Moses und die monotheistische Religion‹ auf einmal zu den meistdiskutierten Freudschen Werken zählt. In den letzten Jahren sind mehrere Bücher darüber veröffentlicht worden.

Sigmund Freud, geb. 1856 in Freiberg (Mähren); Studium an der Wiener medizinischen Fakultät; 1885/86 Studienaufenthalt in Paris, unter dem Einfluss von J.-M. Charcot Hinwendung zur Psychopathologie; danach in der Wiener Privatpraxis Beschäftigung mit Hysterie und anderen Neurosenformen; Begründung und Fortentwicklung der Psychoanalyse als eigener Behandlungs- und Forschungsmethode sowie als allgemeiner, auch die Phänomene des normalen Seelenlebens umfassender Psychologie. 1938 emigrierte Freud nach London, wo er 1939 starb.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 01.09.1975
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-26300-4
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,9/12,4/1,4 cm
Gewicht 148 g
Auflage 16. Auflage

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Unbefangene Bibelausdeutung
von TOBIAS RÜGER aus Frankfurt am Main am 27.02.2008

Freuds Deutsch ist wunderbar: schwungvoll und kurzweilig, vermag es doch hoch-komplexe Zusammenhänge mit Leichtheit darzustellen. In diesem Buch geht es, wie der Titel sagt, um den Mann Moses und die monotheistische Religion. Freud hat dafür die Bibel gelesen. Und er hat sich ein paar Gedanken gemacht. Seine These, verkürzt: De... Freuds Deutsch ist wunderbar: schwungvoll und kurzweilig, vermag es doch hoch-komplexe Zusammenhänge mit Leichtheit darzustellen. In diesem Buch geht es, wie der Titel sagt, um den Mann Moses und die monotheistische Religion. Freud hat dafür die Bibel gelesen. Und er hat sich ein paar Gedanken gemacht. Seine These, verkürzt: Der Ägypter Moses verweigert sich der nach-echnaton'schen Konterrevolution und findet in den aufmüpfigen Hebräern Gefolgsleute, woraufhin er als deren Anführer den Auszug aus Ägypten organisiert. Im Zug der Extremsituation der Wanderung durch den Sinai gelingt Moses die Verschmelzung des verfehmten ägyptischen Sonnenkults mit den mythischen Überlieferungen der Hebräer. Auf diesem Leitstrahl deutet Freud die Exodus-Erzählung aus, hält die Lupe auf die ihr zugrundeliegenden Stränge und Psychologie ihrer Protagonisten. Wer glaubt, die Bibel wort-wörtlich nehmen zu sollen oder aber wer sie als albernen Hokuspokus abtut, dem tut sich durch das Buch eine neue Welt auf.


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  • Zwangshandlungen und Religionsübungen (1907). Vorrede zu ›Probleme der Religionspsychologie‹ von Dr. Theodor Reik. (1919). Zur Gewinnung des Feuers (1932). Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939)