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Jakob der Lügner

Roman

Suhrkamp BasisBibliothek Band 15

Jurek Becker

(6)
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Beschreibung

Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.

"Ein schelmisches Buch über die Menschlichkeit in schrecklichen Zeiten und über die Kraft des Erzählens. Wie leichtfüßig er die schweren Fragen verhandelt: Was ist richtig, was ist falsch?"
Susanne Kippenberger, Der Tagesspiegel 01.10.2017

Jurek Becker wurde am 30. September 1937 in Lodz/Polen geboren und starb am 14. März 1997 in Sieseby/Schleswig-Holstein. Von 1939 bis 1945 wuchs Becker im Ghetto in Lodz auf und wurde später in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen inhaftiert. 1945 siedelte er in den Ostteil Berlins über, wo er von 1957 bis 1960 Philosophie an der Humboldt-Universität studierte. 1960 wurde Becker aus politischen Gründen vom Studium ausgeschlossen und ging an die Filmhochschule Babelsberg. Becker ist Autor zahlreicher Drehbücher. 1969 wurde sein erster Roman veröffentlicht – Jakob der Lügner wurde weltbekannt. Jurek Beckers Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold und dem Bundesverdienstkreuz.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 350
Erscheinungsdatum 23.05.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-18815-6
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 17,5/11,3/2,5 cm
Gewicht 228 g
Auflage 14. Auflage
Unterrichtsfächer Geschichte

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Es lebe Jakob!

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Kleve

Jurek Beckers Roman ist ein Klassiker, ein Gleichnis über die Beschaffenheit menschlicher Natur und zugleich ein Zeugnis grausamer Zeitgeschichte. Zu lügen um zu retten, Hoffnung zu geben in einer hoffnungslosen Situation. Das Buch zeigt, wie wertvoll Leben ist, wie wichtig das "Jetzt-Leben" ist, dass Leben in diesem Moment passiert und Zukunft immer ungewiss bleibt. Und dass es großartig ist, das Leben!

Kundenbewertungen

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Jakob der Lügner
von einer Kundin/einem Kunden aus Meine am 27.01.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Lt. meinem Sohn ist das Buch prima. Er brauchte es für die Schule, 10. Klasse, Realschule. Es war genau das Richtige. Aufsatz gut gelungen :-)

Die Lüge als Geschenk
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 20.04.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Puh, was für ein Buch. Mit einer beiläufigen, klaren und oft sehr humorvollen Sprache schildert Becker den hoffnungslosen und dramatischen Alltag der Bewohner eines Ghettos unter dem menschenverachtenden Naziregime, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben. Stattdessen verpackt er seine Kritik an der damaligen Zeit in der... Puh, was für ein Buch. Mit einer beiläufigen, klaren und oft sehr humorvollen Sprache schildert Becker den hoffnungslosen und dramatischen Alltag der Bewohner eines Ghettos unter dem menschenverachtenden Naziregime, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben. Stattdessen verpackt er seine Kritik an der damaligen Zeit in der Geschichte selbst. Aufgrund des auktorialen Erzählers, der selbst im Ghetto lebt und die Grausamkeiten und Probleme durch seine Erzählweise (das Dokumentarische wird mit dem Erfundenen vermischt und durch Rückblicke unterbrochen) auflockert, wirkt der Plot von Beginn an authentisch, wird er vor unseren Augen lebendig. Während andere thematisch ähnliche Romane den Leser durch das deprimierende Leid und die Schuldzuweisungen erdrückt, liest sich„ Jakob, der Lügner“ trotz eben dieses historischen Hintergrunds seltsam erfrischend, wenngleich die liebevolle Beleuchtung der Figuren dazu führt, dass man sich des drohenden Unheils stets bewusst ist. Unmöglich, das Buch einfach an die Seite zu legen, ohne sich Gedanken zu machen. Unmöglich, trotz des immer wieder aufkeimenden Glücks nicht todtraurig und den Tränen nahe zu sein. Beckers Erstlings hinterlässt tiefe Spuren beim Leser, da man sich unwillkürlich direkt angesprochen und sich zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte gezwungen fühlt. Die heimliche Hochzeit von Mischa und Rosa, die Mütze Herschels, welche er nie absetzt oder die kleine Lina unter dem Dachboden. Gerade die kleinen Episoden, die das Geschehen immer wieder aus einem anderen Blickwinkel zeigen, füllen dieses gerade mal 283 Seiten lange Buch mit soviel Leben. „Jakob, der Lügner“ ist nicht die Anklage der Täter. Die Tragik des Romans liegt nicht in der Aufzählung von den Verbrechen an den Juden. Ghettoaufseher und Gestapopolizisten sind bis auf wenige Ausnahmen nur namenlose Vertreter des Antisemitismus, welche nur beiläufig erwähnt werden. Nein, es sind diese anrührenden Momente der aufflackernden Hoffnung, welche Jakob entfacht, die zu Herzen gehen. Becker entlässt den Leser am Ende, wie angesichts der Geschichte nicht anders zu erwarten, ernüchtert und nachdenklich, aber auch mit der Erkenntnis, dass menschliche Freuden selbst unter den schlimmsten Umständen möglich sind. Ein Buch der leisen und bescheidenen Töne, dem jeglicher Hass gänzlich fehlt und das trotz düsterer Dramaturgie, die verschmitzte Heiterkeit des osteuropäischen Witzes einfängt. Ein literarisches Ereignis und ein Klassiker, der einfach in jedes gut sortierte heimische Bücherregal gehört, aber auch ein Buch, für das man reif genug und bereit sein muss. Eins ist in jeden Fall klar: Vergessen wird man "Jakob, den Lügner", wohl nie. Und vielleicht war eben das Beckers Absicht.

Jakob der Lügner.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 20.11.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Jakob, dem Lügner. Geschrieben von Jurek Becker, der 1995 leider verstorben ist. Bereits 35 mal wurde dieses einmalige Werk aufgelegt. Ich persönlich habe es bereits vor vielen Jahren gelesen, jedoch muss ich bemerken, dass ich damals ein etwas anderes Empfinden hatte, heute habe ich mehr ... Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Jakob, dem Lügner. Geschrieben von Jurek Becker, der 1995 leider verstorben ist. Bereits 35 mal wurde dieses einmalige Werk aufgelegt. Ich persönlich habe es bereits vor vielen Jahren gelesen, jedoch muss ich bemerken, dass ich damals ein etwas anderes Empfinden hatte, heute habe ich mehr gelacht als geweint. Es ist jedoch für mich persönlich zweitrangig, es war einfach eine große Freude diesen Klassiker mal wieder zu lesen. Und eines kann ich jetzt schon sagen, es wird nicht das letzte mal gewesen sein,. Jakob lebt in einem polnischen Ghetto und hört zufällig im Radio während er zu einem Appell geladen ist, die Meldung, dass die russische Armee nicht weit ist. Er verbreitet diese Nachricht und jeder fragt sich woher weiß der das. Eine kleine Lüge seitens Jakobs, er besitze ein Radio, hat ungeahnte Folgen. Im Guten wie im Bösen. Kleinere und größere Lügen lassen die Menschen im Ghetto neue Hoffnung schöpfen. Selten habe ich so gelacht und auch geweint. Eigentlich sagt es Louis Begley in einem ganz kurzen Satz, treffender, als ich es aussagen kann: Ich zitiere: „Die Erde weint über die Opfer des deutschen Wütens. Mahnmale und Museen ehren sie und die Kultur, die unterging, als sie umgebracht wurden. Aber am Ende finden die überall gegenwärtige Totenklage und die Trauer um die Opfer ihre klarste Stimme in einer Handvoll von Werken der ganz großen Literatur, den Büchern von Rrimo Levi, Tadeusz Borowski, Paul Celan und noch einigen wenigen anderen, Jakob, der Lügner gehört dazu. Bitte nicht lachen, ich habe zu Weihnachten einen Wunsch an meine Stammkunden, Machen Sie sich selbst ein Geschenk, lesen Sie die Lügen des Jakobs. Es wird Ihnen nicht leid tun und Sie stellen wieder mal fest, was Worte bewegen können, im Positiven wie im Negativen.


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