Geschlossene Gesellschaft

Stück in einem Akt

Jean Paul Sartre

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Beschreibung

"Geschlossene Gesellschaft": Drei Personen, die im Leben einander nie begegnet sind, werden nach ihrem Tod für alle Ewigkeit in einem Hotelzimmer zusammensein. Das ist die Hölle. "Wenn meine Beziehungen schlecht sind, begebe ich mich in die totale Abhängigkeit von anderen. Und dann bin ich tatsächlich in der Hölle. Und es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen." (Jean-Paul Sartre)

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 75
Erscheinungsdatum 04.05.1987
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-15769-1
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/11,8/1 cm
Gewicht 80 g
Originaltitel Huis clos
Auflage 50. Auflage
Übersetzer Traugott König
Verkaufsrang 2543

Buchhändler-Empfehlungen

Da sind wir also

Eine Buchhändlerin/Ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Dante benötigte im Mittelalter dreiunddreißig Gesänge, um die Hölle zu schildern, Sartre genügte 1944 ein einziger Akt, ein einziger, verschlossener Raum, drei Menschen, die sich niemals zuvor begegnet sind, die im Leben um Anerkennung buhlten, immer auf die Urteile der anderen bedacht waren, und die jetzt, in der Hölle, nicht mehr in der Lage sind, diese Urteile geradezubiegen. Die jetzt sind, was sie waren, für immer und ewig. "Geschlossene Gesellschaft" ist kompakte, intensive und leicht zugängliche Philosophie/Psychologie, die zum Denken, Überdenken und nochmal-Lesen anregt!

Demian Stock, Thalia-Buchhandlung Düren

Eine brilliante Übersetzung des Klassikers. Für Freunde von philosophischem Tiefgang und Dialogen erster Klasse ein Muss!

Kundenbewertungen

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In der Hölle der Anwesenheit anderer
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 15.09.2010

Drei sich völlig fremde Menschen, für alle Ewigkeit eingelossen in einem Zimmer.Jeder von ihnen ist für den anderen der Folterknecht. Mit diesem Stück unterstreicht Sartre noch einmal seine Aussage „Die Hölle, das sind die anderen.“ und legt seine Ansichten den Protagonisten direkt auf die Zunge. Brilliant!

In einem Zimmer
von Polar aus Aachen am 14.07.2008

Es gibt Stücke, die sind so zum Selbstläufer geworden, dass sie sich auf einen Satz reduzierten lassen: Die Hölle, das sind die anderen. Ein Schlüsselsatz des Existenzialismus, den wir nur allzu gerne aufgreifen, um das Leben abzuhaken. Sartre zeigt eins: Der Mensch hält es mit dem Menschen nicht aus. Eine Erkenntnis, die währen... Es gibt Stücke, die sind so zum Selbstläufer geworden, dass sie sich auf einen Satz reduzierten lassen: Die Hölle, das sind die anderen. Ein Schlüsselsatz des Existenzialismus, den wir nur allzu gerne aufgreifen, um das Leben abzuhaken. Sartre zeigt eins: Der Mensch hält es mit dem Menschen nicht aus. Eine Erkenntnis, die während eines Krieges gefaßt, nur allzu nachvollziehbar ist. Es gibt allerdings auch die Erkenntnis, dass man sich überall hin mitnimmt. In der Geschlossenen Gesellschaft steckt die Wahrheit, dass für jeden ein Zimmer bereitsteht, in dem man erwartet wird. Das Zimmer trägt man mit sich rum, richtet es ein, während man lebt. Die Abrechnung findet bei Sartre in einem merkwürdigen Hotel statt. Oder ist es gar kein Hotel? Ein Hospiz? Ein Altenheim? Die Hölle? Der Himmel? Über Glück oder Unglück entscheidet der Mensch nicht selber. Das Urteil spiegelt sich auf einer bewegten Wasseroberfläche, in den anderen ab, in denen, die auch noch da sind, in denen, die vergessen wurden, in denen, die zu viel mit auf den Weg bekommen haben. Auch in uns selbst. Die Geschlossene Gesellschaft ist das Spiegelkabinett der Seele. Hoffnungen und Niederlagen enden darin, dass nichts mehr bewegen wird, dass einem nur die Zeit bleibt, über alles immer und immer wieder nachzudenken.

Die Hölle das sind die anderen!
von Zitronenblau am 23.02.2008

Ganz unterhaltsam inszeniert, das Verhalten der Antagonisten ist vielleicht sogar etwas zu übertrieben, zu konstruktiv! Trotzdem ein guter Gedanke, der auch entsprechend gut in diesem Stück um- und durchgesetzt wird. Die eigene Bestimmung durch die Reflektion mit den anderen. Nicht schlecht!


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