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Die Klavierspielerin

Roman

(9)
Einer der meistdiskutierten deutschsprachigen Romane der letzten Zeit: Der Klavierlehrerin Erika Kohut, von ihrer Mutter zur Pianistin gedrillt, ist es nicht möglich, aus ihrer Isolation heraus eine sexuelle Identität zu finden. Unfähig, sich auf das Leben einzulassen, wird sie zur Voyeurin. Als einer ihrer Schüler mit ihr ein Liebesverhältnis anstrebt, erfährt sie, daß sie nur noch im Leiden und in der Bestrafung Lust empfindet.
Rezension
Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite in einen verführerischen Bann gezogen ... Wichtig ist das Buch nicht, weil es die (auch pornographischen) Phantasien des lesenden Voyeurs stimuliert, sondern weil der Roman ein besseres Verstehen über perverse Formen ´abweichenden´ Verhaltens bewirkt.
Portrait
Elfriede Jelinek, 1946 geboren, hat für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2004 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Ihr Theaterstück „Winterreise“ (2011) zählt mit bisher über 20 Inszenierungen zu den meistgespielten deutschsprachigen Stücken der letzten Jahre.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 01.10.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-15812-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,8/11,5/2,5 cm
Gewicht 272 g
Auflage 47. Auflage
Verkaufsrang 52.100
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Mit großer emotionaler Wucht geschrieben. Ist bereits von allen Seiten durchleuchtet worden, deswegen nur so viel: Mir hat der Roman gut gefallen. Mit großer emotionaler Wucht geschrieben. Ist bereits von allen Seiten durchleuchtet worden, deswegen nur so viel: Mir hat der Roman gut gefallen.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

So viel Freudlosigkeit! Mag Elfriede Jelinek noch so viele Literatur-Preise erhalten haben, ich kann ihr nichts abgewinnen. So viel Freudlosigkeit! Mag Elfriede Jelinek noch so viele Literatur-Preise erhalten haben, ich kann ihr nichts abgewinnen.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Leichte Kost ist es sicherlich nicht. Einfach zu lesen auch nicht. Aber vielleicht muss man sich es einfach mal trauen. Und dann danach den Film dazu gucken. Leichte Kost ist es sicherlich nicht. Einfach zu lesen auch nicht. Aber vielleicht muss man sich es einfach mal trauen. Und dann danach den Film dazu gucken.

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Für einige ist Jelinek eine Provokation, für andere eine wichtige weibliche Stimme der deutschsprachigen Literatur! Der Nobelpreis 2004 war meiner Meinung nach fällig! Für einige ist Jelinek eine Provokation, für andere eine wichtige weibliche Stimme der deutschsprachigen Literatur! Der Nobelpreis 2004 war meiner Meinung nach fällig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Zu Recht umstritten
von Fugu am 23.06.2013

Ich kann verstehen, dass sich die Geister scheiden, wenn es um dieses Buch geht. Das Buch schockiert, fesselt und faszniert, die Worte sind hart, vulgär und voller Zorn. Die Geschichte stosst ab und zieht an. Ich fand gute Aspekte darin und doch überzeugte es mich insgesamt nicht. Man muss... Ich kann verstehen, dass sich die Geister scheiden, wenn es um dieses Buch geht. Das Buch schockiert, fesselt und faszniert, die Worte sind hart, vulgär und voller Zorn. Die Geschichte stosst ab und zieht an. Ich fand gute Aspekte darin und doch überzeugte es mich insgesamt nicht. Man muss sich einfach selbst ein Bild machen. Erika Kohut ist Klavierlehrerin, Ende 30 und steht völlig unter der Fuchtel ihrer herrischen Mutter. Nie konnte sie sich frei entfalten und ihre Sexualität ist daher verkümmert. Nur als Voyeurin und bei Schmerz, den sie sich auch selbst zufügt, empfindet sie noch etwas. Sie sucht Zuflucht bei einem Verehrer, einem ihrer Schüler. Dieser ist jedoch völlig überfordert.

Roman mit autobiographischen Zügen
von Magdalena Berger aus Grieskirchen am 14.07.2011

Die Hauptfigur, Erika Kohut ist Ende dreißig und Klavierlehrerin. Sie lebt zusammen mit ihrer übermächtigen Mutter. Ihr Leben ist geprägt von Demütigung und Erniedrigungen. Erika kann keine Gefühle zulassen, und so ist auch ihre "Beziehung" zu einem ihrer Schüler von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Von Anfang an fügt Frau... Die Hauptfigur, Erika Kohut ist Ende dreißig und Klavierlehrerin. Sie lebt zusammen mit ihrer übermächtigen Mutter. Ihr Leben ist geprägt von Demütigung und Erniedrigungen. Erika kann keine Gefühle zulassen, und so ist auch ihre "Beziehung" zu einem ihrer Schüler von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Von Anfang an fügt Frau Kohut sich selbst Verletzungen mit Rasierklingen und Nadeln zu, und sticht sich am Ende selbst mit einem Messer in die Schulter.

Einfach krass!
von Corinna Müller aus Langenfeld (Rheinland) am 10.03.2010

Von ihrer herrischen Mutter zur Pianistin gezwungen, führt Erika Kohut ein Leben in Unterdrückung. Ihr freier Wille spielt keine Rolle, weder in der Beziehung zu ihrer Mutter, noch in Beziehungen zu Männern. Diese Isolation lässt sie langsam sozial verkümmern und macht sie zu einem emotionalen Krüppel. Nur in... Von ihrer herrischen Mutter zur Pianistin gezwungen, führt Erika Kohut ein Leben in Unterdrückung. Ihr freier Wille spielt keine Rolle, weder in der Beziehung zu ihrer Mutter, noch in Beziehungen zu Männern. Diese Isolation lässt sie langsam sozial verkümmern und macht sie zu einem emotionalen Krüppel. Nur in voyeuristischen Handlungen und körperlicher Selbstverletzung kann sie sexuelle Befriedigung finden. Als sich einer ihrer Schüler plötzlich für sie interessiert, beginnt sie ein Verhältnis mit ihm und stellt fest, dass sie nur noch durch Gewalt und Bestrafung Lust empfinden kann. Doch wie weit kann so eine „Beziehung“ gehen? „Die Klavierspielerin“ ist kein Roman für Zwischendurch. Extrem und krass sind die treffendsten Begriffe. Elfriede Jelinek, 1946 in der Steiermark geboren und ausgezeichnet mit dem Georg-Büchner-Preis (1998) und dem Literaturnobelpreis (2004), zählt zu den größten Autoren der deutschen und österreichischen Literaturgeschichte. Sie schuf ein Meisterwerk der Extraklasse! Sprachlich nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Ohne verblümten und verschönerten Ausdruck, schrieb sie diesen Roman nieder und hält den Leser mit dieser erschreckenden Geschichte gefangen.