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Sterbender Cato

Im Anh. Auszüge aus d. zeitgenöss. Diskussion über Gottscheds Drama. Hrsg. v. Horst Steinmetz

Reclam Universal-Bibliothek 2097

Gottscheds »Sterbender Cato« von 1731 ist das erste deutsche >Originaldrama< im Sinne der regelhaften Poetik der Aufklärung. Sein Einfluß auf die Diskussion um die weitere Entwicklung des Schauspiels in Deutschland ist nicht zu unterschätzen.
Im Anhang: Auszüge aus der zeitgenössischen Diskussion über Gottscheds Drama.
Portrait
Johann Christoph Gottsched, 2. 2. 1700 Juditten bei Königsberg - 12. 12. 1766 Leipzig. Der Sohn eines Pfarrers und einer Pfarrerstochter schrieb sich bereits 1714 zum Theologiestudium an der Königsberger Universität ein, beschäftigte sich jedoch bald unter dem Einfluss des Leibniz-Wolffschen Rationalismus mit Poetik, Rhetorik, Philosophie, klassischer Philologie, Mathematik und den Naturwissenschaften. 1723 wurde er zum Magister promoviert; der drohenden Zwangsrekrutierung durch preußische Werber entzog sich der groß gewachsene G. im Januar 1724 durch die Flucht nach Leipzig. Hier etablierte er sich allmählich an der Universität (seit 1725 Vorlesungen über Schöne Wissenschaften und die Philosophie Wolffs, 1729 Ernennung zum - unbesoldeten - a. o. Prof. für Poesie, 1734 o. Prof. für Logik und Metaphysik), wirkte bald führend in der Deutschen Gesellschaft und entfaltete als Herausgeber von Moralischen Wochenschriften und gelehrten Zeitschriften eine breite publizistische Tätigkeit. Daneben vermittelte er in pädagogischen und wissenschaftlichen Werken das System der Wolffschen Philosophie und schuf - neben verschiedenen rhetorischen Lehrbüchern - mit der Critischen Dichtkunst das grundlegende Werk der klassizistischen Regelpoetik. Literarisches und sprachliches Vorbild blieb für ihn stets der Klassizismus Opitz'scher Prägung. Seine Reformbemühungen auf dem Gebiet des Theaters, die er seit Ende der 20er-Jahre zusammen mit der Neuber'schen Theatertruppe unternahm, gipfelten in dem Versuch eines eigenen 'regelmäßigen' Trauerspiels (Cato) und der späteren bedeutenden Sammlung von Mustertexten (darunter weitere eigene Tragödien) in der Deutschen Schaubühne. Wesentlichen Anteil an der Durchsetzung seiner literarisch-pädagogischen Unternehmungen hatte Luise Kulmus, die er 1735 heiratete. Seine führende Stellung als literarischer Gesetzgeber Deutschlands wurde seit der Auseinandersetzung mit J. J. Bodmer und J. J. Breitinger von 1740 an zunehmend in Frage gestellt. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Horst Steinmetz
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-002097-5
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14,7/9,5/1 cm
Gewicht 89 g
Verkaufsrang 20.242
Buch (Taschenbuch)
4,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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