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Farm der Tiere

Ein Märchen

(24)
Orwells Meisterwerk der politischen Satire mit dem geflügelten Resümee: Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere. Mit Zeichnungen von F. K. Waechter, Essays und Dokumenten. Dem Roman liegt die Überzeugung zugrunde, daß alle Revolutionen letzten Endes nur eine Verschiebung im Kaleidoskop der Macht herbeiführen, daß die Grundstruktur der Gesellschaft aber immer die gleiche bleibe. Dieser Pessimismus zeigt, daß die Farm der Tiere mehr ist als nur eine Satire auf die kommunistische Revolution in Sowjetrußland. Die Satire zielt nicht nur auf den einmaligen historischen Tatbestand, sondern auf jede Revolution überhaupt, deren Ursachen und Antriebe, deren Versagen und endliche Verkehrung ins Gegenteil, wie Orwell an einem animalischen Staatswesen demonstriert.
Rezension
"George Orwell, Prophet der Schreckenswelt von 1984, vielzitierter Autor auch der grimmigen Fabel Farm der Tiere, ist heute der meistgelesene englische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Und mit später Bewunderung wird inzwischen auch jener einst so mißachtete, jener andere Orwell zur Kenntnis genommen, der in Romanen, Reportagen und vielen Essays Zeugnis ablegt von seiner Zeit, von den Dreißigern und Vierzigern, in denen sich Europas Gesicht verändert hat." (Der Spiegel)
Portrait
George Orwell, eigtl. Eric Arthur Blair, wurde am 25. Juni 1903 in Bengalen, Nordostindien, geboren. In England besuchte er als armer Stipendiat eine Eliteschule. Er diente fünf Jahre in Burma bei der Indian Imperial Police, dann kündigte er, weil er »auf keinen Fall länger einem Imperialismus dienen konnte«, den er als »ziemlich großen Volksbetrug durchschaut hatte«. Er gesellte sich als Tellerwäscher, Hilfslehrer, Hopfenpflücker und als Buch- und Gemischtwarenhändler zum Proletariat, dessen Leben er in Reportagen und Büchern beschrieb. Zur entscheidenden Erfahrung, die in seine Negativutopien ›Farm der Tiere‹ und ›1984‹ und in die meisterhaften Essays einging, wurde sein Engagement in der kommunistischen Miliz im Spanischen Bürgerkrieg, in dem er schwer verwundet wurde. Danach arbeitete Orwell in London für die BBC, das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte er als Korrespondent des ›Observer‹ in Deutschland und Frankreich. Orwell starb am 21. Januar 1950 in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 132
Erscheinungsdatum 01.01.1973
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-20118-5
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,1/1,7 cm
Gewicht 174 g
Originaltitel Animal farm
Auflage 50
Übersetzer Michael Walter
Verkaufsrang 4.581
Buch (Taschenbuch)
9,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Dermot Willis, Thalia-Buchhandlung Kassel

Unglaublich! In nur 132 Seiten schafft es Orwell mehr zu sagen als die meisten in mehrere Bücher. Dieses Buch ist ganz einfach ein Meisterwerk! Unglaublich! In nur 132 Seiten schafft es Orwell mehr zu sagen als die meisten in mehrere Bücher. Dieses Buch ist ganz einfach ein Meisterwerk!

„Zurecht ein Klassiker und Schullektüre“

Marion Raab, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Ein Buch das einfach jeder einmal gelesen haben sollte. Kein anderes Buch veranschaulicht und hinterfragt die Geschichte des Kommunismus in der Sowjetunion mit seiner Motivation, Durchführung und allmählischer Perversion besser als die Fram der Tiere. Ein Buch das einfach jeder einmal gelesen haben sollte. Kein anderes Buch veranschaulicht und hinterfragt die Geschichte des Kommunismus in der Sowjetunion mit seiner Motivation, Durchführung und allmählischer Perversion besser als die Fram der Tiere.

„Wie viel Tier steckt in uns?“

Julia Dyroff, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Spätestens wenn man das Buch zugeklappt hat, stellt man sich diese Frage.
Wollen die Tiere erst noch alles besser machen, verfallen sie schlussendlich in die gleichen Muster wie die Menschen vorher und leben nach dem Motto: „Alle sind gleich, aber manche sind gleicher“
Ein Buch das man gelesen haben sollte, nicht nur weil es ein Klassiker ist, sondern weil es einen wirklich zum Nachdenken anregt.
Spätestens wenn man das Buch zugeklappt hat, stellt man sich diese Frage.
Wollen die Tiere erst noch alles besser machen, verfallen sie schlussendlich in die gleichen Muster wie die Menschen vorher und leben nach dem Motto: „Alle sind gleich, aber manche sind gleicher“
Ein Buch das man gelesen haben sollte, nicht nur weil es ein Klassiker ist, sondern weil es einen wirklich zum Nachdenken anregt.

Valeriya Skorobagatko, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Orwells Klassiker über die zerstörten Ideale der russischen Revolution, welcher bis heute unseren Sprachgebrauch beeinflusst. Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher! Orwells Klassiker über die zerstörten Ideale der russischen Revolution, welcher bis heute unseren Sprachgebrauch beeinflusst. Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher!

Isabella Kron, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

Eine Farm ohne Menschen? Da muss Ordnung rein! Ein fesselnder Roman über die Grausamkeit von Macht und Unterdrückung in einer mal anderen Form. Erschreckend und traurig. Eine Farm ohne Menschen? Da muss Ordnung rein! Ein fesselnder Roman über die Grausamkeit von Macht und Unterdrückung in einer mal anderen Form. Erschreckend und traurig.

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Wunderbare Parodie. Leider enden die meisten Revolutionen so. Wunderbare Parodie. Leider enden die meisten Revolutionen so.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein Wahnsinnsbuch - als Parabel verkleidete Gesellschaftskritik und gleichzeitig Aufarbeitung der Geschehnisse in Nazi-Deutschland ... oder auch in allen diktatorischen Regimen. Ein Wahnsinnsbuch - als Parabel verkleidete Gesellschaftskritik und gleichzeitig Aufarbeitung der Geschehnisse in Nazi-Deutschland ... oder auch in allen diktatorischen Regimen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
20
3
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 27.02.2017
Bewertet: anderes Format

Ein gut geschriebener und vor allem lehrreicher Klassiker, der einen die Welt aus einem neuen Blickwinkel betrachten lässt.

von Isabel Meiert aus Varel am 13.06.2016
Bewertet: anderes Format

Eins der besten Bücher der Weltliteratur. Und immer noch aktuell wie eh und je.

Sind alle Tiere gleich - oder sind einige gleicher? Grandioses Buch!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.02.2016

George Orwell (1903 - 1950), Schriftsteller, Intellektueller, Journalist. Bekannt vor allem für seine grandiose Dystopie ›1984‹, war ein ausgezeichneter Beobachter seiner Zeit und Kämpfer für Gerechtigkeit und Freiheit. Viele vereinnahmen seine Zitate und verzerren sie - sogar Leute aus der politischen Rechten machen dies (um anti-kommunistische Propaganda zu betreiben... George Orwell (1903 - 1950), Schriftsteller, Intellektueller, Journalist. Bekannt vor allem für seine grandiose Dystopie ›1984‹, war ein ausgezeichneter Beobachter seiner Zeit und Kämpfer für Gerechtigkeit und Freiheit. Viele vereinnahmen seine Zitate und verzerren sie - sogar Leute aus der politischen Rechten machen dies (um anti-kommunistische Propaganda zu betreiben oder gar um allgemein gegen jegliche soziale Aspekte Propaganda zu betreiben). Und das obwohl Orwell den demokratischen Sozialismus als »die einzig zukunftsträchtige Staatsform« bezeichnete. Seine Parabel ›Farm der Tiere‹ ist eine grandiose Beobachtung der Revolution in Russland und ihres verheerenden Werdegangs. Sie sollte Freiheit für alle Menschen bringen - und brachte schlussendlich nur Elend und Leid unter der Terrorherrschaft Stalins. Orwell betrachtete dies keineswegs als einzigartige Entwicklung - er sah darin vielmehr den Verlauf jeglicher Revolution und war somit ein Gegner von Revolutionen. »Nun, Genossen, wie ist die Natur dieses unseres Lebens? Seien wir ehrlich: Unser Leben ist elend, mühevoll und kurz. Wir werden geboren, wir bekommen gerade so viel Futter, dass uns die Puste nicht ausgeht, und wer von uns dazu geeignet ist, wird gezwungen, bis zum letzten Deut seiner Kraft zu schuften; und just in dem Augenblick wo unserer Nützlichkeit aus ist, werden wir mit scheusslicher Grausamkeit hingeschlachtet. Wenn es erst einmal ein Jahr alt geworden ist, hat kein Tier in England mehr eine Vorstellung von Musse und Glück. Kein Tier in England ist frei. Das Leben eines Tieres ist Jammer und Sklaverei: Das ist die nackte Wahrheit.« (S. 12) Das Elend der Massen in der zaristischen Gesellschaft (und in abgebildeter Form noch heute im Kapitalismus) - hat Orwell sehr schön in oben beschriebenen Abschnitt dargelegt. Aber wie kommt man aus diesen Verhältnissen heraus? Durch eine Revolution! Den Zaren stürzen, die Freiheit erlangen, zusammen arbeiten und die Produktionsmittel miteinander teilen . . . So dass alle in Freiheit und Frieden leben können. Das klingt schön - ist bis jetzt aber in der Geschichte (fast) immer gescheitert (ausser in einer kurzen Phase der Vor-Franco-Zeit in Spanien, als sich eine anarchistische Gesellschaft entwickelte - ohne Führer, ohne Konterrevolutionäre, ohne Geheimpolizei, ohne Terror gegen das Volk, ohne Unterdrückung und Unterjochung ›im Namen des Kommunismus‹). »Die Sieben Gebote: Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind. Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund. Kein Tier soll Kleider tragen. Kein Tier soll in einem Bett schlafen. Kein Tier soll Alkohol trinken. Kein Tier soll ein anderes Tier töten. Ale Tiere sind gleich.« (S. 28) Für die Tiere in Orwells Roman klingt das sehr schön. Doch nach einiger Zeit stand an der Wand etwas anderes: »Alle Tiere sind gleich - doch einige sind gleicher.« Die verschiedenen Gesellschaftsschichten (ungebildetes und leicht zu beeinflussendes Proletariat, ein wenig gebildete und in Sympathie mit dem Proletariat stehende Mittelschicht, gebildetes aber dekadentes und selbstverliebtes Bürgertum) sind sehr gut anhand der drei Pferde ›Boxer‹, ›Kleeblatt‹ und ›Mollie‹ zu erkennen. Auch Stalin erkennt man im Schwein ›Napoleon‹ sehr gut. Der alte, weise Eber ›Old Major‹ verkörpert Marx und teilweise Lenin. Auch andere Tiere kann man - wie in einer Parabel üblich - einzelnen Institutionen, Mächten oder Menschen zuordnen. Der Rabe ›Moses‹ ist hier vielleicht noch zu erwähnen, der die Religion verkörpert. Orwell zeichnet in ›Farm der Tiere‹ sehr schön die Rolle der Religionen nach, indem sie - verkörpert durch den Raben ›Moses‹ - den Tieren einreden, die herrschende Ungerechtigkeit zu akzeptieren und auf ›die Erlösung im Himmel‹ zu warten. Getreu nach Marx (oder auch anderer Philosophen - aber hier klar auf Marx bezogen) ist Orwell also der Meinung, dass Religion eine lähmende Wirkung auf die Menschen habe, dass sie »das Opium des Volkes« sei. Über die Pressefreiheit zu dieser Zeit war Orwell besorgt, denn viele Intellektuelle erkannten die Gefahr der Sowjetunion nicht - oder wollten sie nicht erkennen. Auch über die Zurückhaltung der Pazifisten zeigte sich Orwell erstaunt: Pazifisten gingen auf die Strasse um gegen Krieg zu demonstrieren - wenn aber die Rote Armee ihr Kriegsgerät aufstockte, hörte man von den ›Pazifisten‹ kein Wort. »Nach Ansicht dieser Pazifisten ist alle Gewalt böse, und sie haben uns in jedem Stadium des Kriegs gedrängt, aufzugeben oder wenigstens einen Kompromissfrieden zu schliessen. Aber wie viele von ihnen haben je zu verstehen gegeben, dass der Krieg auch böse ist, wenn die Rote Armee ihn führt?« (S. 147) Im weiteren schrieb Orwell im Nachwort über die Macht der katholischen Kirche in der Presse und der öffentlichen Meinung und erkannte richtigerweise, dass »auch die katholische Kirche (…) beträchtlichen Einfluss in der Presse (besitzt) und (…) ihr laut werdende Kritik zu einem gewissen Grade zum Verstummen bringen (kann)«. (S. 139) Und zum Abschluss schrieb Orwell jene berühmten Worte, die heute so oft zitiert werden: »Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. (…) Sind es die Liberalen, die die Liberalität fürchten, und die Intellektuellen, die den Intellekt beschmutzen wollen: Um auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, habe ich dieses Nachwort geschrieben.« (S. 148) Kurzweiliges, einfach geschriebenes Buch. Doch seine Analyse der russischen Revolution (und vielleicht jeglicher Revolution) ist so gut dargestellt, wie in keinem anderen Buch (ich kenne jedenfalls kein anderes Buch, indem dies so gut dargestellt ist, wie in ›Farm der Tiere‹). Lesen!