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Mahlers Zeit

Roman

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Eines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Vier Jahre lang hatte er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden läßt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. »Für einen Moment wußte er nicht, wo er sich befand. Etwas war geschehen. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Stoß von dreißig beschriebenen Blättern, bekritzelt in einer großen, zittrigen Schrift: leicht schiefe Kolonnen von Zahlen, Skizzen, Kurven ... all das war, wenn man es begriff, von leuchtend perfekter Klarheit.« Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt und damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Ist es möglich, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb gestaltet sich das ausgesprochen schwierig. Wie gehetzt sucht er den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern ein Zusammentreffen immer wieder. In suggestivem Ton macht Daniel Kehlmann die Zweifel und Ahnungen seines Helden nachvollziehbar und den Leser zum Zeugen eines Experiments, nach dem die Zeit neu zu definieren wäre.

Portrait
Daniel Kehlmann wurde 1975 in München geboren. Er lebt in Wien, studierte dort Philosophie und Literaturwissenschaft und arbeitet zur Zeit an seiner Promotion. International bekannt wurde er mit seinem Roman Ich und Kaminski, der 2003 im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Kehlmann wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2008 erhielt er den Thomas Mann-Preis der Stadt Lübeck und den Per Olof Enquist-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 159
Erscheinungsdatum 24.04.2001
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-39738-1
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,9/10,8/1,2 cm
Gewicht 102 g
Auflage 9. Auflage
Verkaufsrang 105185
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Lesenswert, aber nicht unbedingt.
von Manuel Raab aus Neuhof am 16.09.2010

In „Mahlers Zeit“ erzählt Daniel Kehlmann von dem Physiker Dr. David Mahler welche eine bahnbrechende Entdeckung im Bezug auf die Zeit macht und diese seinem großen Vorbild dem Nobelpreisträger Valentinov vortragen möchte. Doch alle seine Versuche scheitern. Jedes Mal wenn Mahler sich am Ziel glaubt, hat Valentinov den Ort schon... In „Mahlers Zeit“ erzählt Daniel Kehlmann von dem Physiker Dr. David Mahler welche eine bahnbrechende Entdeckung im Bezug auf die Zeit macht und diese seinem großen Vorbild dem Nobelpreisträger Valentinov vortragen möchte. Doch alle seine Versuche scheitern. Jedes Mal wenn Mahler sich am Ziel glaubt, hat Valentinov den Ort schon verlassen, oder war gar nicht dort. Der gesamte Roman ist wie ein eher langweiliges Katz-und-Maus-Spiel ausgelegt.

Typisch Kehlmann
von einer Kundin/einem Kunden aus Freital Weißeritz-Park am 26.05.2009

Ganz in der Tradition zu Dürrenmatts Physikern setzt sich Kehlmann mit den moralischen und psychologischen Hintergründen der modernen Wissenschaft auseinander. Nach Entdeckung einer bahnbrechenden Formel versucht der Physiker Mahler sein Wissen an Kollegen und Magazine weiter zu geben. Ganz und gar von sich überzeugt kann er jed... Ganz in der Tradition zu Dürrenmatts Physikern setzt sich Kehlmann mit den moralischen und psychologischen Hintergründen der modernen Wissenschaft auseinander. Nach Entdeckung einer bahnbrechenden Formel versucht der Physiker Mahler sein Wissen an Kollegen und Magazine weiter zu geben. Ganz und gar von sich überzeugt kann er jedoch keine Fürsprecher für seine Theorie gewinnen; daraus schließt er auf eine Verschwörung gegen ihn. Einbildung, Verfolgungswahn und geistige Schwäche steigern sich zu einer, sein Leben bedrohenden seelischen Krankheit. Obwohl der Roman recht flott geschrieben ist, möchte man doch bei einigen Worten oder Gedankenansätzen länger verweilen und tiefer einsteigen. Kehlmanns Sprache ist nicht poetisch oder literarisch einmalig. Seine präzise und klare Wortwahl jedoch macht den Blick frei für das Wichtige: die Geschichte. Und die kann ich sehr empfehlen.